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Saiten - Heinz - 12.02.2010

Hallo,

da ich neu bin, einen schönen guten Tag in die Runde. Folgende Frage: Ich bin nicht sehr zufrieden mit dem Klang meiner Leier. Ich habe eine Gotschy Abraxas und spiele die beiden Melodiesaiten in G Oktaven. Die tiefe Saite ist Stahl umsponnen (ich denke mal es ist eine Geigensaite) und die hohe ist eine Darmsaite. Der Sound ist insgesamt ziemlich sägend. Ich hätte es gern etwas singender. Kann mir jemand Saiten empfehlen und mir auch mal sagen wo man sie bestellen kann. Ich würde gern mal etwas herumexperimentieren.
Ach, und noch eine Frage: Von oben aus der Sicht des Spielers betrachtet - sollte die hohe Oktavsaite oben und die tiefe unten oder genau anders herum aufgezogen werden?


RE: Saiten - ArminSchwerdt - 12.02.2010

Hallo Heinz,

herzlich willkommen im "Club"! Auf meiner älteren Drehleier habe ich auch zwei G-Melodiesaiten oktaviert, wobei die tiefe Saite die obere ist.
Das scharfe Geräusch, das du ansprichst, könnte daher rühren, dass der Saitendruck auf dem Rad zu stark ist. Wenn das der Fall ist, musst du die Saiten auf dem Saitensteg hinter dem Rad etwas mit Papier unterfüttern.

Wenn du zuviel Papier unterfütterst, kann es sein, dass dann ein anderer unerwünschter Effekt entsteht, es kommt zu einem Oberton. Dann also etwas Papier wieder runternehmen.

Am besten eignet sich gewachstes Papier, weil normales Papier evtl. Feuchtigkeit anzieht, was sich auf die Saiten auswirken könnte.


Gruß
Armin


RE: Saiten - Matthias - 13.02.2010

(12.02.2010, 16:13)Heinz schrieb: Ich habe eine Gotschy Abraxas und spiele die beiden Melodiesaiten in G Oktaven. Die tiefe Saite ist Stahl umsponnen (ich denke mal es ist eine Geigensaite) und die hohe ist eine Darmsaite. Der Sound ist insgesamt ziemlich sägend. Ich hätte es gern etwas singender. Kann mir jemand Saiten empfehlen und mir auch mal sagen wo man sie bestellen kann. Ich würde gern mal etwas herumexperimentieren.
Ach, und noch eine Frage: Von oben aus der Sicht des Spielers betrachtet - sollte die hohe Oktavsaite oben und die tiefe unten oder genau anders herum aufgezogen werden?

Helmut hat auf seinen Leiern normalerweise eine Savarez Viola G bei der tiefen Melodiesaite und bei der hohen eine Kirschner Darm D-3082 bzw. eine D-3085 das geht normalerweise auch ganz gut mit den Saiten.
Das dein Sound nicht gut ist und kratzt kann an der Watte oder an zu viel Kolophonium liegen. Immer nur ganz wenig Watte verwenden und mit dem Kolophonium am Anfang auch lieber etwas sparsamer umgehen.
Von der Anordnung der Saiten kenn ich das so das die Tiefen Richtung Bordun sind und die Hohen Richtung Schnarre.
Gruß
Matthias


RE: Saiten - Heinz - 13.02.2010

Ich dachte mir schon, dass das Ganze komplexer ist. Ich werde mal neue Saiten aufziehen und dann mit verschiedenen Höhen und Wattestärken experimentieren.

Interessant finde ich, dass Ihr Beide eine unterschiedliche Anordnung der hohen und tiefen Saite empfehlt. Da scheint es also noch Diskussionsbedarf zu geben.


RE: Saiten - BeamHo - 13.02.2010

Die Anodnung der Saiten sollte aus technischer Sicht völlig egal sein...
An deiner Stelle würde ich aber eher mit den vorhanden Saiten experimentieren, wenn das dann wirklich nicht zum anvisierten Ziel führt kannst du immernoch nach anderen Saiten Ausschau halten..

MfG Björn


RE: Saiten - ArminSchwerdt - 02.07.2010

Liebe Leierleute,

wer von Euch verwendet ebenfalls Savarez Saiten für die Drehleier und welche für Melodiesaiten, Schnarren, Mouche und Bordune.

Vorab besten Dank für Eure RückmeldungenSmile und


herzliche Grüße
Armin


RE: Saiten - ArminSchwerdt - 06.11.2014

Liebe Leiergemeinde,

ich möchte gerne wieder mal auf das Thema "Saiten" kommen und mal in die Runde werfen, welche Saiten von welchen Herstellern ihr benutzt.

Hat jemand von Euch vielleicht auch Erfahrung mit Larsen Saiten?

Ich selbst benutze derzeit folgende Besaitung:

G-Melodiesaite: Thomastik Vision VI02ST
Tiefe G-Melodiesaite: Thomastik Vision VI04W
D-Melodiesaite: Savarez Corelli Crystal RE-D-2 Forte Ref 732F

G-Schnarre: Savarez BRH 97
C-Schnarre: Kürschner D1116

C-Bordun: Savarez BFC 570
D-Bordun: Kürschner VKD 0400
G-Bordun: Kürschner VD 0300

Zu Tiefe G-Melodiesaite: Thomastik Vision VI04W:
Hier würde ich mir eine Saite wünschen, die noch dunkler und kraftvoller klingt in Richtung Cello.

Ich freue mich auf Eure rege Beteiligung zu diesem Thema.


RE: Saiten - Erwin - 06.11.2014

Hallo Armin!
Ich bin der Meinung, dass jeder Drehleierbauer versucht das Beste aus seiner Leier heraus zu holen, da doch die Kongruenz relativ groß geworden ist. Sicherlich wird aus Preisgründen auch mal auf eine nicht so gerade teure Saite wie Corelli zurückgegriffen. Die ist dann sicherlich Soundtechnisch aber nicht viel schlechter als eine Thomastik. Ich hatte meine Corelli G Saite gegen eine Thomastik Vision ausgetauscht. Der Klang war ungefähr der gleiche, die Ansprache der Saite war etwas besser, dafür hat sie nur halb so lange gehalten und das war es mir nicht Wert. Einen tieferen Sound bekommst Du damit sowieso nicht, da die Frequenz ja festgelegt ist.
Der Klang der Leier bleibt fast immer gleich. Damit meine ich eine Hilsmann klingt nach Hilsmann und eine Weichselbaumer nach Weichselbaumer da kannst Du auch noch so Experimentieren. Habe ich alles schon durch, und damit einen haufen Geld verschossen.


RE: Saiten - Irith - 09.06.2015

Die Leier lag den ganzen Tag über in einem sehr heißen und stickigen Zimmer; als ich versuchte, sie zu stimmen, riss die einzige Melodiesaite. Was kann ich jetzt tun? Ich habe keine Erstatzsaiten da und neu besaitet habe ich eine Leier noch nie.


RE: Saiten - Marc - 09.06.2015

Hallo,

wo ist denn die Saite gerissen? Je nachdem kann man sie vielleicht zusammen knoten (hast du ein Bild?).

Aber neu auf ziehen musst du sie auf alle Fälle.

Gruß

Marc