Saitenbauch verringern..
#1
Tach zusammen,

wieder mal ein "Optimierungsproblem".

meine Tangenten haben einen Weg von ca. 8 mm. den brauchen sie auch, damit die leere ga Saite nicht an die mittleren Tangenten kommt. Jetzt hab ich aber bei anderen Leiern gesehen das deren Tangenten auch mit ca 3mm "Freiraum" auskommen.. da würde meine tiefe g aber schon deutlich anschlagen. Frage nun: wie kann man den Saitenbauch reduzieren, so das die Saite nicht so viel "Freiraum" braucht?

Schwerere Saite?
tiefere Saite/ mehr Spannung?

hat das jemand schonmal gemacht ?

wie immer grüßend und erwartungsvoll
[...] es heisst ja auch DIE Leier ...[...]
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#2
Ich weiß ja nicht, welche Saiten Du aufgezogen hast, aber die Amplitude kannst Du nur verändern, indem Du die Saite höher stimmst. Vielleicht hast Du aber nur falsche Saiten, die nicht zur Mensurlänge passen, aufgezogen. Schreib doch einfach mal, welche Saiten Du verwendest. Vielleicht kann man Dir dann weiterhelfen.

[Bild: Startbild_gr.jpg]

Einzige Lautenleier aus der Werkstatt von Sebastian Hilsmann
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#3
also momentan ist wieder die original Darmsaite (umsponnen) von Kurt Reichmann drauf..

ich hatte zwischenzeitlich die Thomastik 3/4tel Viola drauf (für 34,5 mm Mensur) ohne nennenswert kleineren Saitenbauch. Hats aber nicht dauerhaft ausgehalten. heute will ich mal eine Violinsaite ausprobieren mit Stahlkern mal sehen wie sich die verhält.

Ich kann die Amplitute der Frequenz ja durch Spannung (begrenzt durch das, was die Leier aushält), Länge (begrenzt durch Mensur) und Eigengewicht ( begrenzt durch? ) der freischwingenden Saite beeinflussen. Die Frag ist bloss, gibt's da Erfahrungswerte?
[...] es heisst ja auch DIE Leier ...[...]
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#4
moin.
verringer mal den saitenandruck ein wenig.
Ron
Drehleierspielen muss nicht sch...e klingen....
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#5
scho probiert,.. im voll eingeschwungenen Zustand ist der Saitenbauch immer noch zu groß..

wie machen das die anderen Leiern mit nur 3mm Abstand? schlängt da die Saite einfach an?
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#6
Meine Vermutung ist, dass Du Saiten aufgezogen hast, die nicht zur Mensurlänge Deiner Leier passen.
Genauer: Die aufgezogen Saiten sind für eine größere Mensurlänge bestimmt und haben daher eine viel zu große Amplitude.
[Bild: Startbild_gr.jpg]

Einzige Lautenleier aus der Werkstatt von Sebastian Hilsmann
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#7
Hmm,

gegenfrage wie "Breit" sind denn eure Saitenbäuche.? ^^

(weil ist ja Originalsaite, und 34.5mmer Saite Viola Thomastik war auch nicht wesentlich weniger )
[...] es heisst ja auch DIE Leier ...[...]
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#8
Gegenfrage: Welche Mensurlänge liegt bei der Leier vor?
[Bild: Startbild_gr.jpg]

Einzige Lautenleier aus der Werkstatt von Sebastian Hilsmann
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#9
Hallo

Ich kenne ein ähnliches Problem aus eigener, leidiger Erfahrung.

In dem Tangentenkasten meiner Leier schlug die 3. (die oktavierte) Melodieseite immer an die Scharniere des Deckels. Das war unspielbar! Klang einfach nur furchtbar. Ich habe sie nie angeschaltet.

Ich bin jetzt nicht so der Tüftler. In meiner knappen Zeit spiele ich lieber als zu basteln. Shy

Ich habe die Scharniere verbogen. Hat nicht gereicht.

Das Experimentieren mit verschiedenen Seiten hat mich persönlich nicht weiter gebracht. Alle ausprobierten Seiten (es waren glaube ich 3 verschiedene) hatten zu viel Amplitude um nicht dieses interessante, aber ungewollte Geräusch zu verursachen. Die Thomastik 3/4tel Viola habe ich auch ausprobiert. Ich habe gerade diese aber eher als besonders „schwingungsfreudig“ und somit sehr ungeeignet zur Behebung dieses Problems in Erinnerung.

Also, dem Gefühl nach würde ich sagen, dass es schon unterschiede zwischen der Ausprägung der Amplitude der Seiten gab. Aber diese Unterschiede waren nicht so groß, dass es mir geholfen hätte.

War natürlich kein repräsentativer Test.

Mit dem Seitenandruck habe ich nicht experimentiert.

Es lief bei mir darauf hinaus, dass im Zuge einer größeren Aktion, alle drei Seiten im Tangentenkasten nach vorne verlegt wurden. Da war zum Glück ein bisschen mehr Platz und natürlich kein Scharnier. Außerdem wurden die Holz- gegen Metallfähnchen getauscht. Das schafft ja auch Platz. Nu funktioniert es super gut, obwohl es mir immer noch alles ganz schön eng vorkommt, wenn ich so in den Tangentenkasten schaue. (Was hast du da gemessen? Huh )

Die Seite muss schwingen,
sonst kann sie nicht klingen Big Grin

Soweit mein Erfahrungsbericht.
Liebe Grüße

Sabine

spielst du schon
oder
stimmst du noch?
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#10
(14.02.2012, 19:00)ArminSchwerdt schrieb: Gegenfrage: Welche Mensurlänge liegt bei der Leier vor?

wenn ich richtig lese, dann sind es 34.5 cm.

@helleken:
pack auch mal einen mikrohieb papier hinten zwischen saite und sattel. alsonicht nur vorn am steg. das wirkt auch manchmmal wunder.

hast du schon weniger watte versucht? weniger kolo? manchmal muss man auch einfach die fähnchen kürzen (meist nur von einer taste). sind die kerben ordentlich?
viel spass beim basteln Smile
Ron
Drehleierspielen muss nicht sch...e klingen....
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