Verstellbarer Steg
#11
Hallo Vroni,
also, soweit ich weiß wird der Stege bei den meisten Drehleiern festgeleimt.
Eine Freundin von mir hat eine Drehleier selbstgebaut und den Steg nicht angeleimt, da sie Geigenbauerin ist und das ja von der Geige bzw. Bratsche so kennt.
Es wäre also möglich, den Steg nicht anzuleimen aber vielleicht gibt es einen (guten) Grund warum die meisten Drehleierbauer es dann doch tun.
Gruß
Bridget Smile
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#12
Interesting!
Bei allen Saiten-Instrumenten, die ich bisher habe oder hatte, ist der Steg nicht festgeklebt.
Da der Steg einen riesen Einfluss auf den Klang des Instrumentes hat, sollte er ja auch verstellbar sein. (Bei der Drehleier hat es z.b. eine Bedeutung, welchen Abstand der Steg zum Rad hat, die Leier klingt dabei entweder härter oder weicher!)
Auch das Auswechseln stell ich mir bei einem losen Steg leichter vor, als bei einem festen Wink

Stabil ist er so und so, da ein riesen Saitendruck auf ihm lastet.

Hab aber vorher im Internet auch gelesen, dass bei manchen Gitarren z.b. der Steg auch festgeklebt ist.

Warum jetz manch einer den festklebt oder warum nicht, weiß ich auch ned - wär aber mal interessant!
Meinten Sie "Drehleiter"?
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#13
Moin, moin

(11.07.2011, 11:06)Supervroun schrieb: ...
Hab aber vorher im Internet auch gelesen, dass bei manchen Gitarren z.b. der Steg auch festgeklebt ist.
...

Besser formuliert wäre "... dass bei manchen Gitarren der Steg nicht festgeklebt ist ...".

Bei den meisten akustischen*) Gitarren stellen Steg und Saitenhalter eine Einheit dar. Die Saiten werden entweder verknotet oder über spezielle Pins arretiert. Auf dem Weg zu den Stimmmechaniken werden die Saiten dann über kompensierende Stegeinlage geführt. Die ganze Konstruktion ist wesentlich flacher als bei einer Leier oder einem Streichinstrument. Durch die Einlagen ist es in der Regel nicht notwendig, die Mensur durch Verschieben des Stegs einzustellen (Stichwort: Oktavreinheit). Folglich kann man diesen auch anleimen (oder in der Billigvariante schrauben Sad) und vereinfacht so die Wartung. Aber ... keine Regel ohne Ausnahmen: bei Jazzgitarren sind die Stege in der Regel lose und >>Überraschung<< in der Höhe verstellbar.

Den weiten Bereich der E-Gitarren lasse ich hier 'mal weg.

Gruß
JeanLuc
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#14
Es ist bei einer Drehleier besonders wichtig dass der Steg fixiert ist.

Sehen wir uns zunächst die oft verbauten Bordunenstege an, wie würden diese halten wenn sie nicht verleimt wären?
Es gibt Drehleierbauer, die oft schon mit losen Stegen für die Melodiesaite experimentiert haben, aber die mechanische Bewegung des Rades ist etwas anderes wie das Anstreichen mit dem Bogen oder das Zupfen an einer Saite. Der Steg wandert im Regelfall unten weg und kippt um, wäre er nicht oben oft mit einem Draht z.B. am Saitenhalter fixiert, würde er hier am ehesten kippen.
Alles eigene Erfahrungen Wink, weil die Experimente immer unzufrieden waren, wird auch heute noch wie vor hunderten von Jahren fröhlich geleimt. Ich habe aber bereits mit einem französischen Drehleierbauer gesprochen, dieser sagte mir, (wenn der google-übersetzter nicht ganz verrückt ist) dass er statt dem Leimen kleine Holzdübel am Melodiesteg anbringt und das ganze also wie ein Legostein aufsetzt.
Guck die auch mal auf der Saite von Gotschy die Baudoku an, mal sehen was du findest.

P.S. der Schnarrsteg bildet hier natürlich eine Ausnahme.

Gruß Mr.Hurdy
Cool The start and stop technology on hurdy-gurdy Cool
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#15
(11.07.2011, 21:47)mr.hurdy schrieb: P.S. der Schnarrsteg bildet hier natürlich eine Ausnahme.

Eine festgeleimte Schnarre... hm... ich kenne Leute die sich darüber freuen würden Rolleyes
Drehleiern kennen sehr wohl die Gesetze die Physik,
aber sie interessieren sich für diese nicht besonders.
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#16
(11.07.2011, 21:47)mr.hurdy schrieb: Es ist bei einer Drehleier besonders wichtig dass der Steg fixiert ist.

Sehen wir uns zunächst die oft verbauten Bordunenstege an, wie würden diese halten wenn sie nicht verleimt wären?
Es gibt Drehleierbauer, die oft schon mit losen Stegen für die Melodiesaite experimentiert haben, aber die mechanische Bewegung des Rades ist etwas anderes wie das Anstreichen mit dem Bogen oder das Zupfen an einer Saite. Der Steg wandert im Regelfall unten weg und kippt um, wäre er nicht oben oft mit einem Draht z.B. am Saitenhalter fixiert, würde er hier am ehesten kippen.
Alles eigene Erfahrungen Wink, weil die Experimente immer unzufrieden waren, wird auch heute noch wie vor hunderten von Jahren fröhlich geleimt. Ich habe aber bereits mit einem französischen Drehleierbauer gesprochen, dieser sagte mir, (wenn der google-übersetzter nicht ganz verrückt ist) dass er statt dem Leimen kleine Holzdübel am Melodiesteg anbringt und das ganze also wie ein Legostein aufsetzt.
Guck die auch mal auf der Saite von Gotschy die Baudoku an, mal sehen was du findest.

P.S. der Schnarrsteg bildet hier natürlich eine Ausnahme.

Gruß Mr.Hurdy

Interessant!
Trotzdem, bei meiner alten Leier war der Steg lose und der kippte nie um oder ähnliches.
Meinten Sie "Drehleiter"?
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#17
Bei der Drehleier von meiner Freundin gibt es auch keine Probleme mit "umkippen", obwohl sie den Steg nicht festgeleimt hat. Und eigentlich - wie Vroni schon gesagt hat - durch den Druck der Melodiesaiten ist der Steg ja auch stabil.Smile
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#18
Der Riedel Karl baut seine Melodiestege prinzipiell beweglich, dadurch kann mann die Mensur flexibel handhaben. Kann man mögen, muß aber nicht.
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#19
Wie gesagt, es gibt alles so und so, Herr Seibert hat früher nicht geleimt, später dann aber geleimt, wie er es heute macht, weiß ich nicht.
Die Drehleiern die ich bis jetzt alle hier hatte, da war der Steg immer geleimt. Die erste Leier die ich gebaut habe, da war der Steg erst auch nicht geleimt, aber ich hatte immer Probleme damit, später bekam ich den Tip (ich glaub von Reichmann) den Steg anzuleimen, weil man dass so macht und seit her mach ich es immer so. Von Riedel hatte ich noch nie ein Instrument hier, daher kann ich dazu nix sagen.

Gruß Mr.Hurdy
Cool The start and stop technology on hurdy-gurdy Cool
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#20
(11.07.2011, 21:47)mr.hurdy schrieb: ... aber die mechanische Bewegung des Rades ist etwas anderes wie das Anstreichen mit dem Bogen ...

inwiefern?!?

zum anderen wandern die stege von anderen streichinstrumenten auch (was eigentllich durch die bewegungen der saiten beim stimmen und weniger durch das streichen mit dem bogen hervorgerufen wird) und fallen gelegentlich um, wenn der spieler nicht drauf achtet. das ist nix drehleierspezifisches. ich denke, die stege bei der drehleier sind in der regel festgeleimt, weil man aufgrund der tangenten ne feste mensur braucht und nicht jedesmal die komplette leier umstimmen/ neu einstellen will, wenn der steg mal verrutscht ist. die befestigung mit dem draht, dens auch an den meisten verleimten stegen gibt, dient dazu, das leichte verziehen des steges beim stimmen in die eine oder andere richtung zu mindern, ebenfalls, um die mensur beizubehalten.

grüsse
Ron
Drehleierspielen muss nicht sch...e klingen....
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