Leiern von Philippe Mousnier
#1
Hallo,
ich liebäugele momentan damit, mir eine Leier von Philippe zu kaufen, habe aber noch ein paar Fragen.
Momentan schwanke ich noch zwischen dem Modell Olive und Catrix B.

Hat denn jemand hier eines der beiden Modelle?
Bei dem Modell Olive würde mich interessieren, wie der klang so ist, wenn man akustisch damit spielt, denn auf der Webseite steht, dass sie halbakustisch ist. Wenn man damit eben nicht wirklich ohne Verstärker spielen kann, wäre das ein Ausschlusskriterium.

Und weiß denn jemand, ob Philippe Englisch spricht?
Ich kann selber kein französisch und das wäre dann ein ziemliches Hindernis.

In einem anderen Thread hat jemand geschrieben, dass er die Leiern so baut, wie er gerade will und sie dann erst verkauft. Weiß da jemand genaueres, ob er das immer noch so macht? Oder habe ich da einfach etwas auf der Website übersehen?

Lg Maurus
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#2
Hallo Maurus,

in meinen Beiträgen zum Thema 'Mousnier' sollten eigentlich alle Fragen beantwortet sein. Einfach Suchfunktion bemühen.

Mein letzter Stand ist, daß Philippe die Catrix überhaupt nicht mehr baut (außer, er hat seine Meinung schon wieder geändert). Die Olive ist in erster Linie für verstärktes Spiel konzipiert. Klangbeispiele (Videos) gibt's auf der Webseite.

Die 'Étude Haut de Gamme' ist einen nette Alternative, keine reine Übungsleier, vollwertiges Instrument, läßt sich gut noch aufrüsten.

Philippe nimmt sich seine Freiheiten in erster Linie bei der Optik, die technischen Features gehen schon überwiegend nach Kundenwunsch, abzüglich baulicher Einschränkungen, wie z.B. max. zwei Melodiesaiten. Er favorisiert allerdings seine elektrischen Leiern und ist der Meinung, man braucht keine drei Schnarren und Bordune, das kann man alles elektronisch regeln.

Er spricht auch nur wenig Englisch, man kann sich aber notdürftig mit ihm verständigen. Da seine Webseite aus Zeitmangel meist nicht sehr aktuell ist, ist es am besten, alles konkret bei ihm zu erfragen (auch die Preise!).

Optimal ist es, im Juli zum Chateau d'Ars zu fahren, da hat er immer einen Stand und Instrumente zum ausprobieren, heute allerdings (fast) ausschließlich elektrische Modelle. Und da sind auch noch jede Menge andere Drehleierbauer.

Gruß
Michael
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#3
Hallo Michael!

Vielen Dank für deine Antwort. Tut mir leid, dass ich erst jetzt antworte.
Ich denke, ich werde nächstes Jahr mal zum Chateau d'Ars fahren und mir seine Leiern anschauen. Das Modell Olive gefällt mir nach wie vor sehr und was ich so an Klangbeispielen mitbekommen habe, klingt es auch akustisch recht gut, aber das werde ich dann live eher abchecken. Wobei ich auch die Sachen die man da mit Verstärker anstellen kann echt cool sind..
Ich hätte noch eine Frage. Bei deiner Leier von ihm gab es ja einige Dinge die ausbessern musstest. Wie schaut es denn sonst mit deiner Zufriedenheit mit der Leier aus?
Ist die Qualität ansonsten gut?

Vielen Dank für deine Hilfe.
Lg Maurus
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#4
(27.07.2017, 22:37)Maurus schrieb: Hallo Michael!

Vielen Dank für deine Antwort. Tut mir leid, dass ich erst jetzt antworte.
Ich denke, ich werde nächstes Jahr mal zum Chateau d'Ars fahren und mir seine Leiern anschauen. Das Modell Olive gefällt mir nach wie vor sehr und was ich so an Klangbeispielen mitbekommen habe, klingt es auch akustisch recht gut, aber das werde ich dann live eher abchecken. Wobei ich auch die Sachen die man da mit Verstärker anstellen kann echt cool sind..
Ich hätte noch eine Frage. Bei deiner Leier von ihm gab es ja einige Dinge die ausbessern musstest. Wie schaut es denn sonst mit deiner Zufriedenheit mit der Leier aus?
Ist die Qualität ansonsten gut?

Vielen Dank für deine Hilfe.
Lg Maurus

Hallo Maurus,

ich schaue auch nicht jeden Tag hier rein ...

Auf Philippes Wunsch lag das Instrument in Ars erst mal bis zum Sonntag abend an seinem Stand im Festivalstaub, entsprechend ging erst mal gar nichts. Daheim erst mal Rad abgezogen und neu wattiert, war schon besser. Will ja auch erst mal etwas eingespielt werden.
Die Änderungen, die ich gemacht habe, waren ja überwiegend mein eigener Wunsch, bis auf Kleinigkeiten wie das klemmende Lager.
Beim Arbeiten habe ich allerdings den Eindruck bekommen, daß da kurz vor dem Festival sehr schnell und wenig sorgsam gebaut wurde, man könnte auch sagen, gepfuscht, und daß man sich für irgend so einen unbekannten Deutschen nicht so anstrengt, wie für einen Gregory Jolivet. Der Korpus ist nicht ganz symmetrisch, Leimstellen sind unsauber, Teile sind schief eingeleimt, die Mechaniken sind die billigsten, die es gibt (Plastik!). Er hat mir zwar eine neue zugeschickt, aber das Problem tritt nach und nach bei allen auf, daß sie beim Stimmen durchdrehen, weil sich die ganze Achse verschiebt und dann die Zahnräder nicht mehr ineinander greifen. Ich habe inzwischen eine ganze Packung nachgekauft und die Mechaniken zusätzlich abgestützt (die Achse verkürzt), damit die Hebelkräfte besser aufgenommen werden. Ein Glück, daß ich alles selber machen kann.
Inzwischen läuft die Leier einwandfrei. Es ist ja nur (!) die Haut de Gamme. Ich glaube nicht, daß er bei der Olive ähnlich schlampig arbeitet.

Ich finde seine Instrumente vom Klang her immer noch ausgezeichnet und mag eben seinen persönlichen Stil, was die Holzarbeit/Optik angeht. Durch meine Erfahrungen würde ich ihn aber nicht mehr vorbehaltlos weiter empfehlen.

Inzwischen spielt meine Lebensgefährtin die Mousnier. Ich muß sagen, obwohl ein älteres Modell, ist meine Weichselbaumer ein ganz anderes Kaliber, von den neuen Modellen ganz zu schweigen. Wenn ich mir Alex' neue anschaue - es gibt weltweit nichts besseres. Lieber auf die Olive noch 3000 - 4000 € drauflegen ...

Viele Grüße
Michael
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