Frage zu dieser Leier
#11
(09.11.2016, 00:24)Pan schrieb: Zur Weichselbaumer-Leier: Kommt ein bißchen drauf an. Klasse Instrumente und toller Klang (und er wird auch nicht umsonst als einer der Top-Leierbauer angesehen), haben aber häufiger so ihre Problemchen, wie Risse in der Decke etc.
Wenn du jetzt auf einmal mit dem Gedanken spielst, so viel Geld für eine richtige Leier auszugeben: Inwiefern hast du dich denn mit den verschiedenen Bauern auseinandergesetzt? Z.B. Walter Simons, Sebstian Hilsmann etc.?

Soweit ich weiß sind nur die Altos Leiern berühmt-berüchtigt für ihre risse in der Decke. Und ich glaube die baut er ja auch inzwischen nicht mehr.
Drehleiern kennen sehr wohl die Gesetze die Physik,
aber sie interessieren sich für diese nicht besonders.
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#12
(09.11.2016, 11:48)Marc schrieb:
(09.11.2016, 00:24)Pan schrieb: Zur Weichselbaumer-Leier: Kommt ein bißchen drauf an. Klasse Instrumente und toller Klang (und er wird auch nicht umsonst als einer der Top-Leierbauer angesehen), haben aber häufiger so ihre Problemchen, wie Risse in der Decke etc.
Wenn du jetzt auf einmal mit dem Gedanken spielst, so viel Geld für eine richtige Leier auszugeben: Inwiefern hast du dich denn mit den verschiedenen Bauern auseinandergesetzt? Z.B. Walter Simons, Sebstian Hilsmann etc.?

Soweit ich weiß sind nur die Altos Leiern berühmt-berüchtigt für ihre risse in der Decke. Und ich glaube die baut er ja auch inzwischen nicht mehr.

Ich habe eine Louvet von Weichselbaumer...und die hat auch Risse in der Decke. Außerdem sind schon einige Tangenten gerissen (eine sogar gebrochen), die Schrauben in den Fähnchen halten nicht mehr und der Melodiesteig ist total krum. Der Klang ist eigentlich schön, aber durch den krummen Melodiesteig stimmt die Mensur nicht mehr  Undecided  Außerdem stecken die Wirbel mittlerweile bis zum Anschlag in den Löchern und halten kaum noch. Ok...die Drehleier ist schon neun Jahre alt und ich habe sie gebraucht gekauft. Aber da ich nicht genau wusste, auf was ich achten muss und mich von dem Namen habe blenden lassen, bin ich nun doch etwas enttäuscht. Über 4000,-€ waren dann doch zuviel für das Instrument.
Wahrscheinlich werde ich sie bei Gelegenheit von Sebastian Hilsmann überarbeiten lassen.
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#13
Mal abgesehen davon, dass ich 4000 € oder mehr für das Instrument für völlig überteuert halte, will mir auch nicht einleuchten, weshalb Risse von Größe oder Bauform abhängen sollten. Bei Verwendung gut abgelagerter Tonhölzer, ordentlich verbaut und bei sachgerechter Handhabung durch den/die Spieler/in, sollten Risse eher die Ausnahme sein. Aber die frühen Irrtümer beim Kauf sind nach meiner Erfahrung auch die teuersten.
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#14
(09.11.2016, 00:24)Pan schrieb: Ja, bei der Gitarre gibts viele verschiedene Stimmung, aber auch da geht das Rumstimmen nur in gewissem Maße. Verstimmen um Sekunden und Terzen nach unten und oben sind häufig, aber eine Quinte kannst du "normalerweise" vergessen. Da brauchst du dann spezielle Saiten dafür und musst das Instrument entsprechend anpassen. Gerade Metal-Gitarristen stimmen gerne sehr tief - aber da sind die Gitarren dann auch drauf ausgelegt. Und ständig umstimmen kannst du auch nur, wenn du es dir leisten kannst, dass ständig Saiten reissen. Die machen häufige Rumstimmerei nicht so ewig lang mit. Hab mal eine Zeit lang mit verschiedenen Tunings experimentiert und das war dann auch so ziemlich das erste Mal, dass mir Saiten gerissen sind. Das kann man aber nicht mit dem Umstimmen bei einer Drehleier vergleichen (weil du hier dann vermutlich z.B. die Fähnchen stark anpassen musst etc. - es ist halt einfach ein anderen Instrument). Und wie gesagt geht es ja um eine Quinte, was ein ganz schöner Unterschied ist. Das mit der Schnarre würde schon gehen, ist aber nervig und eine Drehleier ist eh nicht so mega stimmstabil - mit sowas tust du dir keinen Gefallen.
Übrigens gibt es im Folk-Bereich auch viele verschiedene Geigenstimmungen Wink

Zur Weichselbaumer-Leier: Kommt ein bißchen drauf an. Klasse Instrumente und toller Klang (und er wird auch nicht umsonst als einer der Top-Leierbauer angesehen), haben aber häufiger so ihre Problemchen, wie Risse in der Decke etc.
Wenn du jetzt auf einmal mit dem Gedanken spielst, so viel Geld für eine richtige Leier auszugeben: Inwiefern hast du dich denn mit den verschiedenen Bauern auseinandergesetzt? Z.B. Walter Simons, Sebstian Hilsmann etc.?

Also, diese Weichselbaumer ist schon etwas älter, hab leider keinen Modellnamen. Ich wollte eigentlich nicht so viel ausgeben (haha), aber ein Leierhändler (der mir empfohlen wurde von mehreren Leuten) hat momentan eine Gotschy Phoenix da und die Weichselbaumer. Ich werde einfach mal hingehen und ein paar Leiern probespielen. 
Ich habe mich jetzt von der Idee mit der Ebay-Leier verabschiedet, da mir mittlerweile, umso mehr ich mich mit dem Thema beschäftige, die Qualitätsunterschiede klar werden. Und wenn ich mir schon so ein Instrument zulege, dann ein richtiges.

Zu den Rissen in der Decke: Mir wurde gesagt, das kommt nur im ersten Jahr häufiger vor. Da die Leier wohl schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, sollte das hier nicht mehr unbedingt passieren.

Kann mich nun (noch) nicht ganz entscheiden zwischen der Weichselbaumer und der Gotschy. Mit ersterer hätte ich natürlich länger meinen Spaß, da sie auch von den Saiten her besser ausgestattet ist. Wie gesagt, ich gehe einfach mal hin und schaue mir die Leiern genauer an.
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#15
Was ist das denn für ein Leierhändler? Ich hab noch nie von so jemandem gehört.
Zu den Instrumenten lässt sich so halt schwer was sagen. Welche Informationen hast du denn über sie?

@Marc: Wir wissen doch beide, dass das nicht das einzige Problem mit Weichselbaumerleiern ist. Wink

@Ursa: Meinst du mit gebrochnene Tangenten die Tasten oder die Fähnchen? Zumindest letzteres kann ja mal passieren...
Der Rest klingt aber nicht so toll Undecided
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#16
Also besonders viele Infos habe ich nicht, ein paar Bilder, die Anzahl der Saiten. Ich habe nicht mal Infos über die Stimmung.

... könnte man theoretisch statt einer G Schnarre einfach eine A Schnarre aufziehen als Saite? Geht das so einfach bei einer Drehleier?

Wenn ich mal fragen darf, welche Probleme gibt es denn sonst noch bei einer Weichselbaumer? Dann hab ich lieber eine Leier, die nicht sooooo toll klingt, aber dafür weniger Probleme hat... :Big Grin

Zum Baujahr kann ich auch nichts sagen, die Leier ist aber schon ein wenig älter, hat man mir gesagt.
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#17
Hm. Klingt für mich merkwürdig, dass du so wenig Infos hast. Poste doch zumindest mal die Infos die du hast. Ansonsten würde ich den (mir ehrlich gesagt etwas ziwelichtig erscheinenden*) "Leierhändler" um mehr und genauere Informationen bitten.

Zu den Weichselbaumer-Instrumenten: Die Instrumente selbst sind wohl bis auf die Deckenrissgefahr top (und gefallen mir persönlich auch klanglich sehr gut). Das Problem liegt eher darin, dass der Kundenservice wohl häufig stark zu wünschen übrig lässt, was gerade bei der Drehleier mit ihren ganzen typischen Problemen und Macken (die es auch bei den besten Instrumenten gibt) nicht gut ist. Ich habe schon viele aus diesem Grund sehr entäuschte Spieler/innen von Weichselbaumer-Instrumenten kennengelernt. Inwiefern Weichselbaumer überhaupt Kundenservice bei einem gebraucht gekauften Instrument anbietet, kann ich nicht sagen.

*: Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es sowas wie einen "Leierhändler" gibt. Dafür ist das Instrument einfach zu unbekannt/Nische, die Instrumentenbauer verkaufen ihre Instrumente  eigentlich immer direkt (und sind auch so ausgebucht, dass sie selbst quasi keine Instrumente vorrätig haben) und gehört habe ich von so jemandem auch noch nie.
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#18
Würde mich auch sehr interessieren, ob es um einen Händler (mir ist auch keiner bekannt) oder Instrumentenbauer geht, der vielleicht Drehleiern aus Inzahlungnahmen abgibt (gab es schon).

Ich weiß auch nicht wo das Problem liegen soll, einen Namen zu nennen. Es wirkt auf Außenstehende etwas mysteriös, um es mal neutral auszudrücken, dass nicht mehr Informationen vorhanden bzw. nicht gepostet sind.

Bei dem Namen Weichselbaumer fällt mir die Leidensgeschichte eines Japaners (oder US-Amerikaners) ein, die er anlässlich des Verkaufs eines Louvet-Nachbaus von W. W. bei eBay ausführlich und auch glaubwürdig geschildert hatte. War hier im Forum schon mal Thema, weiß nur nicht mehr wo. Sollte jedenfalls 9.000 $ kosten zzgl. Versand, dagegen sind die weiter oben genannten 4.000 € schon eine echte Occasion.
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#19
(09.11.2016, 22:21)Pan schrieb: Was ist das denn für ein Leierhändler? Ich hab noch nie von so jemandem gehört.
Zu den Instrumenten lässt sich so halt schwer was sagen. Welche Informationen hast du denn über sie?

@Marc: Wir wissen doch beide, dass das nicht das einzige Problem mit Weichselbaumerleiern ist. Wink

@Ursa: Meinst du mit gebrochnene Tangenten die Tasten oder die Fähnchen? Zumindest letzteres kann ja mal passieren...
Der Rest klingt aber nicht so toll Undecided

Leider sind es die Tasten
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#20
Also ich kann bisher fast nur positives über Wolfgang Weichselbaumer und seine Leier (in meine Fall eine Tenor)  berichten, die mir schon seit über 10 Jahren riesigen Spaß bereitet, und bis heute unerreicht im Bereich Klang und Spielbarkeit ist. Man muss auch dazu sagen, das seine Instrumente am meisten Resonanz haben, und das erreicht man eben nur durch eine sehr leichte Bauweise - das Risiko, dass hier auch eher mal etwas reißt, ist damit automatisch größer, gerade wenn man das Instrument am Anfang größeren Temperatur und Feuchtigkeitsschwankungen aussetzt...
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