Die Noten das Wahnsinns...
#1
Hi,
was mich seit etwa einem halben Jahr in die Verzweiflung treibt, ist die Tatsache, dass die Notation der Noten in manchen Publikationen verschoben ist. So z.B. im Hummelkurs und in den Schnurrpfeyfereien.

Ich bin nicht gerade der Notenheld, hab aber einiges selber rausbekommen. So z.B., das der Notenschlüssel seinen Bauch normalerweise auf der Grundnote hat, was aber in den entsprechenden Fällen genau wie normal auch ein G ist.

Trotzdem sind die Noten beim Hummelkurs immer vier Noten höher als sie eigentlich sein dürften.
Kann mir das mal jemand erklären?

Gruß,
Benny
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#2
Hallo Benny,

ich verstehe nicht genau was du meinst.

Den Hummelkurs habe ich auch rumfliegen, aber ich kann mich nicht daran erinnern, dass da irgendetwas abweichend notiert wäre.

Kannst du vielleicht ein Foto machen und ins Forum stellen?

I have three answers to the questions that I know are in the audience.
Answer number one: It's called a hurdy gurdy.
Answer number two: you turn the crank and run your fingers up and down the outside.
Answer number three: No, I do not have a monkey!
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#3
Oder verwirrt dich, daß vielleicht eine Melodie da in G (dur) und dort in C (dur) notiert ist ?
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#4
Hallo Benny,

ich denke, Du hast mit dem Notenschlüssel was falsch verstanden.

Der heute gebräuchliche Violinschlüssel, ist der "G" Schlüssel.
Unter anderem wird er auch bei der Notation von Tasteninstrumenten verwendet. Bei einem Klavier zum Beispiel für die Stimme, die mit der rechten Hand gespielt wird. Hier kommen wir der Drehleier ja schon recht nahe.

Wie der Name G-Schlüssel schon sagt, legt er das G auf der zweiten Notenlinie fest. Da ich Deinem Text entnehme, daß Du Dir das Notenlesen selber beigebracht hast, vermute ich, daß Du etwas falsch interpretiert hast.

Scheinbar gehst Du davon aus, das Dir der Notenschlüssel anzeigen soll, welche Tonlage gespielt wird. Das stimmt nicht. Egal, ob ein Stück in C-Dur, A-moll oder G-Dur geschrieben ist, der Schlüssel bleibt immer an der gleichen Stelle.

Um heraus zu finden, in welcher Tonart das Stück geschrieben ist, mußt Du Dir die Vorzeichen und den Finalis (Grundton) vom Stück ansehen.

Hier eine kleine Hilfe:
keine Vorzeichen = C-Dur (das Stück endet auch i. d. R. auf C)
ein Kreuz = G-Dur (endet i. d. R. auf G)
2 b = g-moll
3 b = c-moll
usw.

Ich habe es mir auch selber beigebracht und bin immer noch am lesen und am lernen, daher weiß ich, wie verwirrend das Thema sein kann.
Im Netz gibt es dazu sehr interessante Seiten.
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#5
die Tonart nur anhand des Vorzeichens zu bestimmen wie du das schilderst ist leider nicht 100% richtig, sondern nur die halbe Wahrheit. Wink

Kein Vorzeichen kann wie du gesagt hast C-Dur sein, aber die Paralell Tonart a moll ist auch möglich... und in selten Fällen auch D Dorisch...

Ein Kreuz kann G dur sein, aber auch e-moll...

usw...


Die meisten Folkstücke enden oder beginnen aber auf dem Grundton (ab und zu aber auch auf der Quinte oder Quarte). So kann man zusammen mit dem Vorzeichen recht genau rausfinden um welche Tonart es sich handelt... meistens... Wink
Drehleiern kennen sehr wohl die Gesetze die Physik,
aber sie interessieren sich für diese nicht besonders.
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#6
(18.08.2011, 20:12)Marc schrieb: die Tonart nur anhand des Vorzeichens zu bestimmen wie du das schilderst ist leider nicht 100% richtig, sondern nur die halbe Wahrheit. Wink

Kein Vorzeichen kann wie du gesagt hast C-Dur sein, aber die Paralell Tonart a moll ist auch möglich... und in selten Fällen auch D Dorisch...

Ein Kreuz kann G dur sein, aber auch e-moll...

usw...


Die meisten Folkstücke enden oder beginnen aber auf dem Grundton (ab und zu aber auch auf der Quinte oder Quarte). So kann man zusammen mit dem Vorzeichen recht genau rausfinden um welche Tonart es sich handelt... meistens... Wink

Anhand beigefügter Übersicht findet Ihr die Tonarten mit Angabe der jeweiligen parallelen Molltonart und Vorzeichen.
Beispiel: G-Dur ist Dominante, e-Moll = Parallele Molltonart, Vorzeichen ist #.


Gruß
Armin


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Einzige Lautenleier aus der Werkstatt von Sebastian Hilsmann
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#7
Hallo,
nachdem Ihr mir jetzt alle eine Einführung in Musiktheorie gegeben habt Blush, bin ich nochmal in mich gegangen und muss feststellen, dass mir wohl ein ganz blöder Fehler unterlaufen ist:
Was mich da die ganze Zeit gestört hat, ist einfach nur die Tatsache, das manche Autoren dasselbe Stück eine Oktave höher notieren.
Beim Hummelkurs ist der tiefste Ton immer das g auf dem auch der Notenschlüssel steht und z.B. bei Ina Lemm setzt das noch ne ganze Oktave tiefer an.

Was mich dann aber richtig fertig gemacht hat, war "Nota Bene" im Band II der Schnurrpfeyfereien, das mit einem tiefen f anfängt. Also da, wo bei unseren Drehleiern nix mehr is... Huh
Eine Oktave höher gespielt geht das, ausser, dass es eben sehr hoch wird.
Nachdem das aber ja auch Drehleier-Noten sein sollen dachte ich das kann nicht sein und hab versucht es zurecht zu biegen und ein f a c c auf c e g g transponiert, da ich die Melodie kannte und das so durchaus funktioniert.
Die Folgen sind fatal, wenn man das dann bei anderen Stücken probiert, deren Melodie man nicht kennt...

UFF! Jetzt weiß ich erst ma bescheid und alle Zweifel an der Notenhöhe sind ausgeräumt. g ist g und damit basta.

Vielen Dank an alle die geholfen haben!
Benny
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#8
@ MARC: Danke für die Berichtigung. Dummerweise hatte ich die Kirchentonarten außer Acht gelassen. An den Schlusston hatte ich aber gedacht. ;-)
Das andere sollte keine Anleitung sondern lediglich ein Beispiel sein.

@ Benny: Im Netz gibt es ein schönes Program, das sich MuseScore schimpft. Es ist nicht nur kostenlos, sondern auch recht gut, wenn man Stücke in eine andere Tonart umschreiben muß. Wo es leider manchmal Probleme hat, sind bei den von Marc erwähnten Kirchentonarten.

Schönen Abend Euch allen,
Ich geh jetzt aufs Schützenfest. :-)
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#9
A pro po Noten -
Ich haett da mal ne' Frage. Hat Eine/Einer von Euch die Noten fuer Loreena McKennit's Mummers Dance? Da ist so eine Wahnsinnshintergrundmelodie die von der Drehleier getragen wird, ich habe schon mal selber, so nach Gehoer, probiert aber wenn jemand die Noten hat ist natuerlich einfacher. He he he!Blush
Auf Google fand ich bisher nur die Griffe fuer Gitarre.
Stine
Die Drehleier ist ein Instrument mit dem man waechst - zusammenwaechst! Heart
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#10
Hallo Stine,

es gibt eine zehnspurige Midi-Datei, die Du hier herunterladen kannst. Im Internet gibt es freie Software, die aus diesen Dateien Partituren erstellen kann (Notation Composer soll das können).

Gruß
JeanLuc
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