Tonabnehmer für Drehleier
#1
Auf beigefügtem Video habe ich an der Bosch-Leier einen mir unbekannten Tonabnehmer entdeckt, der direkt an der Saitenhalterung angebracht werden kann und ein meiner Meinung nach gutes und natürliches Klangbild erzeugt.
Hat jemand von Euch eine Idee, wer der Hersteller davon sein könnte und woher dieser Tonabnehmer bezogen werden kann?





Vielen Dank vorab für Eure Beiträge hierzu.
[Bild: Startbild_gr.jpg]

Einzige Lautenleier aus der Werkstatt von Sebastian Hilsmann
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#2
(11.04.2019, 13:14)ArminSchwerdt schrieb: Auf beigefügtem Video habe ich an der Bosch-Leier einen mir unbekannten Tonabnehmer entdeckt, der direkt an der Saitenhalterung angebracht werden kann und ein meiner Meinung nach gutes und natürliches Klangbild erzeugt.
Hat jemand von Euch eine Idee, wer der Hersteller davon sein könnte und woher dieser Tonabnehmer bezogen werden kann?





Vielen Dank vorab für Eure Beiträge hierzu.

Hallo Armin,

Bist du sicher, das es sich dabei wirklich um einen echten Tonabnehmer handelt? Sieht für mich ein bisschen so aus wie die Piezo-Clip-TonAbnehmer für das Stimmgerät, die wir früher verwendet haben...

https://www.thomann.de/de/korg_cm_300_bk...c06a8b0e4f

Im weiteren Verlauf des Videos ist die Leier ja nochmal zu sehen, und da ist dieses Teil verschwunden.

Robert.
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#3
(12.04.2019, 14:42)robert@spielleut.de schrieb:
(11.04.2019, 13:14)ArminSchwerdt schrieb: Auf beigefügtem Video habe ich an der Bosch-Leier einen mir unbekannten Tonabnehmer entdeckt, der direkt an der Saitenhalterung angebracht werden kann und ein meiner Meinung nach gutes und natürliches Klangbild erzeugt.
Hat jemand von Euch eine Idee, wer der Hersteller davon sein könnte und woher dieser Tonabnehmer bezogen werden kann?





Vielen Dank vorab für Eure Beiträge hierzu.

Hallo Armin,

Bist du sicher, das es sich dabei wirklich um einen echten Tonabnehmer handelt? Sieht für mich ein bisschen so aus wie die Piezo-Clip-TonAbnehmer für das Stimmgerät, die wir früher verwendet haben...

https://www.thomann.de/de/korg_cm_300_bk...c06a8b0e4f

Im weiteren Verlauf des Videos ist die Leier ja nochmal zu sehen, und da ist dieses Teil verschwunden.

Robert.

Hallo Robert,

vermutlich hast Du recht, dass es sich um einen Piezo-Clip-Tonabnehmer handelt, der auch für ein Stimmgerät eingesetzt werden kann. Ich hatte mir vor einiger Zeit schon einmal so ein Teil gekauft und die Tonqualität hatte mich nicht überzeugt. 

Aber die Idee, den Tonabnehmer einfach am Steg der Drehleier zu befestigen und verstärkt weiterspielen, finde ich schon sehr verlockend. Und wenn dieses Teil auch erfolgreich und einfach an meinen Mandolinen / Mandolas befestigt werden kann, wäre ein echter Gewinn für mich.
Ich kämpfe in meiner Musikgruppe FOLKUSION immer gegen die lauten Instrumente Akkordeon und Nyckelharpa an.

Vielleicht meldet sich noch jemand aus dem Forum zu diesem Thema, was mich sehr freuen würde.

Vielen Dank für Deinen Beitrag!


Armin
[Bild: Startbild_gr.jpg]

Einzige Lautenleier aus der Werkstatt von Sebastian Hilsmann
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#4
Ich verwende zeitweise den AKG C411 Piezo Tonabnehmer. Den kannst du beliebig irgend wo hinkleben (am besten auf die Decke nahe dem Steg). Der Klang ist für einen Piezo ganz passabel und völlig rückkopplungsfrei wenn es mal lauter werden sollte.
https://www.thomann.de/de/akg_c411ph_mikro.htm

Einen "originalgetreuen" Klang kannst du bei der Piezo-Technik allerdings nie erwarten, es wird immer ein bisschen "technisch" klingen, das liegt einfach an der Natur dieser Technik. Den besten Live-Sound, der ziemlich "echt" klingt, bekommt man mit Kondensator-Mikros zum Anklippen - ich verwende hier ein Audio Technica Pro35  (siehe Bild im Anhang) - vom Klang her bisher das beste.
https://www.thomann.de/de/audio_technica_pro35r.htm

[Bild: Position_Mikro_Drehleier.JPG]
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#5
Irgendwas verstehe ich nicht. Das AKG C 411 PP ist lt. Beschreibung doch auch ein Kondenser?   Huh
Auch beim Frequenzumfang (Höhen) steht es besser da. Ob für den genannten Zweck Niere oder 8 besser sind, würde mich auch interessieren.
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#6
(13.04.2019, 04:28)aXis schrieb: Irgendwas verstehe ich nicht. Das AKG C 411 PP ist lt. Beschreibung doch auch ein Kondenser?   Huh
Auch beim Frequenzumfang (Höhen) steht es besser da. Ob für den genannten Zweck Niere oder 8 besser sind, würde mich auch interessieren.

Da hast du prinzipiell recht, das AKG C411 ist auch ein Kondensatormikrofon - allerdings im Gegensatz zum Audio Technica ein Körperschallwandler. Es wird direkt auf das Instrument geklebt und nimmt nur den Schall von der Oberfläche des Resonanzkörpers auf - das ist praktisch wenn man keine störenden Umgebungsgeräusche mit aufzeichnen will, beschränkt aber auch die klanglichen Möglichkeiten, da der eigentliche Sound eines Instrumentes nicht auf der Decke entsteht, sondern eigentlich erst in einiger Entfernung VOR dem Instrument. Deswegen sind hochwertige Clip-Kondenser wie das Audio Technica, die den Gesamtklang aufnehmen, immer die bessere Wahl, wenn es um originalgetreue Wiedergabe geht.

Der Frequenzgang des AKG C411 ist speziell auf akustische Saiteninstrumente abgestimmt. Der Klang des Instruments wir relativ unverfälscht und sehr natürlich wiedergegeben. Da akustische Instrumente an verschiedenen Punkten unterschiedlich schwingen, kann man je nach Schall-Abnahmepunkt die Klangfarbe variieren.
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#7
Danke für die Ausführungen, sehr anschaulich! So betrachtet, handelt es sich bei der Ausgangsfrage wohl tatsächlich um das Teil eines Stimmgeräts. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Melodiesaitenhalter klanglich der geeignetste Punkt zur Anbringung eines Mikros wäre.
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