Melodie Saiten aushängen
#1
Ich habe 3 Melodie Siaten. Für den Anfang für mich zu viele.
wenn ich 2 aushänge drücke ich immer noch auf drei Saiten.
Macht es sinn 2 Saiten ganz zu entfernen, oder stimmt dann der "Anschlagsdruck" nicht mehr weil es weniger wiederstand gibt.

Mit eine Saite entfernt, eine ausgehängt, die übrige Seite auf G' gestimmt ergibt bei mir immer noch unsaubere noten beim spielen.

ist das normal?
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#2
kurzantwort: auf gar keinen fall melodiesaiten ausbauen Exclamation

lange antwort:

ja, so ist das halt wenn man mehere melodie saiten hat. wenn man sie aushängt hat man immernoch widerstand beim drücken. der einzige bauer der dafür eine lösung hat ist meines wissens nach walter simon, bei ihm kann man melodiesaiten so aushängen das kein wiederstand beim drücken mehr vorhanden ist - aber das ist luxus Big Grin


Wenn du mit einer Melodiesaite unsaubere Noten beim spieln hast kann das mehrere Gründe haben:

- Fähnchen nicht richtig eingestellt
- Du hast den falschen Druck für die Taste wo der falsche Ton entsteht
- Es passt alles und du weißt nicht das eine Drehleier ein Borduninstrument ist und daher rein und nicht temperiert gestimmt ist Wink (Das Thema wurde schon ausführlich im Forum behandelt)

Was genau da falsch läuft läst sich kaum über ein Forum genau raus finden, du bräuchtest einen erfahrenen Spieler/Lehrer der sich das mal anschaut.
Drehleiern kennen sehr wohl die Gesetze die Physik,
aber sie interessieren sich für diese nicht besonders.
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#3
Danke Marc,

ich nehme deinen Rat an und werde mich bald jemanden suchen der mir untericht gibt.

Meine ausgebaute Saite werde ich wieder einbauen. (muss die auch gestimmt sein, oder nur spannung haben)

Wie wurdest du 3 Saiten stimmen? G, G' und C?

Grüße

Raymond
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#4
Du hättest die Saite erst gar nicht ausbauen sollen.

Im dümmsten Fall darfst du jetzt die Fähnchen neu justieren, im besten Fall passt wieder alles sobald sie die richtige Spannung wieder hat.

Ich weiß nicht was für eine Stimmung die einzelnen Melodiesaiten deiner Leier haben.
Üblich ist bei bei drei Saiten G g D.
Kann aber auch wie du sagst gut G g C sein.

Das frägst du am besten den Bauer deiner Leier was er für Saiten aufgezogen hat - das ist wichtig zu wissen, denn nur in dieser Stimmung funktioniert die Saite richtig. Bis zu einen Ton nach oben kann man sie idR überspannen, aber das machst du lieber mal nicht.
Überspannst du sie zu viel reißt sie und du brauchst eine neue - die dann meist auch noch eingespielt werden will... glaub mir, darauf hast du erstmal keine Lust Wink

Ja, einen Lehrer bald zu suchen der dir helfen kann ist ein sehr guter Plan. Für mich liest das gerade so, das du gerade dabei bist als Anfänger dein Instrument kaputt zu basteln.
Drehleiern kennen sehr wohl die Gesetze die Physik,
aber sie interessieren sich für diese nicht besonders.
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#5
Moin,

Das gute an den Leiern vom Kurt ist, dass sie fast unkaputtbar sind Big Grin
Allerdings sind sie recht schwierig einzurichten, weshalb ich dir auch zu nem Lehrer, der mal rüber schaut, raten würde.
Zur Thematik mit der ausgebauten Saite: Momentan spiele ich auch mit ausgebauter 3. Saite, da ich noch überlege welche Stimmung die 3. bekommen soll. Grundsätzlich finde ich, dass sich da wenig am Tastenandruck geändert hat. Allerdings sollte das auch keine Auswirkung auf die Töne bzw. Intonation der anderen 2 Saiten haben.
Also kannst du sie im Grunde ausgebaut lassen und dich ersteinmal auf 2 Saiten konzentrieren. Dann musst du auch nicht wieder an der Leier basteln Wink
Kleiner Tipp von mir: Mir hat der Umstieg auf moderne Viola-Saiten geholfen, alles ein wenig feiner zu machen. Sollte auch für die Lautenleier gehen.

Grüße,
Alex

ps.: http://www.spielleute.de/sachbuecher_die...13,kd.html -> großartiges Werk!
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#6
Eine mögliche Kombination bei drei Melodiesaiten (Reichmann-Leier) ist auch

g-g-G

Es klingt sehr interessant!

Alle drei Chanterelles (und Fähnchen) sind bei mir entsprechend gestimmt und bei bestimmten Stücken schalte ich die "G" ab. An den Tastendruck bei drei Saiten habe ich mich von Anfang an gewöhnt.

Ansonsten ist der Tipp, eine/n erfahrene/n Spieler/in oder Lehrer/in konkret um Hilfe zu bitten, der Richtige, wie hier schon mehrfach bemerkt wurde.

Gruß und gutes Gelingen,

Jürgen
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#7
Habe am Wochenende eine neue Saite gekauft und eingesetzt. (alte war kaput und habe sie deshalb entfernt) Macht von der intonation der bereits vorhandenen Saiten keinen unterschied. Habe mit neu Wattieren und Fähnchen justieren gute erfolge erziehlt.

g-g-G werde ich ausprobieren. Ist hier die Reihenfolge wichtig? Meine Saiten scheinen gleich stark zu sein.

Wie wurdest du die Bordunen und die Schnarren dazu stimmen?

Vielen Dank & Grüße
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#8
Auch wenns mich vielleicht nicht ansprechen sollte, mal mein Senf dazu:
(23.07.2012, 17:42)Raymondp schrieb: g-g-G werde ich ausprobieren. Ist hier die Reihenfolge wichtig? Meine Saiten scheinen gleich stark zu sein.

Die Reihenfolge der Saiten halte ich grundsätzlich für egal, hauptsache du weißt welche welchen Ton erzeugen soll.
Grundsätzlich solltest du mal schauen, ob es wirklich die selben Saiten sind. Wenn eine umwickelte dabei ist, wirds wohl eine tiefe g sein, ansonsten wohl 3x g'. Könnt ich mir auch gut vorstellen, da die Melodien bei Reichmann recht leise sind. Probier doch mal über ein Stimmgerät aus, wo du mit den einzelnen Saiten landest, selbst wenns nicht genau stimmt, siehst ja obs in richtung g', g oder d' geht.

(23.07.2012, 17:42)Raymondp schrieb: Wie wurdest du die Bordunen und die Schnarren dazu stimmen?

Grundsätzlich passen Tonika und Dominante als Borduntöne. Wenn du also in G spielst, wären das "G" in allen Lagen und "D" in allen Lagen. Für C wären das dann "C" und "G".
Sollten deine Melodien nun wirklich nur g und g' sein, so würde ich die Bordune auf G/c stimmen, die Mouche auf g' und die Schnarren entweder c' und d' oder g und g'. Natürlich wären auch noch andere Kombinationen denkbar aber das sollte meiner Meinung nach alles Gänige abgreifen.

Grüße,

Alex
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