linke und rechte Hand ...
#1
Sad 
Hi,

seit nunmehr 1-2 Jahren versuche ich ernsthaft, meine rechte Hand von der linken zu entkoppeln. Drehleier spiele ich schon etwas länger, aber am Anfang hatte ich keine Leier und dann war erstmal Melodiespiel im Vordergrund..

Jetzt klappt so der 4er-Schlag *relativ* gut aber auch nur wenn ich ohne Melodie spielen.. Sobald da was dazukommt, was die linke Hand machen soll, ists vorbei.

Oder auch wenn ich einen Walzer beschnarren.. ich kann das schon lernen, jedoch ist es immer ein Einstudieren des Stückes (quasi wo geschnarrt werden muss) - nie aber macht die rechte Hand einfach den Takt quasi blind und ich kann mich auf die Melodie konzentrieren.

So kommt man natürlich irgendwann nicht mehr weiter. Wie habt ihr denn das so gelernt. Oder, habt ihr Tips, wie man das noch gezielter üben könnte?

Danke,

Christian
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#2
Hallo Christian
....da bist du nicht der einzige, mir geht es genau so und könnte verzweifelnBig Grin
Auch ich danke für eure Hilfe
Schöne Grüsse aus der Schweiz
Markus
drehleierwerkstatt.ch
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#3
Hallo Christian und Markus,

ja, die Sache mit der Unabhängigkeit ist so eine Sache. Auch nach 15 Jahren Schlagzeug sind meine Hände immer noch nicht ganz voneinander getrennt.

Mir hilft immer, wenn ich beim Üben von Schnarrrhythmen immer eine ganz leichte "4 Ganztöne hoch und wieder runter"-Melodie spiele. Dann gewöhne ich mich daran, das ich immer zusätzlich mit der linken Hand spiele.

Aber leider heißt es bei der Unabhängigkeit immer wieder: Üben Üben Üben bis der Arzt kommt.

Für das Schlagzeug gibt es sogenannte Rudiments. Das sind extra Übungen, die die Unabhängigkeit fördern. Ob es so etwas auch für Drehleiern gibt?
Gestern stand ich vor einem Abgrund,
heute bin ich einen Schritt weiter.
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#4
danke schonmal Smile

die Übungen von Schlagzeug könnten ja auch bei Entkopplung helfen denk ich.. ich hab mir mal ein Cajon geliehen für ein halbes Jahr um da auch mein Rythmusgefühl zu trainieren.

Wenn die Sachen Übungen vom Schlagzeug nicht zu speziell sind, könnten die schon helfen!
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#5
Was sowas angeht, hole ich tatsächlich das Lehrbuch von Ricardo Delfino und Matthias Loibner (Drehleier spielen) heraus, dort sind viele gute Übungen, die genau das fördern. Sind halt größtenteils reine Technikübungen, aber das hat auch seinen Reiz. Konkret z.B. S. 47/48 für diejenigen, die es da haben.

Das Buch wurde ja vielfach als zu schwer kritisiert, aber gerade in Schnarrtechnik ist es ungeheuer gut, wie ich finde.

Grüße,
Gerd
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#6
(14.05.2012, 21:45)darkstain schrieb: danke schonmal Smile

die Übungen von Schlagzeug könnten ja auch bei Entkopplung helfen denk ich.. ich hab mir mal ein Cajon geliehen für ein halbes Jahr um da auch mein Rythmusgefühl zu trainieren.

Wenn die Sachen Übungen vom Schlagzeug nicht zu speziell sind, könnten die schon helfen!

Dann kannst du dir ja mal folgenden Link ansehen: http://www.vicfirth.com/education/rudiments.php

I.B und I.C sind für Cajon relativ ungeeignet, aber den Rest kann man benutzen. Besonders die Diddle Rudiments sind da sehr berüchtigt. Wink
Gestern stand ich vor einem Abgrund,
heute bin ich einen Schritt weiter.
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#7
Hallo, als Harfenspielerin stehe ich gerade beim Unterrichten, aber manchmal auch beim Spielen :-) vor dem gleichen Problem.

Und hier eine Binsenweisheit dazu, die man trotzdem nicht oft genug wiederholen kann und die meiner Erfahrung nach nur seltenst befolgt wird:

Gaaaanz langsam spielen bzw. üben!! Dabei unbedingt gleich rhytmisch und, wenn man´s erträgt, mit dem Metronom. Wenn irgendwelche Übungen oder Stücke (es sei denn, sie sind für die eigene Spielerfahrung viel zu hoch gegriffen) nicht funktionieren wollen, dann versucht mal, Euch zu disziplinieren und die Sache im halben Tempo zu spielen.

Bei 75 Prozent meiner Schüler - und bei mir selbst :-) - klappts dann plötzlich. Dann aber nicht aufhören - Juchuuu, ich habs hingekriegt, ich kanns! - sondern das IM GLEICHEN LANGSAMEN TEMPO - 10, 20, 100 mal wiederholen :-). Ihr werdet Euch wundern, wie das dann eine Woche später plötzlich auch im Zieltempo klappt.

Liebe Grüße und probierts mal aus, Merit Zloch
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#8
die gemeinheit ist aber das sich schnarren und langsam spielen nur bedingt verträgt Undecided
Drehleiern kennen sehr wohl die Gesetze die Physik,
aber sie interessieren sich für diese nicht besonders.
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#9
ja das stimmt... schnarren kann ich nur mit ner gewissen Geschwindigkeit

Aber die Ratschläge sind dennoch schon mal gut. Auch wenn sie so basic sind und man sieeigentlich kennt.

Besagtes Buch habe ich sogar und kam nicht auf die Idee, mal zu schauen obs zu der Thematik auch ein Kapitel gibt Blush
Was da steht ist gar nicht so schlecht.
Im Grunde: Man soll einen, maximal 2 Takte nehmen mit einer kleinen Tonfolge und dem Rythmus, der dazu geschnarrt wird - dann dieses zerlegen in einzelne Töne und sich bei jedem überlegen, wie das zusammenspielt. Und dann so spielen. Und das Ton für Ton. Überlegen, spielen, überlegen, spielen.
Ich frag mich aber ob das dienlich ist zur Entkopplung, denn man memoriert ja hier genau, zu welchem Ton geschnarrt wird und zu welchem nicht.
Ziel ist es aber, dass das schnarren blind von selbst geht. Aber vielleicht ist das der richtige Anfang.
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#10
Wie du selber sagst, das Schnarren soll blind von selbst gehen.
Die besagten Übungen sind auch nicht isoliert zu betrachten, unmittelbar davor sind seitenweise reine Schnarrübungen. Wenn die Schnarre dann von alleine läuft, muss man nur noch lernen, sich "nebenbei" auf die Melodie zu konzentrieren. Aber ja, das sollte auch eigentlich den größten Teil meiner Übungszeit ausmachen Blush
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