Guter Klang = Teures Ding?
#41
Wikipedia ist zwar immer eine Quelle die man mit Vorsicht genießen muss, aber die gute alte Wiki meint folgendes dazu:
Zitat:Jede Taste sitzt auf einer Schiebestange mit rechteckigem Querschnitt. Die Schiebestangen werden durch entsprechende Löcher quer durch zwei parallele Brettchen (Tangentenkasten genannt) geführt. Diese Brettchen sind so am Instrument befestigt, dass die Melodiesaiten parallel zwischen ihnen verlaufen und damit die Schiebestangen quer zu den Melodiesaiten.

Auf den Schiebestangen ist für jede Melodiesaite ein "Bund" befestigt. Beim Drücken einer Taste werden die entsprechenden "Bünde" gegen die Melodiesaiten gedrückt und dadurch die schwingende Länge aller Saiten zugleich verkürzt. Die "Bünde" einer Drehleier werden auch als Tangenten bezeichnet, weil sie die Saiten "tangieren" (berühren), oder als "Fähnchen", wegen ihrer traditionellen Form.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Drehleier
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#42
Ich kann dir "Die Drehleier - Handhabung und Spieltechnik" nennen, des weiteren kenne ich das so aus diverser Fachliteratur wie zum Beispiel dem Buch von Marianne Bröcker "Die Drehleier - Ihr Bau und ihre Geschichte" und verschiedenen Fachzeitschriften.

Im Prinzip ging es ja nur darum zu erklären wie ich das oben gemeint hatte. Es kann ja durchaus unterschiedlich bezeichnet werden. Schließlich gibts ja auch die verschiedensten Bezeichnungen für den Schnarrsteg und trotzdem meinen sie alle das selbe Ding.
I have three answers to the questions that I know are in the audience.
Answer number one: It's called a hurdy gurdy.
Answer number two: you turn the crank and run your fingers up and down the outside.
Answer number three: No, I do not have a monkey!
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#43
Ich hab - bis auf das Wikipediazitat gerade - noch nirgendwo gelesen, dass Tangenten und Fähnchen deckungsgleich verwendet werden würden. "Die Drehleier, Feinabstimmung und Wartung" habe ich zwar nicht, aber ich kann mich an meine Lektüre ganz gut erinnern und an den Aspekt nicht. Gemeinhin ist mir auch noch nicht begegnet, dass die Begriffe synonym verwendet wurden - zumindest nicht absichtlich, mir selbst ist das durchaus schonmal zu späterer Stunde rausgerutscht. Ich kenne es im exakten Gebrauch aber nur so wie Elisa.

@Ventrus: Ich kenne mittlerweile etwa sieben Allegros von Wolfgang Weichselbaumer, alle mit Elsbeertastatur. Zumindest da rappeln und klappern die Tangenten nicht. Für mich ist das ein recht deutliches Zeichen, dass man es mit dem Grandillwahn bei ansonsten sauberer Arbeit (die bei den Allegros zumindest an den Tangenten der Instrumente unbestreitbar ist) nicht so genau nehmen muss - ich war positiv überrascht. Leider sind die Allegros ja ansonsten kein Schnäppchen Wink

Viele Grüße,

Alex
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#44
@Alex

Das Buch "Feinstimmung und Wartung" sagt definitiv das Fähnchen Tangenten heißen und die Tasten ... Tasten Wink

Was nicht bedeuten soll das es falsch ist auch die Tasten Tangenten zu nennen. Elisa hat wohl genug Bücher wo dem so ist. Ich denke das die Begrifflichkeiten bei einem so traditionellen Instrument gerne verwischen.
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#45
Hehe, das hab ich wohl (heute gerade erst wieder die UB für Fernleihen genervt). Big Grin

Das Feinabstimmungsbuch ist aber auch von einem Deutschen mit geschrieben worden, oder? Der hat das nicht nur übersetzt? Sonst könnte es sich ja auch um einen Übersetzungsfehler handeln. Nur so rein hypothetisch. Will ja niemandem was unterstellen...

Aber trotz der ganzen Diskussion ist es klar welchen Teil der Leier ich gemeint hab, oder?
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#46
Nu,nu freilich. Was aber hieltet ihr davon: Die -nennen wir sie jetzt mal- Tasten, rund zu bauen und zwar aus Alu, oder so, mit einer Fräsung. Die müßten in Kunststoffbuchsen mit einer Nut verlaufen. Fräsung und Nut dienten nur dazu das sich die Taste nicht dreht. Die runde Taste ermöglichte eine super genaue Führung und Alu durch Kunststoff wäre Feuchtigkeitsunabhängig.
Wär das ne Idee?
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#47
und wenn sie sich dann auch nur um 1 mm nach links oder rechts drehen (da rund) ist schon alles verstimmt Wink
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#48
Begrifflich muss es eigentlich die (Holz- oder Metall-) Fähnchen meinen, tangere (lat.) = berühren, und letztendlich berühren nur diese die Saiten...

MfG Björn

Tante Edit meint:
Runde Tasten funktionieren prächtig, wenn man präzise Arbeitet kippeln die auch nicht mehr und nicht weniger wie rechteckige, quadratische oder sonstwie gebaut Tasten... auf die Präzision kommt es an...

MfG Björn
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#49
Geht gar nicht. Wenn man maschinell arbeitet wären ja auch bis zu 4 Nuten möglich.
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#50
(12.08.2010, 23:00)Firunew schrieb: Ich hab - bis auf das Wikipediazitat gerade - noch nirgendwo gelesen, dass Tangenten und Fähnchen deckungsgleich verwendet werden würden. "Die Drehleier, Feinabstimmung und Wartung" habe ich zwar nicht, aber ich kann mich an meine Lektüre ganz gut erinnern und an den Aspekt nicht. Gemeinhin ist mir auch noch nicht begegnet, dass die Begriffe synonym verwendet wurden - zumindest nicht absichtlich, mir selbst ist das durchaus schonmal zu späterer Stunde rausgerutscht. Ich kenne es im exakten Gebrauch aber nur so wie Elisa.

@Ventrus: Ich kenne mittlerweile etwa sieben Allegros von Wolfgang Weichselbaumer, alle mit Elsbeertastatur. Zumindest da rappeln und klappern die Tangenten nicht. Für mich ist das ein recht deutliches Zeichen, dass man es mit dem Grandillwahn bei ansonsten sauberer Arbeit (die bei den Allegros zumindest an den Tangenten der Instrumente unbestreitbar ist) nicht so genau nehmen muss - ich war positiv überrascht. Leider sind die Allegros ja ansonsten kein Schnäppchen Wink

Viele Grüße,

Alex

Elsbeere kenne ich aus eigener Anschauung nicht, ist offerbar aber auch ein Hartholz, mit dem man bauen kann.
Es ging aber auch eher darum klarzumachen, daß durchaus nicht nur die Korpusform für Wohlklang sorgt, sondern auch die Verwendung hochwertiger Materialien, aus den verschiedensten Gründen. Das macht eine gute Leier eben teurer .
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