Welche Leier ist die richtige Leier?
#1
Hallo erst mal und einen herzlichen Gruß an alle.
Ich bin neu im Forum und muß mich daher erst mal zurechtfinden.
Ich hätte auch gleich eine Frage an euch.
Ich spiele seit gut 7 Jahren auf Riedel Leiern. Bei Auftritten benutze ich meistens die große gotische Leier, -allerdings etwas aufgerüstet.
Ich finde die Instrumente vom Karl Riedel unglaublich robust und konnte sie bei nahezu jedem Wetter spielen. Auch vom Preis her fand ich sie ganz in Ordnung.
Allerdings kommt man spieltechnisch und mit gehobenen Ansprüchen irgendwann an die Grenzen der Instrumente.
Darum möchte ich nun aufrüsten.
Ich habe ja schon bei der Liste der Instrumentenbauer gestöbert, aber finde es recht mühsam jeden einzelnen, der keine Seite hat, anzuschreiben.
Die Leiern von Sebastian Hilsmann finde ich sehr gut, in der Verarbeitung und von den Einstellmöglichkeiten her - allerdings gefällt mir da die Form nicht so und er ist einfach sehr weit weg von mir (PLZ 98)
Hat jemand einen Tip für mich?
Bei der Gelegenheit kann ich ja gleich ankündigen das eine kleine Berchtesgadener Leier zum Verkauf steht. Die stell ich aber noch mal in den Marktplatz.
Leiergeier
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#2
Das kommt ganz darauf an was du suchst.
Eine gute Möglichkeit ist auch hier einmal durch die Galerie hier im Forum zu schauen. Ich war eben mal auf deiner Homepage... wahrscheinlich suchst du die Leier auch für deine Auftritte, oder? Dann bist du ja in der Wahl der Korpusform auch ein bisschen eingeschränkt, oder ist dir das egal?
I have three answers to the questions that I know are in the audience.
Answer number one: It's called a hurdy gurdy.
Answer number two: you turn the crank and run your fingers up and down the outside.
Answer number three: No, I do not have a monkey!
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#3
Tja zu modern darf sie freilich nicht aussehen, aber wichtig ist das sie mir gefällt. Eine Lautenleier solls nicht werden, da der Korpus recht empfindlich und sehr teuer ist. Die Form der Marie-Louise von Simons oder die Louvet von Dahms fände ich ganz schön, wobei mir auch die Formen der Riedel Instrumente ganz gut gefallen. An technischen Merkmalen stelle ich mir vor: Die Fähnchen sollten aus Metall sein und sowohl seitlich als auch längs verstellbar. Das Rad weder aus Vollholz noch aus Kunststoff. 2-3 Melodiesaiten und genialerweise solche Feinstellschrauben am Steg wie bei den Hilsmann Leiern.
Tonabnehmer brauch ich nicht unbedingt. Preis sollte nicht über € 3000 liegen.
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#4
(10.08.2010, 19:09)Leiergeier schrieb: Preis sollte nicht über € 3000 liegen.

Bei drei Melodiesaiten und maximal 3.000 Euro bist du vermutlich bei Helmut Seibert gut augehoben. Er baut echt gute Leiern, aber er ist kein zweiter Weichselbaumer Wink
Auch wenn ich dir zu Sebastian raten würde, sofern du dich mit der Korpusform der Vivace anfreunden kannst (Farbe ist ja frei wählbar). Metallfähnchen sind inzwischen bei Sebastian Standart und soweit ich weiß im Preis inbegriffen.
Wenn dir aber die Marie-Louise so gut gefällt, dann ruf doch den Walter-Simon an und frage was eine Leier nach deinen Vorstellungen bei ihm kosten würde. Walter-Simon soll auch ausgezeichnete Drehleiern bauern.

Meine Empfehlung ist fahre zu den Bauern die bei dir in die engere Auswahl kommen und schau dir ihre Leiern vor Ort.
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#5
Ja zu Sebastian Hilsmann tendiere ich auch. Jedenfalls von der Ausstattung her. An den Korpus müßte ich mich halt gewöhnen. Oder baut der auch andere? 500 Euro hin oder her sollen bei so einer Anschaffung nun auch nicht das Kraut fett machen. Ist denn der Walter Simon
auch schon so weit in der Technik? Blöderweise sind weder Hilsmann noch Simon um die Ecke und ich meine: Wenigstens zwei Besuche sind nötig.
Wie sind denn -unter meinen Gesichtspunkten- die Leiern vom Dahms aus Wittenberg?
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#6
Walter Simons Leiern sind technisch einwandfrei. Wenn dir die Form gefällt solltest du dir die definitiv genauer anschauen!
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Answer number one: It's called a hurdy gurdy.
Answer number two: you turn the crank and run your fingers up and down the outside.
Answer number three: No, I do not have a monkey!
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#7
(10.08.2010, 19:09)Leiergeier schrieb: Tja zu modern darf sie freilich nicht aussehen, aber wichtig ist das sie mir gefällt. Eine Lautenleier solls nicht werden, da der Korpus recht empfindlich und sehr teuer ist. Die Form der Marie-Louise von Simons oder die Louvet von Dahms fände ich ganz schön, wobei mir auch die Formen der Riedel Instrumente ganz gut gefallen. An technischen Merkmalen stelle ich mir vor: Die Fähnchen sollten aus Metall sein und sowohl seitlich als auch längs verstellbar. Das Rad weder aus Vollholz noch aus Kunststoff. 2-3 Melodiesaiten und genialerweise solche Feinstellschrauben am Steg wie bei den Hilsmann Leiern.
Tonabnehmer brauch ich nicht unbedingt. Preis sollte nicht über € 3000 liegen.

Hallo Leiergeier,

Sebastian Hilsmann baut auch historische Drehleiern nach PAJOT fils. Gerade kürzlich hatte er eine auf dem Festival auf Chateaux d'Ars bei La Chatre dabei und sie klang ganz toll.
Vielleicht verkauft er sie Dir zum Sonderpreis. Rufe ihn einfach mal und grüße ihn ganz herzlich von mir.

Ausgestattet ist sie mit 3 Chanterelles mit Metallfähnchen, 2 Schnarren, 3 Bordune, 6 Resonanzsaiten und Tonabnehmersystem.
Aber er baut dieses Instrument auch mit 2 Melodiesaiten.

Es würde mich sehr freuen, wenn mein Beitrag Dir weiterhelfen konnte.


Herzliche Grüße
Armin
[Bild: Startbild_gr.jpg]

Einzige Lautenleier aus der Werkstatt von Sebastian Hilsmann
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#8
Wenn du die Gleiche gesehen hast wie ich in Rudolstadt dann ist sie für mich nicht bezahlbar. Aber trotzdem komme ich wohl immer mehr in Richtung Hilsmann. Kann mir vielleicht noch jemand sagen ob der Walter Simon per mail zu erreichen ist ?
Ich danke euch allen für die Tips und freue mich über jeden Weiteren.
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#9
ja ist er
simons-drehleier@t-online.de

Ich früchte du wirst kaum eine Drehleier wie die PAJOT fils für 3000 Euro bekommen. In guten Drehleiern steckt wahnsinnig viel
Arbeit, daher sind die auch so teuer.
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#10
Das ist mir natürlich klar und wenn man den Preis einer guten Fender oder Gibson- Klamfe sieht, die noch dazu industrieell gefertigt wurde, dann ist der Preis für ne Leier schon ok.
Ich habe ja auch so meine Vorstellungen. Die Welle soll auch Kugelgelagert sein.
Andererseits soll meine Berchdesgadener Leier die 1790 gekostet hat schon noch 1500 bringen.
Sprich: Der Preis ist nicht das Allentscheidente aber man muß sich ja so ungefähre Grenzen setzen. Die to
Irgendwie hat der PC gesponnen. Hier noch mal meine Antwort:
Das ist mir natürlich klar und wenn man den Preis einer guten Fender oder Gibson- Klamfe sieht, die noch dazu industrieell gefertigt wurde, dann ist der Preis für ne Leier schon ok.
Ich habe ja auch so meine Vorstellungen. Die Welle soll auch Kugelgelagert sein.
Andererseits soll meine Berchdesgadener Leier die 1790 gekostet hat schon noch 1500 bringen.
Sprich: Der Preis ist nicht das Allentscheidente, aber man muß sich ja so ungefähre Grenzen setzen. Die tolle Leier vom Sebastian sollte aber über 8000 Euro kosten und das kann ich nun wirklich nicht bezahlen. Danke für die Mailadresse.
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