Krachen beim spielen
#1
mal eine Frage an die Experten unter Euch:

Als Anfänger klingen die gespielten Töne ja meistens noch etwas krachig.

Am WE habe ich dann mal festgestellt, wie meine Leier klingt, wenn jemand spielt der schon Fingergefühl hat.

Was macht Ihr für Übungen um eben dieses Fingergefühl für die zu spielenden Töne zu erhalten?
Der Optimist wandelt auf Wolken, unter denen der Pessimist Trübsal bläst....
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#2
Du solltest versuchen mit möglichst entspannten Fingern zu spielen.
Wenn du die Finger krümmst, so als würdest du nach etwas greifen, werden sie steif und du wendest Kraft auf. Der Unterarm wird dabei "hart".
So kannst du nur schwer den richtigen "Druck" finden.
Wenn du die Finger locker über die Tasten "hängen lässt" kannst du schneller und mit mehr Gefühl spielen. Der Unterarm ist dabei locker.

Als Übung : Die Hand locker auf einen Tisch legen und dann versuchen, der Reihe nach mit den Fingern zu klopfen. Dabei sollten die Finger nicht aktiv gekrümmt werden , sondern sich nur im 3ten Gelenk auf und ab bewegen.

Ich hab mir zum Üben auch ein paar Stücke ausgedacht, um bestimmte Fertigkeiten zu trainieren.
( Geläufigkeit, Spreizung der Finger, Fingersatz, Rythmus, Verzierungen usw.)
Wichtig ist, daß du deine Stücke so gut einstudierst, daß die Finger die richtigen Tasten von selbst finden. Wenn du beim Spielen suchen musst, werden die Töne immer schlechter sein, denn dann bist du nicht locker in den Fingern.

Ach ja.... das Drehen nicht vergessen!!
Häufiges Problem bei "Anfängern" ist, daß sie vor lauter "Töne suchen" zu langsam drehen.

LG,
Stefan
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#3
Hi Stefan,

zum Glück bin ich über den Punkt des "Drehen vergessen" hinaus Smile

Manko ist halt noch die Fingerhaltung.
Ich spiele häufig noch die untere Reihe mit den Fingerspitzen, besonders wenn ich nicht darauf achte oder einfachmal schneller Spiele.
Dann werden interessanterweise auch die Wege der Finger länger, sprich ich spreize weiter von der Tastatur ab...

Am WE hat mir jemand gesagt, das man nur den Daumen , aber nicht den Handballen auf dem Tangentenkasten ablegen soll, dafür den Arm etwas anheben. Ich finde die Haltung recht unentspannt.

Was sagt ihr dazu?

Gruß
Markus
Der Optimist wandelt auf Wolken, unter denen der Pessimist Trübsal bläst....
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#4
Am Anfang hab ich auch die ganze Hand am Kasten abgelegt, mittlerweile hat nur noch der Daumen losen Kontakt zum Kasten ...
Das kam einfach mit der Zeit und der Spielroutine.
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#5
(21.10.2009, 13:02)Seili schrieb: Ich spiele häufig noch die untere Reihe mit den Fingerspitzen, besonders wenn ich nicht darauf achte oder einfachmal schneller Spiele.
Dann werden interessanterweise auch die Wege der Finger länger, sprich ich spreize weiter von der Tastatur ab...

Am WE hat mir jemand gesagt, das man nur den Daumen , aber nicht den Handballen auf dem Tangentenkasten ablegen soll, dafür den Arm etwas anheben. Ich finde die Haltung recht unentspannt.
Ob man das mit den locker "hängenden" Fingern nun mit aufgelegtem Handballen oder nur mit Daumen erreicht ist eigendlich egal.

Die Sache mit den Fingerspitzen und den längeren Wegen hab ich übrigens auch, z.B. wenn ich neue Stücke noch nicht "drauf" habe.
Aber dann klingt es halt auch noch nicht schön.

Die beste Übung ist also...Üben Wink

Das Problem mit der unentspannten Haltung hab ich nicht, weil ich die Leier ungewöhnlich tief halte. Dadurch brauche ich den Arm nicht anheben.
Das ist aber eine Eigenheit von mir, die nicht zur Nachahmung empfohlen ist.
Zumindest wird dir das kein Drehleierlehrer so zeigen.



Gruß,
Stefan
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#6
Was den Handballen oder Daumen angeht ist das bei mir unterschiedlich. Meist liegt der Handballen auf, aber je nach Melodieverlauf hebt der sich auch schonmal ab um besser an manche Tasten zu kommen.
Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden!
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#7
Split zum Thema Notensatzprogramm
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