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Finger unter Kontrolle bringen - Druckversion

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Finger unter Kontrolle bringen - svru - 27.07.2013

Hallo,

ich bin gerade am Lernen des Drehleierspiels, habe auch einen Lehrer, aber trotzdem etwas Mühe meine Finger, wenn sie gerade nicht eine Taste drücken, nah an dem Instrument zu halten. Er meinte, es wäre dann einfacher zu spielen und hat mir auch diverse Übungen gezeigt, aber vielleicht habt Ihr ja noch andere Ideen oder den ultimativen Tipp?!?

Ganz speziell, wenn ich mit dem kleinen Finger, dem Ringfinger und dem Mittelfinger spiele... der Zeigefinger wandert immer sonstwohin (leider immer weg von den Tasten)... ätzend. Wenn er das nicht tun würde könnte er sich schon die nächste Taste suchen (falls gegeben) und da warten, aber so kommt er aus der Entfernung zum Einsatz und trifft u.U. die Taste nicht (sauber)...


Sven


RE: Finger unter Kontrolle bringen - Marc - 27.07.2013

Prinzipiell gilt immer:
ganz langsam üben und gezielt auf die Finger achten

Nutzt du den Daumen als Handstütze auf dem Tangentenkasten?


RE: Finger unter Kontrolle bringen - svru - 27.07.2013

Ähm,

(27.07.2013, 19:20)Marc schrieb: Nutzt du den Daumen als Handstütze auf dem Tangentenkasten?

also jetzt so aus dem Stehgreif... keine Ahnung. Muß ich gleich mal checken.
...
Ja, also der Daumenballen liegt natürlich auf dem Tangentenkasten, der Daumen aber selbst will auch weg, wobei er aber nicht viel schafft,,,
Wenn ich ihn bewußt runterdrücke will der Zeigefinger genauso weg als wenn nicht... oder auf was willst Du hinaus?

(27.07.2013, 19:20)Marc schrieb: ganz langsam üben und gezielt auf die Finger achten

Werde ich beherzigen. Danke.


Sven


RE: Finger unter Kontrolle bringen - Marc - 27.07.2013

Also ich glaube was mir geholfen hat ist mit dem Daumen auf den Tangtenkasten zu bleiben.
Der Daumen ist wie eine Schiene der sich über den Tangentenkasten schiebt, wenn man die Hand bewegen muss.

Am besten schaust du dir mal Videos von guten Drehleierspielern an und hohlst dir so Anregungen:

http://www.youtube.com/watch?v=0nKH1K4hypY
http://www.youtube.com/watch?v=v1skRElB0mY
http://www.youtube.com/watch?v=YNjDUeDCAic
http://www.youtube.com/watch?v=TkcUaw2unYY

Ab und zu lohnt es sich nur die Daumenspitze auf den Tangenkasten zu legen und diesen als "Achse" benutzen, da man so den Radius der Finger erhöhen kann. So spart man sich ab und zu das hoch und runter fahren der Hand auf den Tangentenkasten.


ach ja und ganz wenig... Finger locker lassen!
Vielleicht ist das das Problem.

Wenn du die Finger in der natürlichen Haltung hältst - also locker- sind sie ja leicht gekrümmt. Wenn du verkrampfst spielst könnte es sein das sich dadruch dein vielleicht Zeigefinger streckt?


RE: Finger unter Kontrolle bringen - svru - 28.07.2013

Ok,

die Videos schaue ich mir in Ruhe mal an und melde mich dann wieder, auch zu Deinen anderen Anregungen (kann aber eine kleine Weile dauern).

Vielen Dank dafür, so komme ich bestimmt weiter. :-)


Sven


RE: Finger unter Kontrolle bringen - svru - 11.08.2013

Hallo Marc,

also nachdem ich mir die von Dir empfohlenen Videos angeschaut habe mußte ich feststellen, daß die Spieler es nicht viel anders machen als ich, d.h. die Finger (speziell Zeigefinger und der kleine Finger) wandern hier und da schön weit weg von den Tasten, fast so weit wie sie können. Tja, und trotzdem spielen alle so virtuos, daß ich mich frage wieso ich darauf achten soll, daß meine Finger eben sich nicht so weit entfernen weil ich ja dann schlechter die Tasten treffe... sagt mein Lehrer. Es stimmt ja auch, bloß bin ich dann schon der Meinung, daß man, wenn man es nur lange genug übt, jede Taste wie auch immer trifft, gerade dann wenn man mitten im Spiel für eine Einstellung oder auch Saitenzupfen die Hand komplett von den Tasten entfernt und dann wieder zurückführt um sofort weiterzuspielen (siehe Videos).

Nichtsdestotrotz, woran es liegt, daß sich die Finger entfernen... denke ich beim Lockerhalten ist das ja alles noch kein Problem, aber wenn eben dann einer der Finger auf eine Taste Druck ausüben soll - und die anderen nicht - gehen sie halt nun mal automatisch in die entgegengesetzte Richtung, wie als wenn sie noch einen Rückstoß geben könnten.


Sven


RE: Finger unter Kontrolle bringen - Elisa - 12.08.2013

Vielleicht musst du die Fingerunabhängigkeit allgemein ein bisschen trainieren... Hier eine Übung meiner ehemaligen Querflötenlehrerin, mit der ich mir in der Schule langweilige Unterrichtsstunden vertrieben habe Wink
Hand gewölbt auf den Tisch legen, so dass hinterer Handballen (fast schon der Übergang zum Handgelenk) und Fingerkuppen auf der Tischfläche liegen. Die Finger sollten dabei wie in der natürlichen Spielhaltung gerundet sein.
Dann einzelne Finger anheben und auf den Tisch klopfen. Das kann man in ganz verschiedenen Mustern und Patterns tun Wink
So kann man auch geziehlt den Muskel für den blöden Ringfinger trainieren. Den den zu heben, während alle anderen Fingerkuppen auf der Tischfläche aufliegen, kann ganz schön schwer sein Wink
Immer schön auf die Rundung der Finger achten...


RE: Finger unter Kontrolle bringen - svru - 14.08.2013

Danke Elisa,

die Übung kenne ich - und mache ich. Mittlerweile tuts der Ringfinger auch schon ganz gut allein (also ohne, daß sich die anderen Finger heben) und ich bin auch schon dazu übergegangen Musik bei Gelegenheit mit diesem und dem kleinen Finger abwechselnd mitzutippen, was auch nicht so ganz einfach ist (gerade die Schnelligkeit) wie mit Zeige- und Mittelfinger.

Krux bei der Sache ist, daß dabei der Druck auf die Tasten fehlt. Bzw. kann man das natürlich damit auch üben indem man einen Finger auf der Unterlage nicht nur aufliegen läßt sondern auch ein wenig drückt, eben so wie auf eine Taste. Das funktioniert auch ganz gut, leider an der Leier nicht mehr so toll... was aber auch wieder daran liegen könnte, daß ich mich an der Leier ja auch noch auf das Melodiespiel und die Schnarre konzentrieren muß. Oder meinst Du, daß ich in diesem speziellen Fall, meinetwegen mit der Hand nur wirklich lange genug üben muß bis es drin ist?
Ich meine, bald fahre ich in den Urlaub und kann da schlecht meine Drehleier mitnehmen; also bleiben die Fingerübungen. :-)


Sven


RE: Finger unter Kontrolle bringen - Marc - 14.08.2013

(14.08.2013, 00:15)svru schrieb: ... daß ich mich an der Leier ja auch noch auf das Melodiespiel und die Schnarre konzentrieren muß.

Du kannst dich beim üben/lernen nur auf eine Sache auf einmal konzentrieren. Du solltest alles was du üben möchtest solange Separat üben bis es automatisch funktioniert.

Ich würde erstmal Fingerübungen machen bis deine Finger das machen was du möchtest (ist langweilig, ich weiss). Du könntest das evt mit rumjammen kombinieren. Such dir einen Tonleiter aus und spiel irgendwas, aber nichts komplexes, irgend was was dir liegt worauf du nicht nicht konzentrieren musst. Dann ist es nicht mehr ganz so langweilig.
Konzentriere dich nur auf deine Finger.
Ansonsten machst du eben eine feste Tonabfolge.

Wenn sich das langsam automatisiert, kannst du gezielt an einer Melodie arbeiten. Sobald die Melodie sitzt kannst du gezielt für die Melodie eine Schnarre erarbeiten.
Sollte dir das Schnarren zur Melodie Probleme bereiten gilt auch wieder: Separieren. Dann würde ich die Schnarre für die Melodie gezielt ohne Melodie üben.


RE: Finger unter Kontrolle bringen - svru - 14.08.2013

Ok,

ich werde es beherzigen und mal schauen wie es läuft.

Ist wahrscheinlich kontraproduktiv mal eine Stunde nur die Finger zu üben und danach für eine Stunde (Zeitlänge ist jetzt völlig willkürlich gewählt) Melodie & Schnarre (was ich ja eigentlich schon ganz gut kann), oder was meint Ihr?
Weil, wenn ich jetzt für die Finger mal angenommen 2 Wochen brauche wird es wirklich langweilig, ob mit irgendeiner einfachen Melodie oder ohne... :-(

Danke aber auf alle Fälle nochmal für Eure Antworten! :-)


Sven