Drehleier Forum

Normale Version: Anfängerfrage zur Tastenanordnung
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Ich habe noch keine - aber beste Absichten.

Was bei mir auf Unverständnis trifft ist die Anordnung der Tasten.
Wenn die Melodiesaiten nicht umgestimmt werden, was ja wohl meist der Fall ist, könnte man doch die Tasten analog zum Klavier betrachten.
Doch warum liegen die Ganztöne weiter entfernt als die halben? Dadurch liegen sie auch in der Ebene höher als die Halbtöne - halt genau andersherum als beim Klavier zum Beispiel. Wäre es nicht viel einfacher zu lernen (wenn man schon mal auf einem Tasteninstrument gespielt hat) wenn die Tastenreihen vertauscht wären? Das man also weiter greifen muss um beispielsweise ein fis zu spielen anstatt zu verkürzen. Weiß nicht ob ich mich jetzt richtig ausdrücken konnte. Oder hab ich hier einen grundsätzlichen Denkfehler?

Desweiteren - die Tasten, die man am häufigsten spielt und die in der Anzahl sowieso schon mehr sind, haben die längeren Fähnchen. Bei Ungenauigkeiten im Tangentenkasten, Abnutzung vielleicht, entsteht doch sicher gewisses Spiel, welches die Tasten wackeln lässt oder dass sie sich etwas verdrehen. Das wiederum hat doch auf die Stimmung Einfluss. Bei den kürzeren Fähnchen dürfte er geringer ausfallen.
Warum ist das so? Andersherum, die meist gespielten nah bei den Saiten, wäre mir in zweierlei Hinsicht logischer. Oder?

Und überhaupt: Die Tasten müssen ja ein gewisses Spiel haben damit sie alleine durch die Schwerkraft zurückfallen können.
Gibt es da nicht Probleme mit der Stimmung bei den höheren Tönen und auch da verstärkt bei den Tasten mit den längeren Tangenten?

mit einem Gruß
von Ponticulus
1. Ob du für die diatonische Reihe nun 2 cm weiter greifst, ist im Grunde wurscht. Aber es ist wesentlich ergonomischer, die Finger zu krümmen, um Halbtöne zu spielen, als sie zu strecken. Probiers mal aus, nicht am Klavier, sonder mit den Fingern genau so gehalten, wie du es bei ner Drehleier hast. Wenn du streckst, musst du entweder die ganze Hand mitbewegen oder aber beim "normalen" Spielen die Finger immer gekrümmt haben, was sehr unvorteilhaft ist.

2. Ob die öfter bespielten Fähnchen jetzt länger sind oder nicht, ist meiner Meinung nach in der Praxis egal.


"Nah bei den Saiten" meinst du in Richtung oben/unten, oder? Weil sonst sind sie gleich nah.
Ich weiß dass einige Akkordeonspieler, die auch Drehleier spielen, sich extra eine Tastatur anders herum haben anlegen lassen, jeder Drehleierbauer hat dies ohne Aufpreis gemacht, wenn du also die Tastatur so haben möchtest, dann sprich den Hersteller darauf an und er wird es bestimmt machen. Ich finde diese Variante auch nicht schlecht, nur wenn du erstmal angefangen hast zu spielen, dann wird es dich sehr schnell nicht stören wie die Tasten sind und du guckst auch ohnehin nicht mehr auf die Tastatur beim spielen (man gewöhnt sich sehr schnell daran).

Gruß Hurdy
Ja, ich denke auch, man gewöhnt sich daran wenn man ausgibig übt, ist bei anderen Instrumenten ja auch so.
Aber warum sich das so entwickelt hat... Sind die Finger beim Spielen nicht immer gekrümmt? Auf Bildern, die ich mir jetzt angeschaut habe, liegt der Handballen auf dem Kasten. Da wären die Finger viel zu lang wenn sie nicht gekrümmt. In Natura hab ichs zwar auch schon gesehen aber nicht auf dieses Detail geachtet, war nur vom Klang verzaubert...


(19.02.2010, 01:05)Gerd schrieb: [ -> ]"Nah bei den Saiten" meinst du in Richtung oben/unten, oder? Weil sonst sind sie gleich nah.
Ja - ich stelle mir ja nur vor: Wenn die Taste auch nur ganz leicht drehbar ist, vergrößert sich dieses doch durch die Hebelwirkung und man hat an der Stelle der Saitenberührung gewisse Ungenauigkeiten die wahrscheinlich, besonders bei den hohen Tönen, hörbar sind.

Gruß
Afaik spielt man mit getreckten Fingern, ist deutlich entspannter und damit auch schnelller....
Und die Tasten mit den Ganutönen braucht man eben öfter, deshalb stehen die eben hervor...

MfG Björn
(22.02.2010, 17:04)BeamHo schrieb: [ -> ]Afaik spielt man mit getreckten Fingern, ist deutlich entspannter und damit auch schnelller....
Und die Tasten mit den Ganutönen braucht man eben öfter, deshalb stehen die eben hervor...

MfG Björn


Hallo Björn,
kannst Du bitte einmal ins Deutsche übersetzen:
- Afaik
- Getreckte Finger
- Ganutöne

Herzlichen Dank
Armin
(22.02.2010, 19:16)ArminSchwerdt schrieb: [ -> ]kannst Du bitte einmal ins Deutsche übersetzen:
- Afaik
- Getreckte Finger
- Ganutöne

- AFAIK ist die Abkürzung für "As Far As I Know"
- Getreckte Finger -> Gestreckte Finge
- Ganutöne -> Ganztöne
Asche auf mein Haupt...
Entschuldigt bitte meine Unachtsamkeit was meine Tipperei angeht...
Wird hoffentlich nicht wieder vorkommen....

MfG Björn
(22.02.2010, 22:20)BeamHo schrieb: [ -> ]Asche auf mein Haupt...
Entschuldigt bitte meine Unachtsamkeit was meine Tipperei angeht...
Wird hoffentlich nicht wieder vorkommen....

MfG Björn
Ich glaube nicht das das böse von Armin gemeint war Wink Vermutlich konnte er sich darauf wirklich keinen Reim machen. Rolleyes
Passt schon, er hat ja Recht...
Wenn jeder bisschen Sorgfalt beim Tippen walten lässt wird das lesen doch deutlich vereinfacht...

MfG Björn
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