Tonarten und Bordune ..
#11
Ja das weiß ich Smile Das war ja auch die Vorgehensweise die ich dann einschlug.. das Stück transponieren und fertig. Klappt auch gut!

Also nochmal, mir gehts nicht darum, wie ich es spielen kann oder was ich tun muss/kann um es spielen zu können.

Die Theorie ist es... also warum ich das nicht spielen kann und warum es nicht klingt.
Denn: Ein C-Dur hat keine Vorzeichen, genau wie A-Moll.
Also einmal: C D E F G A H C
Und dann: A H C D E F G A

Der Unterschied liegt wohl nur in den Stücken, ein C-Dur Stück wird wohl auf C enden, ein A-Moll Stück auf A.

Aber die Melodie benutzt die gleichen Töne, daher ist mir leider immer noch nicht klar, warum nicht beides mit einem C-Bordun gespielt werden kann


PS: Aber ich finds saucool, dass hier so viel Leute antworten, obwohl das Forum ja recht klein ist Smile

PPS: Den An Dro häng ich später mal an, habs gerade nicht hier
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#12
Das Zauberwort sind immernoch die Intervalle. Bestimmte Intervalle empfinden wir als wohlklingend (besonders Quinte und Quarte) andere wiederrum nicht.

Dein C Bordun spielt ja die ganze Zeit mit, die Melodie die du spielst hat also ständig Intervalle zum Bordun.
Bei nem C Stück sind das eben Intervalle die wir als schön empfinden und bei nam A Stück auf nem C Bordun nicht.
Drehleiern kennen sehr wohl die Gesetze die Physik,
aber sie interessieren sich für diese nicht besonders.
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#13
Vielleicht kann mans ja mit Akkorden erklären?
Wenn ein Stück in A-Moll ist und ein Gitarrist begleitet mit einem A-Moll Akkord (a-c-e), dann hört sichs gut an. Begleitet der Gitarrist aber mit einem C-Dur Akkord (c-e-g), dann hört sichs nicht schön an. Da ist ein G drin, das reibt sich mit dem A.

Genauso umgekehrt. Ich spiele Alle meine Entchen in C-Dur: C D E F G G - und jemand begleitet in A-Moll, dann hört sichs blöd an.

Des war jetz vielleicht a vollkommen blöde Erklärung, aba i checks scho irgendwie ^^ Big Grin

Und, was a no dazu kommt: Moll und Dur ham einfach unterschiedliche Stimmungen, die sie rüberbringen, wir Marc scho gsagt hat. Vllt liegts ja daran, dass das C ned passt weils einfach nur a Terz überm A is (und dann a no a kleine - Kuckuck!)
Meinten Sie "Drehleiter"?
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#14
2ter versuch:

grundlage eines bordun-instruments sind ein oder zwei bordun-töne, die eine ständige referenz zum tonalen zentrum bieten.
natürlich kannst du andere töne auch mitklingen lassen, aber nur der grundton und ggf. die quint (als dritter oberton des grundtons) lassen es zu, dass wir diese referenz wahrnehmen.

es geht also einerseits um hörerwartung - bordun-musik als bestimmte klangart -
und andererseits um eine referenz.

dem grundton verzeihen wir als einzigem ton (wenn wir keinen tonartwechsel vornehmen), dass er ständig mitschwingen darf, weil er ruhe- und anker-punkt der melodie ist. auch wenn er sich mit den tönen der melodie dissonant verhält.
(vermutlich, weil wir in einem stück den grundton irgendwo unbewusst ständig präsent haben)

ist beim improvisieren auch so - wenn man eine melodie beenden will, geht das perfekt über den grundton, die quint lässt einen etwas schweben und die terz (also auch das hier vielfach zitierte c in am) verlangt immer noch ein "weiter" der musik. alle anderen töne am ende einer melodie wollen, dass die melodie weitergeführt werden.
(eigentlich auch wieder nur hörgewohnheiten resp. -erwartungen).

greetz
kann sein, dass ich mich jetzt verrenne, aber:
kann man das nicht auch über die dreiklangsbildung der obertonreihe erklären?
C-c-g-c'-e'-g'-etc.
-> unterstrichen ist der c-dur-klang

dann wäre im C-bordun immer der dreiklang von c'-dur wahrzunehmen (selten wohl bewusst zu hören)

und hiermit verweise ich auf meinen vorposter, der gerne mal alle meine entchen in a-moll auf der gitarre mit C-Dur begleiten möchte und sich wundert, warum das nicht geht.

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#15
moin.
bei einer a-skala, mit grundton (tonika) a, sind a-intervalle die grundlage. da das a in jedem a-intervall vorkommt, das c jedoch in verhältnismässig wenigen, empfiehlt es sich, das a als grund-bordun zu verwenden.
das verwenden der tonika einer skala als bordun erlaubt ausserdem das verwenden aller modi, da keine einschränkungen z.b. wie bei einer terz, gegeben sind.
soweit mein senf dazu. schönes wochende.
Grüsse
Ron

EDIT: das ist natürlich eine populärwissenschaftliche erklärung. die musiktheoretiker mögen mir verzeihen.
Drehleierspielen muss nicht sch...e klingen....
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#16
Hallo und danke nochmal für die Antworten.
Hab mir noch mal Gedanken dazu gemacht, auch unterstützt durch den neuen Input. Es ist jetzt nachvollziehbar Smile

soll ich den An Dro noch mal anhängen, oder ehr nicht. Es ist ehr ein einfaches Stück. Bei Bedarf tu ich's aber gerne.
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