Drehleier Forum

Normale Version: Louvet - Drehleiern und Harfen?
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Liebe Spezialisten für Barockinstrumente - weiß jemand von Euch, ob der Harfenbauer Louvet aus dem späten 18. Jh identisch mit dem Drehleierbauer Louvet aus der gleichen Zeit ist?

Neugierig, Merit ZLoch
Mir sind drei Instrumentenbauer des 18. Jahrhunderts mit Namen Louvet bekannt, die Drehleiern gebaut haben:

Pierre Louvet, 1698-1784 

Jean Louvet, ca. 1728-1793

Georges Louvet, aktiv 1733-1738 (weniger bekannt)

Ob und wer von diesen auch Harfen gebaut hat, lässt sich anhand der Fragestellung nicht beantworten. 
Jedenfalls wurden in den Werkstätten zahlreiche unterschiedliche Instrumente gebaut, wie man auf dem Kupferstich
"32. Luthier, Ouvrages et Outils" aus L'Encyclopedie v. Diderot u. D'Alambert (1751) sehen kann (Harfe ist auch dabei). Wäre sonst vermutlich auch nicht rentabel gewesen. Für weitere Einzelheiten müsste ich erst nachlesen. Bin aber kein Spezialist für Barockinstrumente.
Vielen Dank! Ich habe erstaunlicherweise auf dem Harfenforum schon einen Ausschnitt aus einem französischen Werk über Instrumentenbau aus dem späten 19. Jh. gepostet bekommen. Offenbar hat Jean Louvet sowohl exzellente Pedalharfen als auch Drehleiern gebaut - und er ist auch einer derjenigen mit den Orgelleiern....

Abgefahren!
Es hat mir einfach keine Ruhe gelassen... So bin ich beim Stöbern in dem schönen Band:

Instrumentistes et Luthiers Parisiens, XVIIe - XIXe siècles von Florence Getreau (Hg.), Paris 1988

auf das Kapitel "La harpe parisienne à la fin du XVIIIe siècle" von Joël Dugot gestoßen. 

Und siehe da, es ist unter anderem eine Pedalharfe von Pierre Louvet - sogar mit Foto - aufgeführt. Also auch er! Leider weiß ich nicht, ob ich die Passage wegen des Urheberrechts scannen und hier einstellen kann. 

Dagegen dürfte, wegen der kurzen Wirkungszeit von Georges Louvet, eine Harfe von diesem wohl schwerer aufzufinden sein, sofern er überhaupt welche gebaut hat.
Sehr interessant.
Da fragt man sich doch glatt, warum immernoch so selten Harfen in Kombination mit Drehleiern zu hören sind.
Sollte Interesse bestehen, kann ich den Aufsatz von Joël Dugot 

"La harpe parisienne à la fin du XVIIIe siècle"

gerne als E-Mail zum ausschließlich privaten Gebrauch zusenden. Kurze Mail an mich genügt. Das sollte urheberrechtlich unbedenklich sein, zumal die Schutzfrist nach meiner Erinnerung bei wissenschaftlichen Arbeiten nur 25 Jahre beträgt.

Gruß a.
Da besteht größtes Interesse - danke! Wie kommst Du zu dem Thema :-)?

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Viele Grüße, Merit Zloch
Hallo Merit,

du solltest Post von mir haben. Vorausgesetzt, dass ich deine Adresse korrekt dechiffriert habe und das PDF wegen der Größe noch durchgegangen ist. Falls nicht, bitte unbedingt Bescheid geben, dann komprimiere ich die Datei und schicke sie nochmal.

Gruß a.