Kapos für Melodiesaiten
#1
Hallo zusammen,

bin gerade dabei, mich mit der Ausstattung meiner neuen Leier zu beschäftigen und bin dabei auf eine Fragestellung gestoßen, für die ich keine Antwort finden konnte. Und bevor ich meine Instrumentenbauerin damit belästige, frage ich lieber hier nach, damit zukünftige Betroffene auch was davon haben.  Smile


Um auf einer G/C Drehleier ohne Umstimmen auch in A/D spielen zu können, sind natürlich Kapos an Bordunen und Schnarren um je einen Ganzton nach oben sinnvoll. Die Frage, die ich mir stelle, ist: Sollte man dann auch für die Melodiesaiten Kapodaster einbauen und ist das überhaupt möglich? 
Relevant dürfte das ja vor allem beim Spiel von Staccato sein, da man ohne Kapo auf den Melodiesaiten dann den "falschen" Grundton spielen würde. Also g statt a. Oder hält man in solchen Fällen dann einfach die a-Taste gedrückt?
Die gleiche "Problematik" hat man ja unabhängig von Kapos auch, wenn man auf einer G/C Leier in c spielt (Tonart c, Grundton der Saite g). 


Also zusammengefasst lautet meine Frage: Sind Kapos an den Melodiesaiten generell möglich und sind diese überhaupt sinnvoll?

Ich hoffe, dass ich die Thematik einigermaßen verständlich dargestellt habe und mich jemand aufklären kann.   Big Grin
Antworten
#2
Kapos für die Melodiesaite sind möglich, da gibt's verschiedene Möglichkeiten. Häufig wird das über einen Schlitz hinten in der Taste gelöst, in den man dann bei gedrückter Taste einen Stift o.ä. reinschieben kann, der die Taste dann festhält. Eine "Low Budget" Lösung ist ein kleines Stück Kork innerhalb des Tangentenkastens bei gedrückter Taste zwischen Fähnchen und "Wand" des Tangentenkastens zu klemmen.

Die von dir beschriebenen Probleme stimmen auch so weit. Wobei das G in einer C-Tonart als Quinte recht unproblematisch ist. Ich muss gestehen, dass mich ein G in z.B. D auch nicht allzu sehr stört, aber ein Kapo kann schon helfen manche Sachen einfacher zu machen (z.B. bei einem Stück bei dem man häufig von einem hohen Ton zum tiefen A wechseln muss oder sowas).
Antworten
#3
Ah die Lösung mit dem Stift klingt logisch. Hatte mich schon gewundert, wie man in den ohnehin schon recht engen Tangentenkasten noch einen Kapo reinbringen soll. Aber so macht das Sinn. 
Das mit dem Kork ist natürlich auch eine schlaue Lösung. Wobei ich mir vorstellen kann, dass so das richtige Einstellen ohne Schnarrgeräusche o.Ä. schwerer fällt.
Beim Spiel in D ist das nochmal ne andere Sache, stimmt. Den allermeisten wird es zwar wahrscheinlich sowieso nicht besonders auffallen wenn der Grundton kurzfristig nicht passt. Aber wenn es die Option gibt, kann man ja auch gleich per Kapo die saubere Variante wählen. Smile
Ich werd mal nachfragen, mit wieviel Mehrkosten solche Kapos verbunden wären. Zur Not kann ich dann immer noch die Korklösung verwenden.  Big Grin

Danke erstmal!
Antworten


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste