grundlegende fragen
#1
servus,

ich bin 27 und lehramtstudent in halle und hätte ein "paar" fragen. Smile

1. wie schwer ist es drehleier zu spielen, also auf einem niveau das man leuten zumuten kann. ist es sehr lernintensiv? sagen wir mal im vergleich zu gitarre/klavier?

2. lässt sich das instrument selber lernen oder "bedarf" es unterricht? (ich weiß, es schadet nie Big Grin)

3. wie "tauglich" ist eine drehleier zum gesanglichen beleiten für die schule im vergleich zur gitarre/kalvier? ich brauch was was 1.gut transportabel, mich nicht am sprechen/singen hindert. und 3. gut als begleitung passt

4. was empfiehlt sich da an instrument? also die übelste maestroleier werd ich wohl nie brauchen...

danke schonmal für die antworten.
grüße aus halle

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#2
Hallo ckat,

zu 1.2. und 4.: einige deiner Fragen wurden hier schon in diversen Threads diskutiert. Vielleicht schaust du dich noch was im Forum um, dann wirst du viele Anregungen und Antworten bekommen.Smile

zu 3. Für den klassischen Musikunterricht mit Theorie, Geschichte und Singen ist denke ich das Klavier oder die Gitarre immernoch am Besten geeignet. Gerade was die Begleitung von den Liedern im Schulbuch angeht, kann ich mir die Drehleier nur schwer vorstellen. Du bist auf bestimmte Tonarten festgelegt, es sei denn du spielst nur mit der Melodiesaite. Was die Theorie angeht ist halt auch die Klaviatur die Standardvorlage für Erklärungen...
I have three answers to the questions that I know are in the audience.
Answer number one: It's called a hurdy gurdy.
Answer number two: you turn the crank and run your fingers up and down the outside.
Answer number three: No, I do not have a monkey!
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#3
Wink bin kein musiklehrer, sondern ist eher zur allgemeinen begleitung gedacht.
sind die instrumente sehr lautstark (bzw. nachbarunfreundlich ;D)

die meisten ähnlichen threads enden nach 1-2 sätzen in pseudomasturbationsbeiträge...
richtig konstruktive was für anfänger brauchbar wäre kommt da nicht auf....
immer " ja aber die.... aber auch die.... je nach geschmackssache"
also als einsteiger kann ich das eh noch nicht unterscheiden.
z.b. wieviele melodiesaiten/bodnuren/scharr machen sinn; wirbel oder mechaniken? und dann wird ncoh immer auf vergriffene bücher verwiesen, also anfängerfreundlich ist anders Big Grin

gruß
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#4
(14.07.2012, 22:26)ckat schrieb: sind die instrumente sehr lautstark (bzw. nachbarunfreundlich ;D)

hängt wieder von der drehleier ab, gibt lautere und leisere.
aber selbst die lauten drehleiern kommen schwer gegen ne einen durchschnittlichen dudelsack an Tongue

aber prinzipell sind leiern nachbarschaftsfreundlich - relativ zu anderen instrumenten.

(14.07.2012, 22:26)ckat schrieb: die meisten ähnlichen threads enden nach 1-2 sätzen in pseudomasturbationsbeiträge...
richtig konstruktive was für anfänger brauchbar wäre kommt da nicht auf....
immer " ja aber die.... aber auch die.... je nach geschmackssache"

vieles IST nun mal oft geschmackssache. da hilft leider nur selber ausprobieren - nämlich das was wir hier jeden predigen: kruse mit leihinstrumenten besuchen und/oder den bauern einen besuch abstatten.

(14.07.2012, 22:26)ckat schrieb: z.b. wieviele melodiesaiten/bodnuren/scharr machen sinn; wirbel oder mechaniken?

als anfänger: 2 melodiesaiten (G/g oktaviert), 2 Bordune (G und c) und 1 oder zwei Schnarren (auf jedenfall c, evt. d oder kapodastar, wenn nur eine schnarre, damit man schnell auf d umstimmen kann).
Auf jedenfall Mechaniken (meine Meinung) - ganz besonders als Anfänger.

(14.07.2012, 22:26)ckat schrieb: und dann wird ncoh immer auf vergriffene bücher verwiesen, also anfängerfreundlich ist anders Big Grin

war das buch zu dem zeitpunkt schon vergriffen als es empfohlen wurde? selbst wenn nicht, es gibt ebay Wink ich denke du spielst auf das hummelbuch an? ist nun mal meiner meinung nach das beste anfänger buch.
Drehleiern kennen sehr wohl die Gesetze die Physik,
aber sie interessieren sich für diese nicht besonders.
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#5
So ist es halt nun mal. Bei der Drehleier gibt es keine ultimative Meinung. Das Instrument wurde nie derart auf Massentauglichkeit gebaut wie etwa ein Klavier.
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#6
schon klar, schon klar. ist ja nicht so,dass es keine hilfe wäre.
aber als einsteiger kann ich halt wenig einschätzen,was wie wichtig/preisrelevant sein sollte. ich bin für die ratschläge auch sehr dankbarSmile

toll wäre sowas wie:
bsp 1leier: ist gut weil..... und deshalb gut geeignet für anfänger/fortschrittene/nur profis
bsp 2leier: ist gut weil: leicht stimmbar, handlich, preis, bauer besonders gut, etc. und deshalb geeignet für anfänger die den umgang daran leicht lernen koennen etc. etc.

wenn man die drehleiern mal so gegenüberstellen würde (ja ihr habt ja schon gesagt generalisieren ist hier schwer, aber so entstehen nunmal rezeptionen) könnte man den rahmen der passenden leiern schonmal einschrenken. bestimmt hat jeder bauer auch sein "bestes " stück und andere instrumentereihen sind dann bei anderen besser.
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#7
@ckat: Naja, die von dir gewünschten "Leiertests" fordern gemeinsame Standards der Testenden, die so einfach nicht existieren. Abgesehen davon, dass die Leiern bei einigen Herstellern längst nicht so standardisiert sind, dass dies verlässliche Aussagen über die mögliche Qualität liefern würde... die Anforderungen und die individuelle Bereitschaft, am eigenen Instrument zu "basteln" sind auch extrem (!) unterschiedlich: Wer Drehleiermusik aus dem Folk fortentwickeln und sich im Jazz austoben will, der hat andere Anforderungen als jemand, der authentische Barockmusik auf der Leier spielen, französische Bal Folk Tanzmusik spielen oder die Leier im Zusammenspiel mit einem Marktsack auf Mittelaltermärkten einsetzen will. Es gibt kein festes Anwendungsprofil wie für "die Klarinette". Dementsprechend ist die Beurteilung und Empfehlung einfach schwierig.

Zum Einsteigen empfehlen sich generell die jeweils "kleinsten" Modelle der Hersteller mit der von Marc genannten Saitenkombination in g/c; die sind für gängige Tonarten ausreichend und generell vollwertige Instrumente. Die können typischerweise auch mit sehr hohem Wiederverkaufswert veräußert werden, falls du dich irgendwann für ein größeres Modell entscheidest: Für einen feineren, weicheren, weiteren Klang und mehr Variabilität und Präzision z.B. bei Schnarrtechniken braucht man ab einem gewissen technischen Grad der Spielfertigkeiten größere Modelle, die dann aber oft den doppelten oder dreifachen Preis kosten, wenn man alles ausreizen will, was geht.

Stimmmechaniken oder nicht ist Geschmackssache, ich würde sie wollen. Kapodaster braucht man am Anfang nicht, nützlich sind sie aber meines Erachtens. Sonst ist Marc nichts hinzuzufügen.

Einen Indikator für einen hohen Technisierungsgrad und damit zu erwartender guter Spielperformanz der Leiern bietet übrigens noch der Preis. Alle Hersteller, die Leiern ab 4000-6000 € aufwärts anbieten, "könnens", da gibt es meines Wissens keine schwarzen Schafe, wenn auch das Preisleistungsverhältnis sehr unterschiedlich sein kann. Typischerweise sind dann auch die Einsteigerinstrumente dieser Hersteller zumindest wirklich nett (die liegen preislich ab ca. knapp 2000 €).

Ansonsten, fürchte ich, möchtest du in Wahrheit die Erfahrungen der Beschäftigung mit Drehleiern über einen längeren Zeitraum, quasi eine Synopse der Inhalte dieses Forums und der Spielerfahrungen mehrerer guter Drehleierspieler, auf kleinem Raum schriftlich zusammengefasst. Das ist kaum machbar, weil zum einen Spielgefühl und Klang immer nur sehr indirekt zu Verschriftlichen sind und dir auch zum Verständnis Erfahrungen fehlen, die du erst beim Spielen sammeln kannst. Wenn du ohne Vorkenntnisse Oboe spielen lernen willst, werden sich dir die Feinheiten der Instrumente in der hohen Preisregion auch noch nicht erschließen - und du würdest typischerweise mit einem Leihinstrument oder einem Kauf im unteren Segment starten. Ich schlage vor, das tust du bei 'nem renommierten, auf hohem technischem Standard arbeitenden Hersteller auch mit deinem Drehleierprojekt, und zumindest darin wird kein Fehler liegen! Mantraartig ist in diesem Zusammenhang noch die Empfehlung zu wiederholen, an einem Wochenendkurs mit Leihinstrumenten teilzunehmen, da bekommst du zum einen mehrere verschiedene Leiern zu sehen und die Spielanleitung ist für einen Anfänger mehr als gut investiertes Geld.

Viele Grüße,

Alex
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