Lasnier Bourbonnaise - Lautenleier von Helmut Gotschy - 1994
#1
Hi,

nun möchte ich euch doch auch mal meine neue Leier präsentieren:

Gefunden hier im Forum und dann seit Montag durch ein tolles Tauschgeschäft (hoffentlich für beide Parteien) in meinem Besitz.

Ich kopier hier nochmal den Text rein, welcher auch auf der Originalrechnung von 1994 zu finden ist:

Zitat:Fichtendecke, Muschel Pflaume / Ahorn
2 Melodiesaiten
1 Extra Melodiesaite, Stimmung d´d´´ g
1 Schnarre
1 Extra Schnarre inclusive Tonabnehmer, der leider defekt ist
8 Mechaniken in Schwarz/Palisander
3 Saitenlifte
3 Basssaiten

Der Zustand des Instruments ist für sein Alter wirklich sehr, sehr gut. Dennoch geht die Leier Mitte Juli zu Frau Betz, die nochmal alles richten wird.

Zum Klang kann ich selbst noch nicht viel sagen. Ich bekomm keinen schönen Klang raus, ich denke aber, die Wattierung müsste nochmal neu gemacht werden... sie wurde auch länger nicht regelmäßig gespielt.

Was noch zu machen ist:

-Eine Schnarrsaite muss erneuert werden, die anderen Saiten nur bei Bedarf durch Frau Betz
-Der Tonabnehmer wird ausgetauscht (der jetzige ist defekt... außerdem krieg ich dafür keinen Anschluss mehr, ihr seht es ja auf den Bildern)
-Grundeinstellung und Wartung
-Lager vom Rad richten (hat etwas Spiel)
-ein kleiner Riss ist zu leimen
-die Saitenheber sind zu richten

Was wohl aber passiert ist: Die Mensur stimmt nicht mehr. Wenn ich die Saiten auf den Grundton stimme, sind alle gegriffenen Töne zu tief und ich kann die Fähnchen nicht so hochdrehen, dass es passt. Wenn ich nachmesse mit einem Zollstock kommt auch nicht das raus, was Frau Betz mir am Telefon gesagt hat.


Wovor ich auch noch ein bisschen Angst habe: Es sind nur Darmsaiten auf dem Instrument (bis auf die Resonanz-Saiten)... ich hab Angst vor Luftfeuchtigkeit ;-)
Immerhin hab ich bei meinen anderen Instrumenten überall Kunststoffrohrblätter, Kunststoffsaiten usw... Mal sehen!

Ich werde die nächsten Wochen wohl etwas Unterricht nehmen, hab zwei Lehrer "an der Hand". Aber richtig gewartet wird das Instrument dann Mitte bis Ende Juli. Bis dahin eben nur auf "Sparflamme".


Und jetzt das spannendste zum Schluss: Die Bilder!


Wenn ihr noch Fragen habt, fragt... ich versuche mein bestes, sie zu beantworten!


Liebe Grüße, Marcel


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#2
Hallo Marcel,

willkommen im "Club der Lautenleierer"! Das sind sehr schöne Fotos von einem sehr schönen Instrument. Du wirst sicher viel Freude damit haben.

Ich teilte hier im Forum bereits mit, dass Lothar Schwamb von der "Tom Bombadil Folkband" die gleiche Leier spielt und damit sehr zufrieden ist.

Falls Du dich wegen spezieller Fragen mal an ihn wenden möchtest, kann ich dir seine E-Mail-Adresse weiterleiten und hoffe, dass er mich deshalb nicht gleich erschlägt.

Schöne Grüße
Armin
[Bild: Startbild_gr.jpg]

Einzige Lautenleier aus der Werkstatt von Sebastian Hilsmann
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#3
Danke für deine Antwort!

Ich muss gestehen: Ich hab es gar nicht auf eine Lautenleier angelegt, eigentlich wollte ich eine "normale". Durch einen glücklichen Zufall allerdings bin ich zu diesem Instrument gekommen.

Das Instrument ist wirklich sehr schön und für sein Alter hat es wirklich auch nur geringe Gebrauchsspuren... aber man sieht doch einen Unterschied zu dem Instrument in deiner Signatur ;-)

Jetzt bin ich mal gespannt... momentan wartet sie im Koffer darauf, gerichtet und gespielt zu werden, grade kann ich mit ihr noch nichts anfangen!


Schöne Grüße, Marcel
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#4
Hi,

hab noch eine Frage:

Gotschy/Betz haben auf ihren Instrumenten Standardmäßig nur Darm-Saiten, blank oder eben umwickelt.

Was gibt es hier für Alternativen? Oder sollte ich am besten hierbei bleiben?
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#5
Moin

Ich zähl mich noch nicht zu den guten Spielern.

Allerdings spiele ich schon eine gewisse Zeit auf mittelalterlichen Märkten. Ich habe fast keine Probleme mit dem Verstimmen. Du hast ja geschrieben, dass du dir wegen der Luftfeuchtigkeit sorgen machst, dass sollte kein Problem sein.

Sollte ich mich irren möge man mich verbessern.

Meiner Meinung kannst du bei Darmsaiten bleiben, mit den Nylonsaiten hab ich aber keine Erfahrung.

Gruss
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