Fähnchen "überziehen"
#1
Ich habe mich in der letzten zeit des öfteren darüber geärgert das die Tangenten schnarrten und man doch recht deutlich drücken musste ehe das fast schon Rasseln aufhörte (ich tippe mal drauf das die Fähnchen schon zu tief eingeschnitten sind und deswegen unterschiedlich "eingreifen")

da ich aber grade weder neue Fähnchen da habe noch 175€ für einen Satz Metallfähnchen ausgeben möchte habe ich mir eine recht simple Lösung ausgedacht und heute probiert.

mit einem passenden Schrumpfschlauch kann man die Fähnchen wunderbar "beziehen". das Material ist ein wenig wie Gummi und greift schnell die Saite. Einfach über das Fähnchen stülpen (dabei muss man nicht die Gesamte Länge nehmen, es reicht ca 5mm über die Stelle an der die Saite eingreift. Feuerzeug zum schrumpfen (Föhn reich nicht aus) und Voilá , fertig ist der "Bezug" der Fähnchen und das Ende des "Rasselns".. Bis dato Begeisterung pur..

evtl stelle ich mal Photos ein morgen..
Antworten
#2
Das fachlich korrekte Gerät zum Schrumpfen ist übrigens eine Heißluftpistole (sowas: http://www.amazon.de/Mannesmann-49500-He...000B9RK9O/) Dann besteht auch weniger Gefahr, dass einem der Schrumpfschlauch wegfließt, wie beim Feuerzeug Wink

Viele Grüße,

Alex
Antworten
#3
Heissluftpistole, ja, aber wenn dann bitte diese hier : http://de.rs-online.com/web/p/heissluftg...r/3253291/ mit Reduzierstück, sonst "grillt" man die Leier.. ^^
Antworten
#4
Ich würde niemals (!) die Metalltangenten einbauen und die Schläuche dann im Instrument draufschrumpfen, ganz egal ob mit Reduzierstück oder ohne... das gehört extern gemacht und dann eingebaut.

Viele Grüße,

Alex
Antworten
#5
(18.08.2011, 14:47)Firunew schrieb: Ich würde niemals (!) die Metalltangenten einbauen und die Schläuche dann im Instrument draufschrumpfen, ganz egal ob mit Reduzierstück oder ohne... das gehört extern gemacht und dann eingebaut.

Viele Grüße,

Alex

Ich sehe das genau so, wie Firunew.
[Bild: Startbild_gr.jpg]

Einzige Lautenleier aus der Werkstatt von Sebastian Hilsmann
Antworten
#6
(16.08.2011, 17:01)Firunew schrieb: Das fachlich korrekte Gerät zum Schrumpfen ist übrigens eine Heißluftpistole (sowas: http://www.amazon.de/Mannesmann-49500-He...000B9RK9O/) Dann besteht auch weniger Gefahr, dass einem der Schrumpfschlauch wegfließt, wie beim Feuerzeug Wink

Viele Grüße,

Alex

Was heißt hier "fachlich korrekt"? Hast Du schon mal eine Heißluftpistole in der Hand gehabt? Das wäre doch etwas überdimensioniert, um Schrumpfschläuche für Tangenten zu schrumpfen (Heißluftpistolen werden meistens benutzt, um alte Farb- und Lackschichten von z.B. Holzmöbeln zu entfernen).

Ein Feuerzeug reicht vollkommen aus - und da man ja nicht mit der Flamme an den Schrumpfschlauch geht, besteht auch keine Gefahr das er "wegfließt".

Gruß

Bridget
Antworten
#7
oh jeh, da wurde was falsch verstanden..

es sind natürlich keine Metalltangenten, die sind ja eh meistens mit Gummi oder ähnlichem ummantelt, es sind ganz simple Holzfähnchen.
Und diese habe ich mit Schrumpfschlauch reversibel "beschichtet" (im Wechselfall einfach an der Rückseite kurz schlitzen und die ursprünglichen Fähnchen sind wieder blank.)

habe gestern die letzten fertig gemacht , ohne sie rauszunehmen. Ein simples Feuerzeug ist da wesentlich besser als ein Heissluftgebläse, da das Gebläse einfach zu viel Warmluft produziert und eine kleine Hitzequelle wir eine Flamme wesentlich besser zu kontrollieren ist.

Das Ergebnis ist sehr angenehm bis jetzt. Das (für mich) nervige hohe Spektrum ist jetzt nicht mehr so im Vordergrund, die Saiten klingen jetzt eher "warm" und voll.

werde das nachher mal mit Mirkofonierung und Verstärker ausprobieren.
Antworten
#8
(18.08.2011, 18:17)Helleken schrieb: , ohne sie rauszunehmen. Ein simples Feuerzeug ist da wesentlich besser als ein Heissluftgebläse, da das Gebläse einfach zu viel Warmluft produziert und eine kleine Hitzequelle wir eine Flamme wesentlich besser zu kontrollieren ist.

Big Grin Kennst Du den Unterschied zwischen einer Geige und einer Drehleier ? Huh

Cool Die Leier brennt länger ! Exclamation

Späßle gemacht...hauptsache es funzt und Du bist zufrieden mit Deinem Ergebnis...
... aaaaber wieso baust Du das Fähnchen nicht einfach aus um es zu überziehen?

Antworten
#9
(19.08.2011, 13:26)Malleus von Lumbago schrieb:
(18.08.2011, 18:17)Helleken schrieb: , ohne sie rauszunehmen. Ein simples Feuerzeug ist da wesentlich besser als ein Heissluftgebläse, da das Gebläse einfach zu viel Warmluft produziert und eine kleine Hitzequelle wir eine Flamme wesentlich besser zu kontrollieren ist.

Big Grin Kennst Du den Unterschied zwischen einer Geige und einer Drehleier ? Huh

Cool Die Leier brennt länger ! Exclamation

Späßle gemacht...hauptsache es funzt und Du bist zufrieden mit Deinem Ergebnis...
... aaaaber wieso baust Du das Fähnchen nicht einfach aus um es zu überziehen?

"wie klingt eine Leier am besten" ? - "leise knisternd im Kamin" ^^

Ich scheute die Arbeit, die Fähnchen alle raus, wieder rein und dann neu zu richten. Neu ausrichten musste ich nur bei ca 5 Einzelfähnchen.

Das Einzige was mir jetzt stärker "negativ" auffällt als vorher, ist das die Saiten jetzt nicht mehr an den Fähnchen "entlangschrammeln", was aber den positiven Nebeneffekt hat, dass man schnell merkt, welche Tangenten nicht wirklich straff sitzen..^^ siehe Nachbarthread..

Naja, "fixte Eines , fixte Alles" gilt wohl nicht nur beim Restaurieren von alten Autos. Die Melodiesaiten sind dafür etwas lauter geworden..

Antworten
#10
@Bridget: Ich bin ja sonst wirklich überhaupt kein qualifizierter Heimwerker, deshalb bei mir sehr berechtigte Nachfrage, aber ich habe schon mit Hilfe einer Heißluftpistole Schrumpfschlauch auf Tangenten - in weiter Ferne irgendeines Instruments - geschrumpft, nachdem mir dazu geraten wurde, eben keine kleine Hitzequelle zu nehmen, um ein gleichmäßiges Zusammenziehen des Schlauches (= überall gleiche Dicke der Schrumpfschlauchummantelung) zu erreichen.

Viele Grüße,

Alex
Antworten


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste