Hirschhorner Ritterfest
#11
nächstes Mal gibts nur die mit Champagner Tongue
I have three answers to the questions that I know are in the audience.
Answer number one: It's called a hurdy gurdy.
Answer number two: you turn the crank and run your fingers up and down the outside.
Answer number three: No, I do not have a monkey!
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#12
Komm rein, ich setz' ne Kanne Bourbon auf !



Der Musiker

Eine wahre Geschichte

An einer U-Bahnhaltestelle in Washington DC spielte ein Mann an einem kalten Januarmorgen für 45 Minuten auf seiner Violine sechs Stücke von Bach. Während dieser Zeit benutzten ca. 2.000 Menschen diese Haltestelle, die meisten auf dem Weg zur Arbeit. Nach etwa 3 Minuten bemerkte ein Passant die Musik. Für ein paar Sekunden verlangsamte er seine Schritte, um dann schnell wieder seinen Weg zur Arbeit fortzusetzen.

4 Minuten später: Der Geiger erhielt seinen ersten Dollar. Eine Frau wirft ihm einen Dollar in den Hut, ohne ihr Tempo zu verringern.

6 Minuten später: Ein junger Mann lehnt sich gegen die Wand, um zuzuhören. Dann blickt er auf seine Uhr und setzt seinen Weg fort.

10 Minuten später: Ein etwa dreijähriger Junge bleibt stehen, aber seine Mutter zieht ihn fort. Das Kind bleibt erneut stehen, um dem Musiker zuzusehen, aber seine Mutter treibt ihn an, und das Kind geht weiter. Mehrere andere Kinder verhalten sich ebenso. Aber alle Eltern ohne Ausnahme drängen ihre Kinder zum schnellen Weitergehen.

Nach 45 Minuten: Der Musiker spielt, ohne abzusetzen. Nur 6 Menschen insgesamt bleiben stehen und hören für kurze Zeit zu. Ungefähr 20 Personen geben ihm Geld und gehen in ihrer normalen Geschwindigkeit weiter. Die Gesamteinnahmen des Mannes beträgt 32 Dollar.

Nach einer Stunde: Der Musiker beendet seine Darbietung, und es wird still. Niemand nimmt Notiz und niemand applaudiert. Es gibt keine Anerkennung.

Niemand wußte es, aber der Violinist war Joshua Bell, einer der größten Musiker der Welt. Er spielte eines der komplexesten und schwierigsten Musikstücke, die je geschrieben wurden, auf einer Violine im Wert von 3,5 Millionen Dollar!

Zwei Tage zuvor spielte Joshua Bell vor ausverkauftem Haus in Boston das gleiche Stück zu einem Durchschnittspreis von 100 Dollar pro Platz.

Dies ist eine wahre Geschichte. Joshua bell spielte inkognito in der Untergrundstation. Auftraggeber dieses sozialen Experimentes über Wahrnehmung, Geschmack und Prioritäten war die Washington Post.

Dieses Experiment warf folgende Fragen auf:

Können wir Schönheit in einem alltäglichen Umfeld zu einem unangemessenen Zeitpunkt wahrnehmen? Wenn dem so ist, nehmen wir uns Zeit, sie wertzuschätzen? Erkennen wir Talent in einem unerwarteten Kontext?

Eine mögliche Schlußfolgerung dieses Experimentes könnte sein:

Wenn wir nicht einmal einen Moment Zeit haben anzuhalten, um einem der besten Musiker der Welt zuzuhören, während er eines der wundervollsten Musikstücke auf einem der schönsten Instrumente, die je gebaut wurden, spielt…

Wie viele andere Gelegenheiten verpassen wir, wenn wir durch unser Leben hasten?




Zitat zum obigen Text:
Quelle:
http://doesdahanne.over-blog.de/article-...43631.html

Bei all dem fiel mir nur ein: Der Mensch im allgemeinen verlagert sein Wissen gewohnheitsmäßig nach außen. Wir sind so gewöhnt daran, daß es irgend eine beliebige Instanz gibt, der wir mehr Wissen unterstellen, als wir selber zu haben glauben. Und diese äußere Instanz muß uns zuerst einmal bestätigen, daß der Musiker ein guter Musiker ist oder sogar ein sehr guter. Und eine andere äußere Instanz soll uns sagen, daß die Violine so und so viel gekostet hat, oder irgendwelche anderen Menschen bereit seien, so viel dafür hinzublättern…. Erst dann beginnen wir zu staunen (mehr darüber, daß jemand überhaupt 3,5 Millionen Dollar besitzt, bevor er sie für irgend etwas ausgeben kann).



Kaum einer hört wirklich die Qualität des Dargebotenen. Und auch wenn er 100 Dollar für eine Karte im Konzert ausgegeben hat… WEIL sie so teuer ist, MUSS der Musiker ja gut sein!



Das gleiche in der U-Bahnhaltestelle? Der arme Mann kann gar nicht gut sein, sonst würde er sich nicht hinstellen und betteln….


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#13
Das selbe Spielchen haben sie mal mit David Garret gemacht.

Ich denke das liegt auch daran das die Leute häufig keine Zeit haben sich das länger anzuhören, das sie ja eigentlich unterwegs sind.
Drehleiern kennen sehr wohl die Gesetze die Physik,
aber sie interessieren sich für diese nicht besonders.
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#14
Schon möglich, bzw. ziemlich sicher.
Andererseits denke ich mir...
"Wenn man sich keine Zeit nimmt, hat man auch keine".

Confused tick tack

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#15
meine nachricht an die stadtherren:
"Hallo herr markvogt,
mir ist zu ohren gekommen, dass unsere belustigung des volkes nicht alle zufrieden stellen konnte.
Das tut mir leid.
Wir waren bemüht, möglichst qualitativ hochwertige musik, vielseitig und kreativ dem publikum zu unterbreiten; augenscheinlich, und gesprächen mit passanten und anderen schaustellern zu folgern, waren wohl ein großteil der zuhörer und zuschauer sehr angetan von unseren darbietungen.
Aus rücksichtnahme gegenüber den empfindlichen ohren einzelner haben wir uns dann entschlossen, das fest zu verlassen und auch morgen nicht mehr zu erscheinen. (...)"

kurz - wir haben relativ deutlich einen rüffel bekommen für (ausge-)leierte musik und fühlten uns nicht mehr wirklich willkommen.

@malleus: stimmt, wir waren in der markt-internen hackordnung schon sehr weit unten. Confused
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#16
(05.09.2011, 12:36)Malleus von Lumbago schrieb: Komm rein, ich setz' ne Kanne Bourbon auf !

Das klingt doch hervorragend Big Grin


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#17
(05.09.2011, 22:47)familienvater schrieb: kurz - wir haben relativ deutlich einen rüffel bekommen für (ausge-)leierte musik und fühlten uns nicht mehr wirklich willkommen.

irgendeinem gefällts immer nicht. einfach ignorieren und weitermachen.
Drehleiern kennen sehr wohl die Gesetze die Physik,
aber sie interessieren sich für diese nicht besonders.
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#18
Das wäre glaube ich nicht so gut gekommen...

Egal, wieder was dazu gelernt: Sich nicht auf freundliche Emails verlassen sondern nachhaken und alles genau absprechen.
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