Reinigen der Leier / Pflege der Leier
#21
Habe gerade mal ein bisschen gegoogelt. Da stehen verschiedenste Sachen.
Von Reinigunsflüssigkeiten, die man im Fachhandel bekommt, über speziellen Spiritus, bis hin zum sogenannten "Miracle Tuch".
Keine Ahnung was davon für die Leier passt. Aber mit Flüssigkeiten bin ich immer vorsichtig. Da kann man echt viel kaputt kriegen.
Zum Beispiel die Mechanik einer Querflöte mit Flüssigsilberpolierzeug (Hat mir der Flötenhändler meines Vertrauens erzählt).
Ich hab für meine Flöte ein spezielles Mikrofasertuch für Instrumente. Das funzt auf der Flöte super, weil es sogar die Fettdatscher von den Fingern abnimmt, und es ist waschbar und danach wieder richtig sauber.
Hab damit gerade mal über die Leier gewischt und bilde mir ein, dass die dunklen Holzteile jetzt wieder mehr glänzen als vorher ...
I have three answers to the questions that I know are in the audience.
Answer number one: It's called a hurdy gurdy.
Answer number two: you turn the crank and run your fingers up and down the outside.
Answer number three: No, I do not have a monkey!
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#22
Also wenn ich jemanden auf ner Geige oder nem Cello richtig abgehen sehe, dann staubt das Kolophonium richtig heftig vom Bogen. Und ich hab das auch schön öfter auf Geigen gesehen.

Mit Flüssigkeiten welcher Art wäre ich auf dem Leierkorpus auch extrem vorsichtig. Das trau ich mich nicht. Aber das mit dem Tuch klingt ganz interessant.
Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden!
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#23
Liegt vielleicht daran, dass die Geiger bei unseren Musicals nie die Gelegenheit hatten richtig abzugehen. Big Grin
Stelle mir gerade Vanessa Mae angeleuchtet und umgeben von einer Staubwolke vor. -hehe-
Welches Tuch meinst du jetzt? Das "Miracle"? Das gabs online in irgendso nem Shop.
Die werben besonders damit, das hartnäckige Kollophoniumreste dadurch beseitigt werden können.
Hier findt sich eine Anleitung und der Link zum Shop.

Mein Mikrofaser Instrumententuch ist von Jupiter und ganz normal im Musikladen zu beziehen. Es ist hellblau und hat eine leichte Noppenstruktur. Wie gut das gehen Kollophonium hilft weiß ich nicht. Hab meine Leileiher noch nicht so verdrecken lassen Big Grin
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#24
Ne, meinte das normale Instrumententuch, das Du auch hast. Ich hatte bisherf auch noch keine Probleme mit Kolophoniumstaub auf dem Korpus. Liegt aber vielleicht auch am flüssigen Kolophonium.
Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden!
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#25
Ich habe mir gestern ein Microfasertuch aus dem Musikgeschäft gekauft.

Es entfernt den Staub visuell ganz gut, aber die Stellen wo einmal der Staub war sind dann etwas klebrig.

Womöglich schafft hier das Miracle Tuch Abhilfe, aber es werden bei diesem Tuch angeblich irgendwelche chemische Mittel eingesetzt die dazu auch noch höllisch stinken sollen.

Quelle: http://www.epid.de/forum/index.php?actio...HPSESSID=b
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#26
Ich weiß ja jetzt nicht ob Geigen nicht irgendwie speziell lackiert sind. Und da hast ja so ne schöne Seibertsche Leier in Naturholzoptik, könnte mir denken, dass die Chemikalien vielleicht sogar das Naturholz angreifen könnten.
Bin immer vorsichtig bei in Chemie getränkten Dingen und Instrumenten.
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#27
Über unseren Instrumenten ist Schelllack drüber, aber ich hab mal ne Freundin von mir angemailt die spielt schon seit jahren Cello die hat auch Schellack wie die ihr Kolophonium usw weg bekommt.
Ich wohne lieber am Busen der Natur als am Arsch der Welt.

Eine Frage die viele Leute beschäfftigt:
Wenn man einen Schlumpf würgt welche Farbe bekommt er dann?!?
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#28
Vorsicht mit alkoholhaltigen Reinigungs(wunder-)mitteln, die greifen Schellack an. Moderne Nitrolacke ertragen das vielleicht aber ich würde trotzdem nur ein normales weiches Staubtuch verwenden. Für die Ecken nimmt man am besten einen weichen Pinsel.

Andreas
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#29
Schellack ist in Spiritus bzw. Alkohol gelöster Läusekot, klingt ekelig ist aber so.
Man kann Schellack auch in Plattenform kaufen und selber lösen, wenn man diesen Lack wieder entfernen möchte, macht man dass mit einem speziellen Lösungsmittel für Schellack, dieser ist aber nix anderes wie reiner Alkohol, also Finger weg von allem was Alkohol enthält.
Wenn man Schellack richtig auftragen kann, kann man so auch wieder Lackschäden entfernen.
Die meisten Drehleierbauer nehmen Schellack oder Hartöl, beides verträgt keinen Alkohol.
Moderne Lacke verwendet glaub ich Gotschy, ich bin mir aber nicht ganz sicher, da würd ich aber auch nicht mit sowas dran gehen, die Oberfläche wird stumpf oder der Lack verliert an Widerstandsfähigkeit.

Also wenn man reinigen möchte, dann lieber trocken putzen oder ein reinigungsmittel wie ich oben beschrieben habe verwenden.
Im Gitarrenhandel, gibt es Politur für Gitarrenoberflächen, sowas gibt es für jedes Instrument, ob dass was taugt weiß ich nicht.
Man darf auch niemals das Zeug direkt auf die Leier sprühnen, die Tasten können verkleben, die Wirbel funzen nicht mehr richtig und was wenn das Zeug ans Rad kommt?

Wischen, Pinseln oder mit leichten Luftdruck entfernen spart viel Arbeit und Ärger.

Jedes Streichinstrument welches in irgend einer Weise mit Geigenharz die Saiten anstreicht, bekommt zwangsläufig das Zeug ab, egal ob Geige, Cello oder Schlüsselfiedel.
Die Instrumente unterscheiden sich aber darin, dass man bei der Reinigung nicht an den Bogen kommt und dass ist bei einer Drehleier schwer.

Gruß Hurdy
Cool The start and stop technology on hurdy-gurdy Cool
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#30
Läusekot? Das wusste ich nicht. Find ich jetzt zu 90% sehr faszinierend und zu 10% ekligTongue
Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden!
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