Warungsarbeiten und Hilfe in der Nähe?
#1
Hallo,

hoffentlich bin ich mit meinem ersten Thread nicht gleich im falschen Forum gelandet ... (und es gibt das Thema schon und ich fand es nur nicht?)

Seit ich vor ein paar Monaten eine Drehleier (Reichmann glaub ich) in der Hand hatte, reift der Gedanke so etwas besitzen und spielen zu können. Nachdem ich aber hörte man muss ständig etwas daran reparieren und justieren, verwarf ich den Gedanken. Erstens kann ich es (noch) nicht und zweitens fand ich keinen Drehleierbauer in meiner Nähe.

Wie wichtig ist es wirklich einen Drehleierbauer "greifbar" zu haben? Und ist es für einen Anfänger zu empfehlen wenn man das nicht hat?
(das Innenleben kommt mir schon sehr kompliziert vor...)

Nebenbei, gibt es irgendwo ein Link der mir die Bestandteile benennt? Beim lesen dieses Forums kommen mir ständig Fachbegriffe entgegen die ich noch nicht zuordnen kann.... Blush

vg
Juna
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#2
Hallo Juna,

bei einer sehr guten Drehleier von einem sehr guten Bauer sollte im Idealfall nicht ganz so viel Anfallen - was aber nicht heißt das das neue Instrument nach einem halben Jahr nochmal zur Durchsicht muss. Gerde neues Holz verzieht sich und arbeitet noch ne ganze weile weiter.

Um einige Standartwartungsarbeiten wie Kolophnieren wirst du aber nicht herum kommen - aber da kann dir auch bestimmt ein Lehrer aus deiner Umgebung helfen - wenn du einen findest.

Unabhängig vom allem ist es natürlich vorteilhaft den Leierbauer in der Nähe zu haben - das sollte aber nicht ausschlaggebend für den Kauf sein, sondern gefallem am Klang und Spielbarkeit der Leier.
Drehleiern kennen sehr wohl die Gesetze die Physik,
aber sie interessieren sich für diese nicht besonders.
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#3

Eine gute, bezahlbare Drehleier will erstmal gefunden werden ^^ aber solange sich die Hauptarbeit um Standartwartung dreht (die man ja ohnehin dann wohl lernen muss) klingt das machbar.

Ich hatte befürchtet als Drehleierspieler kommt da schlimmeres auf einen zu - habe gelesen man sollte schon fast halber Drehleierbauer sein, wenn man Drehleier spielt weil man wohl immer etwas zu basteln hat. Das hat mich doch etwas abgeschreckt.

Vorteilhaft heißt aber dann wohl nicht "Grundvoraussetzung" ^^
Soweit ich das jetzt herausgefunden habe wohnen die nahesten Leierbauer auch 2 Stunden von mir entfernt. Nach einem halben Jahr geht das, aber jedes zweite Wochenende kann ich das nicht abfahren.

Vielen Dank erstmal!
vg
Juna
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#4
Als Drehleierspieler muss man schon etwas leidensfähig sein Wink
Das Instrument ist prinzipell ne kleine Diva - die eine Leier mehr - die andere Leier weniger.

Fakt ist das sich Drehleiern inzwischen stark weiter entwickelt haben. Die Holzfähnchen werden immer häufiger durch Metallfähnchen ersetzt. Das Rad ist immer häufiger aus Plastik. Der Griff ist Kugel gelagert. Holzwirbel werden durch Mechnaiken ersetzt. Und so weiter.

Bei einingen renovierten Drehleiern bauern bekommt man sogar einen Höhenverstellbaren Steg, so das man den Druck der Melodiesaiten auf dem Rad ohne Papier, Säge oder Leim mit Holzspänchen regulieren kann Wink

Aber all diese komfort Features kosten halt Geld und daher sind Leiern abgesehen von den vielen Arbeitssstunden die der Bau kosten so teuer.

Gute Leiern beginnen bei etwa 2000 € und das ist im Vergleich zu anderen Musikinstrumenten wie Geigen wirklich wenig Geld.

Am günstigen drüfte eine Pixel von Walter Simon sein.

Aber bitte gehe nicht nach den Preis, sondern danach ob dir das Instrument klanglich, spielerisch und optisch gefällt!
Fahr auf Kurse, probiere Instrumente aus oder fahre direkt zu Bauern die für dich in Frage kommen und schau dir dort ihre Instrumente an (Termin vereinbaren).
Wenn man 2000 bis 3000€ für ein Instrument ausgibt, kann man zu drei Drehleier Bauern fahren.
Drehleiern kennen sehr wohl die Gesetze die Physik,
aber sie interessieren sich für diese nicht besonders.
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#5
Ok, ich hoffe ich finde einen Lehrer in der Gegend *g* dann hab ich zwar keinen Drehleierbauer in der Nähe, aber vll kann mir der Lehrer im Fall der Fälle auch erste Hilfe leisten.

Ich möchte keine Diskussion über Qualität und Preis starten, leider kann ich aber momentan nicht das zahlen was du für eine "gute" Leier nennst. (auch wenn ich das klangbeispiel der Pixel sehr schön finde Smile) Daher habe ich mich schon darauf eingestellt Abstriche machen zu müssen, oder es ganz sein zu lassen wenn mir kein Instrument gefällt.
Mal sehen Smile
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#6
(08.07.2012, 17:29)Juna schrieb: Ich möchte keine Diskussion über Qualität und Preis starten, leider kann ich aber momentan nicht das zahlen was du für eine "gute" Leier nennst. (auch wenn ich das klangbeispiel der Pixel sehr schön finde Smile) Daher habe ich mich schon darauf eingestellt Abstriche machen zu müssen, oder es ganz sein zu lassen wenn mir kein Instrument gefällt.
Mal sehen Smile

Du könntest ja ein oder zwei Jahre sparen und in der Zeit dich gründlich umschauen welche Leierbauer der richtige für dich ist. Die klanglichen Unterschiede sind bisweilen beachtlich.

Bei vielen Bauern muss man eh damit rechnen das es 1 bis 2 Jahre dauert bis er die Leier gebaut hat (Wartelisten usw).

Eine weitere Möglichkeit wäre du schaust dich auf dem Gebrauchtmarkt um, vielleicht hast du Glück und bekommst dort eine gute Drehleier für weniger Geld. Würde ich aber als Anfänger nicht unbedingt empfehlen, da gerade als Anfänger der Hersteller Support nicht unerheblich ist und man bei einer gebrauchten Leier nicht die immer die Garantie hat das alles zu 100% perfekt ist.

Dann möchte ich dich noch darauf hinweisen das es auch sehr gute Drehleierbauer in Frankreich gibt - und ich glaube die sind könnten günster sein als so mancher Deutschsprachiger. Bin mir aber nicht ganz sicher, da ich mich mit franz. Bauern nicht so sehr auskenne.

Der cromdale aus Nürnberg hat zB eine von Denis Siorat und hat für diese Leier

http://drehleierforum.truar.com/showthread.php?tid=326

mit Koffer gerade mal 4000 € bezahlt. Ich schätze bei den bekannten deutschen Bauern würde man dafür gut das doppelte bezahlen.

Zudem hat Denis Siorat einen sehr guten Ruf.

Der Hacken, du solltest französich könnnen und rechne damit das du ab min. 2 mal nach Frankreich reisen darfst Wink
Drehleiern kennen sehr wohl die Gesetze die Physik,
aber sie interessieren sich für diese nicht besonders.
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#7
Um sparen komm ich wohl nicht drum herum ^^

Aber eine gebrauchte möchte ich ungerne. Ich habe ja keine Ahnung auf was ich achten muss und eben das Ding mit dem Support und Garantie und so ...

Französische beherrsche ich nicht.

Mich wundert etwas, das du meintest Walter Simon sei am günstigsten. Was ist mit Seibert? Rein preislich klingt es gut, die Klangbeispiele find ich gut (aber das ist eh immer verfälscht) und er wohnt auch nur 2,5 Stunden entfernt ^^' außerdem hast du selbst eine von ihm, oder? Gibt es da einen Haken? Smile

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#8
Hi,

von wegen neue oder gebrauchte Leier:

Ich wollte auch eigentlich eine neue Leier, hab aber irgendwann ein Angebot gefunden, dass ich nicht ablehnen konnte.

Klar muss man schon wissen, auf was man achten muss, wenn man gebraucht kauft. Oder jemanden mitnehmen, der sich damit auskennt.
Ich hatte das Glück eine Leier zu bekommen, die schon 18 Jahre alt ist. Man sieht ihr das Alter zwar an und sie hat auch kleinere Macken, ist aber in einem guten Zustand.

Geld reinstecken muss ich dennoch um einiges richten zu lassen. ABER: Das ist ja kein Grund, so eine Leier nicht zu kaufen. Egal von wem das Instrument ist, du kannst es doch auch jederzeit zum Bauer zur Überprüfung und Reparatur schicken.

Support und Garantie hast du denk ich bei einer neuen nicht viel mehr. Viele bieten zwar einmalig noch die kostenlose Wartung an, aber wenn wirklich was kaputt geht, was kein Verschleissteil ist, macht es keinen Unterschied, ob die Leier gebraucht war oder nicht.

Bezüglich Seibert schau doch einfach mal in diesen Thread. Ich hatte bis vor kurzem genau dasselbe Problem wie du, und viele deiner Fragen sind da (auch von Marc) schon beantwortet worden.


Achja: Du kannst ja einfach mal nachfragen, ob du eine Leier direkt vom Instrumentenbauer leihen kannst. Von Sebastian Hilsmann weiß ich ganz sicher, dass er das macht. Von Frau Betz (Gotschy) meine ich das auch zu wissen, allerdings wars bei der grade eng, vor den ganzen Ausstellungen.


Gruß, Marcel
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#9
Hallo,

wenn mir eine Leier mit schönem Ton über den Weg läuft, könnte ich vielleicht nicht anders als eine gebrauchte zu kaufen (oft suchen sich doch die Instrumente die Spieler aus, nicht andersrum xD) Aber zu Anfang fänd ich es schon schön nicht zu viel verbessern zu müssen, wie gesagt, habe ja keine Ahnung von der Materie.
Aber momentan gibt es da auch kein Angebot. Ich habe das Gefühl sehr viele Gebrauchtleiern gibt es eh nicht.

Warum schreibst du von Glück? ^^ Werden Drehleiern mit dem Alter besser?

Leihleier ist eine gute Idee, Danke!

lg
Juna
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#10
Hi,

naja, wegen "zum Glück":

Ich denke, wenn ein Instrument wie eine Drehleier gut gepflegt und regelmäßig gespielt wird, hat das nur Vorteile... Es verzieht sich nichts mehr, die Saiten halten die Spannung. Und natürlich ist das ganze auch finanziell meist sehr interessant. Wenn ich alles zusammenrechne (Reparaturkosten, Wartungs, neue Tonabnehmer usw.) komme ich trotzdem auf einen Preis von einer neuen Phoenix-Leier... spielen tu ich aber eine Lautendrehleier mit Vollausstattung (3x Melodie, 3x Bordun, 2x Schnarre, Resonanzsaiten, Saitenheber, Tonabnehmer, Koffer). Preise vergleichen kannst du ja auf der Homepage von Gotschy/Alexandra Betz.

Ich denke schon, dass man ab und zu mal einer gebrauchten Leier über den Weg läuft. Ich hatte nur die Hoffnung auf eine gebrauchte Weichselbaumer Allegro zu warten.. die scheinen aber wirklich selten zu sein ;-)

Aber wie gesagt: Ruf doch einfach mal den Sebastian an, der hat sich auch für mich mal ne halbe Stunde zeitgenommen und mir alle Fragen beantwortet und auch das mit der Leih-Leier angeboten. Trotzdem war er dann auch nicht eingeschnappt, als ich nichts von ihm gekauft hab!


Liebe Grüße,
Marcel
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