Der richtige Saitenandruck oder doch das Kolophonium?
#11
Rasierklinge, Stanley-Klinge, scharfer Stechbeitel, whatever... irgendwas scharfes mit gerader Klinge auf den Korpus auflegen und am Rad drehen...
Oder wie richtet ihr ein Rad ab wenn die Oberfläche völlig kaputt ist?
Oder lasst ihr so Sachen alle vom hersteller machen?

MfG Björn
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#12
Also an das Rad habe ich mich bisher noch nicht mit Schleifpapier rangetraut, das mit Spiritus klingt auch nach einer guten Idee.

Im Buch "Die Drehleier - Feinstimmung und Warung" wird 600er Schleifpapier empfohlen. Da das Schleifpapier sein feines Korn hätte würde es nur das Kolophonium herunter nehmen ohne das Holz zu beschädigen, wenn man etwa 10 Sec dreht.
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#13
Was für mich mal wichtig zu wissen wäre, woran erkennt Ihr nach dem Entfernen des Kolophoniums, dass wirklich nichts mehr drauf ist?

Ich habe auch schon davon gehört, dass man die Oberfläche mit einem Messer abziehen soll. Aber da ich weder weiß was ich da genau tun müßte und (nach Murphys Gesetz) die Gefahr einer Kerbe besteht bin ich eigentlich ganz zufrieden, dass man Schleifpapier verwenden kann.
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#14
Was auch noch geht (vor Schleifpapier und Rasierklingen) ist ein Weinkorken. In der Mitte durchschneiden und mit der rauen Seite gegen das Rad drücken, nimmt auch einiges an Kolophonium weg.
Ist wirklich wahr, ich habs in meinen Träumen selbst gesehen!
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#15
Also das mit ner Klinge ist nun wirklich nicht soooo schwer...
Man nimmt eine flache Klinge mit gerader Schneide, legt die auf den Korpus auf, schiebt sie im korrekten Winkel leicht gegen die Steichfläche des Rades und dreht langsam am Rad. Halt so rum, dass das Rad an der Klinge nach unten läuft, die Klinge dabei halt noch bisschen an den Korpus drücken damit sie nicht abhaut...^^
Damit bekommt man
a) überschüssige Kolophonium gleichmäßig runter und hat
b) hinterher ein sauber rund laufendes Rad mit
c) absolut planer Oberfläche

Muss man natürlich bei ner fast neuen Leier nicht machen, da würde ich eher Spiritus und ein altes Leinentuch empfehlen, bei älteren Leiern hingegen kanns schon mal nötig sein, vor allem damit die Fläche wieder plan ist und die Saite vollflächig aufliegen kann.

MfG Björn
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#16
Auf die Idee mit dem Weinkorken kam ich auch bereits und benutze ihn generell nach dem Auftragen des Kolophoniums, um den Überschuss zu entfernen. Allerdings schneide ich den Weinkorken nicht auf, sondern verwende die vorhandenen geraden Flächen.

Gruß
Armin
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#17
Halloechen, bin ganz neu hier und spiele auch noch nicht so lange Leier aber ein Radproblem hatte ich auch schon. Ganz klassisch - habe jemanden was vorgespielt und bevor ich auch nur ein Wort rausbrachte, batsch mit dem Finger aufs Rad - ui, das ist aber schoen glatt!Angry Und das zwei Tage vor Abreise zum Zanfona Kurs. Also ich hab das Rad ganz vorsichtig mit 800er Schleifpapier fuer Holz abgezogen, mit einem nagelneuen Brillenputztuch gereinigt (kann man ueberhaupt gut gebrauchen) Kolophonium aufgetragen und mit einem Stueck Kernholz und schnellem drehen versiegelt. Klingt wieder einwandfrei!
Zum Thema Wattieren kann ich nur eines sagen:Ueben, ueben, ueben! Ich hab´zwar das Leiern erst seit Maerz angefangen, aber bin fest davon ueberzeugt das speziell das korrekte Wattieren mir schon einige neue graue Haare beschert hatBig Grin
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#18
Hallo Stine,

erst einmal willkommen in unserem Forum. Dann wollte ich Dir kurz mitteilen, dass ich Dein geschildertes Vorgehen als vorbildlich betrachte. Wink Damit ersparst Du Dir viel Ärger und Zeit.


Herzliche Grüße

Armin
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#19
Vielen Dank fuer das Lob,
ich muss aber gestehen, das ich in dem Workshop von Peter beim letzten Wochenendkurs in Bad Homburg viel gelernt habe. Ich bin zwar handwerklich nicht unbegabt, aber das rumwerkeln an der Leier ist ja doch ein wenig anders.
Also ich kann nur jedem Anfaenger empfehlen so einen Kurs zu besuchen, wenn er angeboten wird. Ich habe auch ein Buch mit Anleitung zur Pflege, aber es ist sehr hilfreich wenn man es auch gezeigt bekommt.
Stine
Die Drehleier ist ein Instrument mit dem man waechst - zusammenwaechst! Heart
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#20
Vielleicht noch eine kleine Anregung am Rande:
Mein Kolophonium-Block (Pirastro) ist in ein kleines Tuch geklebt. Dieses hat eine raue und eine eher feinere Seite. Ich benutze die beide Seiten auch zum nachpolieren des Rades. Funktionert super.

Ansonsten finde ich es sehr hilfreich bei einem neuen Kolophonium eine Ecke mit Schleipapier o.ä. anzurauen, dann kann man es leichter autragen.
I have three answers to the questions that I know are in the audience.
Answer number one: It's called a hurdy gurdy.
Answer number two: you turn the crank and run your fingers up and down the outside.
Answer number three: No, I do not have a monkey!
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