Drehleier Forum

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Hi

meine treue Gotschy-Phoenix ist mir in der letzten Zeit (2-3 Monate) sehr "unzuervlässig" geworden, und ich weiß nicht so wirklich, wie ich dem Herr werden kann.
Ich liste mal die einzelnen Problemchen auf:

1) Ton ist grundsätzlich nicht schön und "rund" - ehr knarzig und nervig-schrill. Verschiedene Watten probiert, flüssiges Kolophonium hab ich standardmäßig
2) Manche Töne lassen sich nicht sauber stimmen und klingen daher immer deplaziert und schräg. Typische Kandidaten: f'', a'', c'' usw
Ich versuche dann also, da ne saubere Stimmung hinzubekommen. Also Sattel einstellen (über die Oktave zum Grundton) , dann Fähnchen usw - aber das endet dann meist in etwas Frust, da man einige Fähnchen trotz der Satteleinstellung viel sehr verdrehen muss - also in einem Winkel >= 60°  - das macht dann keinen Spaß mehr. Aber wirklich unschön ist eben auch, dass die Töne über dem g'' (bis dahin geht es) dann wirklich schräg klingen, egal was ich probiere

Von Walter Simons, der die Leier mal ein wenig (kurz) angesehen hatte, weiß ich zumindest, dass die Kerbe im Steg zu tief ist, denn der Saitenverlauf vom Wirbel zum Steg ist nicht gut - die Saite liegt zu tief im Steg und dadurch wird sie auf dem Rad zu sehr abgeknickt. Da muss man halt was am Steg machen, was ich auch mal vorhabe, aber natürlich auch nicht so ad hoc lösen kann. Die Saiten an sich sind jetzt ziemlich genau ein Jahr drauf. (Kürschner Saiten)

Für 1) würde ich einfach gerne wissen, wie man dieses knarzige wegbekommt - die mir so bekannten "Tricks" wie besondere Watte, Kolophonium am Rand des Rades wieder abnehmen hab ich schon öfters durchprobiert (vielleicht auch nicht richtig) und es brachte nur mäßigen Erfolg. Natürlich ist klar, dass eine Phoenix nicht so klingen wird wir eine Weichselbaumer - aber vielleicht ist ja doch mehr drin als im Moment

Für 2) Ja wie bekomme ich diesen Katzenjammer weg? Grundsätzliche (glaube ich) weiß ich wie man einstellt und stimmt, die Frage ist, wo ist hier der Wurm? Warum sind z.b. manche Fähnchen so extrem schief einzustellen, warum ist der ton des a'' dennoch mies, warum dieses Katzengegreine?

Anmerkung: Ich bin auch in Kontakt und Gesprächen mit anderen "Quellen" - mein Lehrer, und der eine oder andere Drehleierbauer (Wie jetzt Walter) aber ich möchte dennoch das Forum einfach als zusätzliche Informationsquelle nutzen!

Danke schonmal für Antworten und Anregungen !
Diese Probleme kenne ich von meiner Abraxas leider auch.
Radandruck senken durch Erhöhung der Stegauflage ist schonmal gut gegen das Knarzen, dadurch werden die Melodiesaiten natürlich auch wieder etwas leiser.
Wenn ein Teil der Fähnchen generell nach Einstellung des Sattels für die richtigen Töne sehr schief steht, müsste die Mensur womöglich auch beim Steg verschoben werden (verzieht sich durch den Saitenzug schonmal etwas), bei zweiteiligen Stegen ist das durch den etwas flexiblen Neigungswinkel eventuell kein wirkliches Problem, bei den fest aufgeleimten einteiligen schon eher, deshalb werde ich demnächst auch mal etwas am Steg meiner alten Leier machen müssen, was durch den integrierten Tonabnehmer noch erschwert wird (weshalb ich ein Freund von externer Elektronik bin), wobei ich inzwischen nur noch meine neue aus Eigenproduktion spiele, die solche Probleme eben nicht hat, bzw. bei der sie sich leichter lösen lassen (von den erweiterten Möglichkeiten durch mehr Saiten mal abgesehen).
War sie denn schonmal zur Wartung in der Geburtswerkstatt und wie alt ist sie inzwischen?
Wenn du im Raum Berlin unterwegs bist, könnte ich sie mir auch mal ansehen.
(14.12.2017, 23:50)Heydie Abraxas ist ja die Phoenix quasi in schwarz oder ? War mal bei Alexandra in der Werkstatt, da bekam sie ein Kapo für die Schnarre, verstellbare Schrauben für die Bordune (um da den Andruck einstellen zu können) und unter die Schrauben bei den Fähnchen Unterlegscheiben. Zusätzlich zur normalen Wartung. Das ist aber nun auch schon bestimmt 4 Jahre her. Baujahr der Leier ist Ende der 90er.komme leider nicht aus der Ecke, aber vielen Dank fürs Angebot :) schrieb: [ -> ]Gruß
Christian

David-FDiese Probleme kenne ich von meiner Abraxas leider auch.
Radandruck senken durch Erhöhung der Stegauflage ist schonmal gut gegen das Knarzen, dadurch werden die Melodiesaiten natürlich auch wieder etwas leiser.
Wenn ein Teil der Fähnchen generell nach Einstellung des Sattels für die richtigen Töne sehr schief steht, müsste die Mensur womöglich auch beim Steg verschoben werden (verzieht sich durch den Saitenzug schonmal etwas), bei zweiteiligen Stegen ist das durch den etwas flexiblen Neigungswinkel eventuell kein wirkliches Problem, bei den fest aufgeleimten einteiligen schon eher, deshalb werde ich demnächst auch mal etwas am Steg meiner alten Leier machen müssen, was durch den integrierten Tonabnehmer noch erschwert wird (weshalb ich ein Freund von externer Elektronik bin), wobei ich inzwischen nur noch meine neue aus Eigenproduktion spiele, die solche Probleme eben nicht hat, bzw. bei der sie sich leichter lösen lassen (von den erweiterten Möglichkeiten durch mehr Saiten mal abgesehen).
War sie denn schonmal zur Wartung in der Geburtswerkstatt und wie alt ist sie inzwischen?
Wenn du im Raum Berlin unterwegs bist, könnte ich sie mir auch mal ansehen.