Meinungen über Dinge
#1
Da ich Anfänger bin eine Frage, ist Leier in C und G-Dur spielbar ?
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#2
Lerre Seite ist die Unterquart g, also ist der Grundton C, ergibt C-Dur auf der unteren Tastenreihe...

MfG Björn
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#3
Du kannst auch in G spielen, wenn du den Umstimmer der C Schnarre umlegst -also auf D. Oder wenn du den G Bordun mit dem Umstimmer auf A stimmst, kannst du mit den unteren Tasten in A dorisch spielen, der Grundton ist dann nicht die Leersaite sondern die erste gedrückte Taste. Natürlich verändern sich dann die Fingersätze. Wenn du musikalischer Anfänger bist, hast du damit erst mal genug zu tun. Es gibt aber noch mehr Möglichkeiten. Du kannst die Melodiesaiten auch auf F runterstimmen. Mit dem Höherstimmen der Melodiesaiten wäre ich allerdings vorsichtig. Die Möglichkeiten verschiedene Tonarten mit der klasischen G Besaitung zu spielen, sind bestimmt auch schon mal irgenwo im Forum ausführlich diskutiert worden. Stöbere einfach mal.
Gruß Jürgen
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#4
(11.12.2010, 02:11)BeamHo schrieb: Lerre Seite ist die Unterquart g, also ist der Grundton C, ergibt C-Dur auf der unteren Tastenreihe...
MfG Björn


mahlzeit!
der ton der leeren saite hat da nix zu sagen. du kannst auf ner chromatischen tastatur jede beliebige tonart, die im umfang der tastatur liegt, spielen. bei nem leeren g hat man bis zum fis mindestens ne volle oktave für jede beliebige tonart. und wenn du nur diatonisch auf der unteren tastenreihe spielst, hast du immernoch sämtliche kirchentonarten zur verfügung. die einschränkungen durch die bordune sind ne andere sache.

grüsse
Ron

Drehleierspielen muss nicht sch...e klingen....
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#5
Ein ganz klaren nein!
Eine Drehleier ist ein Borduninstrument und ein solches ist reintönig und nicht temperiert gestimmt!
Und ein reintönig gestimmtes Instrument kann man nunmal nur in der Tonart spielen, in der es gestimmt ist. Zumindest wenns tonal stimmen soll.
Dann kann man noch so die ein oder andre Tonart spielen, bei der die Abweichungen der Töne sich noch in Grenzen halten. Ab einem gewissen Punkt wirds tonaler Murks.
Also einfach alles spielen, nur weil man die die gesamte Chromatik hat, klappt eben nicht.
Dazu kann ich dir auch gerne ne Rechentabelle für die reintönige Stimmung schicken...da kann man bisschen rumspielen um zu sehn, wie sich die Abweichungen verhalten.
Und es haben sich nunmal bei uns zwei Stimmungen etabliert, einmal Grundton C mit leerer Seite G und dann noch Grundtton G mit leerer Seite D. Richtung Osteuropa ist das Ganze natürlich erweiterbar, aber hier eher weniger relevant.

MfG Björn
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#6
deswegen sagte ich: die einschränkungen durch die bordune sind ne andere sache.

wenn du so auf die reine stimmung pochst, dann müsste ein dis ein dis und ein es ein es sein, d.h. es müssten zwei tasten für die beiden töne vorhanden sein (wie z.b. bei einer enharmonischen gitarre, da haste für jeden ton nen eigenen bund). sind sie aber nicht, weil man die differenhen, die aus dem pythagoräischen komma resultieren. bei einer gut eingerichteten leier durch mehr oder weniger tastendruck nach gehör ausgleichen kann. (wie gesagt, alles ohne bordune) man kann also wirklich jede tonart spielen.
man kann mit diesen musik-theoretischen sachen gut argumentieren, aber gerade bei der leier sieht die praxis etwas anders aus.
aber was will man machen, wenn unsere erkenntnisse nicht deckungsgleich sind...
btw: die rechentabelle brauch ich nicht, ich hab die formeln im kopf.
grüsse
ron

ps: das sprengt aber auch den thread. wär mal was für nen eigenen.
Drehleierspielen muss nicht sch...e klingen....
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#7
Also ich spiele auch in anderen Tonarten und das geht gut!
Beispielsweise: auf den G-Saiten in A (mit/ohne Schnarren/Bordune und Kapodaster) oder auf den D-Saiten in E (ebenfalls mit/ohne Schnarren/Bordune und Kapodaster).

Gruß
Armin
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#8
Da geb ich Björn recht, aber experimentieren ist erlaubt.
Eine Melodiesaite umstimmen ist bei einer Drehleier immer blöd, so als ob man an einen Dudelsack eine falsche Spielpfeife macht.
Wenn die Bordune es zulassen muß man diese auch umstimmen und die Tastatur ist nunmal in Halbtöne und Ganztöne aufgeteilt und dann umdenken ob nicht gerade der Halbton ein Ganzton ist, finde ich bescheiden.
Man stimmt ein Klavier ja auch nicht höher und spielt dann ein Halbton da wo ein ganzer sitzt bzw. umgekehrt.
Machbar ist es aber mit ein paar Kompromissen.

Gruß Hurdy
Paralell Schreiben Dodgy
Cool The start and stop technology on hurdy-gurdy Cool
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#9
Naja, die Einschräkung kommt eben nicht von den Bordunsaiten, sondern von der Position der Fähnchen...
Das Pythagoräische Komma ist natürlich so ne Sache, da muss man siche ntscheiden auf was man verzichten will/kann bzw. man geht eben Kompromisse ein.
Natürlich kann man je nach Leier die ein oder andere Tonart mit gewissen Zugeständnissen spielen, nur gehn die einen eben besser und andere schlechter...
Natürlich kann man in gewissem Rahmen auch über den Tastendruck usw ausgleichen, aber irgendwo sind eben auch Grenzen gesetzt.
Borduninstrument bleibt eben Borduninstrument.

MfG Björn
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#10
Baut Walter Simons nicht Umstimmer für die Melodiesaite ein?
Hat da jemand Erfahrungen mit?
I have three answers to the questions that I know are in the audience.
Answer number one: It's called a hurdy gurdy.
Answer number two: you turn the crank and run your fingers up and down the outside.
Answer number three: No, I do not have a monkey!
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