Leidensbericht zu Drehleier aus dem Raum Schönbrunn
#1
Ich habe mir im Dezember 2015 eine Drehleier aus dem Raum Schönbrunn gekauft. Ausgeschrieben war sie in den Online Kleinanzeigen für 1.500,- Euro VB. Bekommen habe ich sie für 1.250,- Euro.

Unter handwerklichen Aspekten war sie gut gearbeitet, vom Aussehen war sie natur belassen und sehr ansehnlich. Lediglich als ich sie mit meinem Drehleierlehrer einrichten und stimmen wollte kam das bittere Erwachen. Laut Drehleierlehrer konnte diese Drehleier lediglich als "Dekostück" verwendet werden und war nicht spielbar.

Ich hatte danach einige Kontakte mit dem Instrumentenbauer, der sie mir verkauft hat. Bin mehrmals zu ihm gefahren, damit an der Drehleier nachgebessert werden konnte. Aber eine Verbesserung hinsichtlich der Spielbarkeit hat sich nie eingestellt. Nach einjährigem Trauerspiel wurde die Drehleier dann doch zurück genommen. Da zu diesem Zeitpunkt der Kaufpreis nicht zurück gezahlt werden konnte, habe ich einer Ratenzahlung zugestimmt. Hier erfolgte lediglich eine Rate, und irgendwann wurde von ihm der Kontakt abgebrochen. Ende April entdeckte ich, dass diese Drehleier wieder online angeboten wurde. Mitte Mai war dann die Anzeige nicht mehr vorhanden. Ob die Anzeige wegen erfolgtem Verkauf rausgenommen wurde weiss ich nicht, Geld habe ich jedenfalls bis heute nicht erhalten. Nun habe ich eine Anwältin mit hinzu gezogen.

Vielleicht ist dieser Bericht ja für den ein oder anderen hilfreich.
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#2
Wie soll der Bericht hilfreich sein, wenn niemand wissen kann wovon du sprichst.
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#3
(30.06.2017, 22:13)aXis schrieb: Wie soll der Bericht hilfreich sein, wenn niemand wissen kann wovon du sprichst.

Ich verstehe nicht, was Du meinst? Gelegentlich werden Drehleiern aus besagtem Raum angeboten (siehe Artikelstandort). Ich habe mir als Laie eine solche gekauft, aber diese war musikalisch nicht zu verwenden. Ich bin somit auf die Nase gefallen und habe nun Ärger. Darauf wollte ich hinweisen.
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#4
(30.06.2017, 22:28)nautilus schrieb:
(30.06.2017, 22:13)aXis schrieb: Wie soll der Bericht hilfreich sein, wenn niemand wissen kann wovon du sprichst.

Ich verstehe nicht, was Du meinst? Gelegentlich werden Drehleiern aus besagtem Raum angeboten (siehe Artikelstandort). Ich habe mir als Laie eine solche gekauft, aber diese war musikalisch nicht zu verwenden. Ich bin somit auf die Nase gefallen und habe nun Ärger. Darauf wollte ich hinweisen.

aXis bezog sich höchstwahrscheinlich auf den Namen des Bauers.
„Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme.“
Thomas Morus (1478-1535)
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#5
Ich würde gerne darauf verzichten, Namen zu erwähnen. Aber Google hilft einem mit Schönbrunn und Drehleier weiter.
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#6
In der Tat wäre der Name des Herstellers hilfreich. Aber nicht nur das. Auch eine Beschreibung der Probleme, der Bauform der Drehleier und im Idealfall noch Fotos hätten dem Leser Erkenntnisse gebracht. Die Berufsbezeichnung Drehleierbauer ist schließlich nicht geschützt, ebensowenig wie Drehleierlehrer, von dem man hier auch nichts liest, außer dass das Instrument nach seinem Dafürhalten nicht spielbar gewesen sein soll. Wenn es sich um einen seriösen Drehleierbauer handelt, sollte er ein spielbares Instrument verkaufen oder es je nach Mangel nachbessern. (Zumindest mir ist keiner bekannt, der über Kleinanzeigen seine Instrumente verkauft.) Mit den genannten Angaben jedenfalls könnte man seine Schlussfolgerungen ziehen und ggf. auf einen Kauf verzichten.
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#7
(01.07.2017, 00:23)aXis schrieb: In der Tat wäre der Name des Herstellers hilfreich. Aber nicht nur das. Auch eine Beschreibung der Probleme, der Bauform der Drehleier und im Idealfall noch Fotos hätten dem Leser Erkenntnisse gebracht. Die Berufsbezeichnung Drehleierbauer ist schließlich nicht geschützt, ebensowenig wie Drehleierlehrer, von dem man hier auch nichts liest, außer dass das Instrument nach seinem Dafürhalten nicht spielbar gewesen sein soll. Wenn es sich um einen seriösen Drehleierbauer handelt, sollte er ein spielbares Instrument verkaufen oder es je nach Mangel nachbessern. (Zumindest mir ist keiner bekannt, der über Kleinanzeigen seine Instrumente verkauft.) Mit den genannten Angaben jedenfalls könnte man seine Schlussfolgerungen ziehen und ggf. auf einen Kauf verzichten.

Wie erwähnt, der Hersteller ist mit den Informationen in diesem Thread bei Google zu finden.
Mein Lehrer ist Alex Zwingmann in Nürnberg.
Die technischen Probleme waren u.a. am Rad (Höhen- und Seitenschlag, Unebenheiten), die Tangenten (wackelten und kippten), die Fähnchen (der hohen Noten verklemmten sich mit ausgehangenen Saiten, waren aus dem 3D Drucker und sind gebrochen), ab der Hälfte der Tasten sind die Töne abgewichen, Saiten (u.a. der Verlauf, Bordunsaiten wurden stark umgelenkt, wenn Melodiesaiten ausgehangen waren, waren sie stark nach links gebogen, u.a. wurden Gitarrensaiten verwendet).
Es wurde durch den Verkäufer/Erbauer mehrmals nachgebessert. Mein Lehrer und ich haben andere Saiten aufgespannt, aber das Instrument lies sich einfach nicht spielen.
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#8
Jetzt kann ich mir immerhin selbst ein Bild machen, Danke! Nachbesserungen sind natürlich schwierig, wenn die Mängel beim Drehleierbauer Standard sind. Und manche Sachen behebt man am besten selbst statt sie lieblos vom Hersteller machen zu lassen. Zum Beispiel das Aufüttern der Führungen für die Tangenten ist vergleichsweise einfach und man lernt was dabei. Das Ganze selbstverständlich nur innerhalb gewisser Grenzen und soll auch keine Entschuldigung für den Hersteller sein. Fähnchen aus dem 3D-Drucker u. a. sind ganz klar ein "No go".

Es wird dich nicht trösten, aber nicht wenige Drehleierspieler haben in ihren Anfängen ähnliche Erfahrungen gemacht, auch ich. Dabei sind die heutigen Möglichkeiten, sich vor einem Kauf zu informieren deutlich besser als noch vor Jahren. Wenn ich die Kosten für alle meine Fehlentscheidungen addiere, komme ich auf einen Betrag, der dem Preis für ein gutes Instrument entspricht. Mindestens. Unter anderem habe ich einen Tausender für eine Anzahlung in den Sand gesetzt. Ganz zu schweigen von verlustreichen Weiterverkäufen. Trotz anwaltlicher Hilfe wirst du nach meiner Erfahrung wohl wenig Aussicht auf Erfolg haben und hast schlimmstenfalls die Kosten dafür zusätzlich am Hals. Aber egal wie das ausgeht, würde ich die Sache schonmal unter "Lehrgeld" verbuchen. 

Also viel Erfolg und mehr Recherche beim nächsten Kauf!
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