St. Chartier bzw. La Chatre 2010
#1
Ds 35. Festival für traditionelle Musik und Volkstänze findet statt vom 15. bis 18. Juli 2010.

Hier der Link zum Festival: http://www.saintchartier.org/en/accueil.php.

Gibt es jemanden hier im Forum, der im nächsten Jahr auch das Festival besucht? Vielleicht sehen wir uns dann am Stand von Sebastian Hilsmann.
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#2
Ist leider mein Dienstwochenende. Und wie es aussieht werde ich da wohl auch keinen Urlaub bekommen.
Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden!
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#3
Ich hatte es mal überlegt, weiß aber noch nicht ob da nicht meine Staatsexamensklausuren sind...
I have three answers to the questions that I know are in the audience.
Answer number one: It's called a hurdy gurdy.
Answer number two: you turn the crank and run your fingers up and down the outside.
Answer number three: No, I do not have a monkey!
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#4
Ich möchte ganz gern hinfahren Smile Aber vielleicht wird das gleich eine Rundreise Smile
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#5
Zeitlich parallel dazu übrigens im Norden Deutschlands die Eiderbordunale: http://home.vrweb.de/bid/eiderbordunale.html - da werde ich wohl aufzufinden sein.

Viele Grüße,

Alex
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#6
Armin, magst du uns kurz berichten wie es war und was ihr so gemacht habt?
I have three answers to the questions that I know are in the audience.
Answer number one: It's called a hurdy gurdy.
Answer number two: you turn the crank and run your fingers up and down the outside.
Answer number three: No, I do not have a monkey!
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#7
Liebe Leierleute,

hier mein Bericht:

Anfahrt war am Mittwoch, dem 14. Juli. Für die Anfahrt von Wackernheim über Kaiserslautern, Metz, Troyes, Montargis, Gien und Bourge benötigen wir für ca. 780 km ziemlich genau mit zwei Pausen 9 Stunden Fahrzeit.
Wir hatten auf einer Ferme Auberge ein Zimmer mit Frühstück für 42 Euro in La Berthenoux in der Nähe von La Chatre gebucht. Zum Festivalgelände vor dem Chateaux d’Ars waren es von dort ca. 30 km zu fahren.

Das Schloss liegt ca. 3 km nordöstlich von La Chatre.
Wir trafen Sebastian Hilsmann vor dem Festivalgelände am darauffolgenden Morgen und begannen ab ca. 11.30 Uhr mit dem Standaufbau, den wir erst gegen 19.00 Uhr beendeten. Sebastian hatte insgesamt 6 Drehleiern dabei.

Auf dem Gelände der Instrumentenbauer waren ca. 90 Stände belegt, darunter waren u.a. folgende Drehleierbauern vertreten: Boudet, Grandchamp, Kerboeuf, Mousnier, Siorat, Weichselbaumer und natürlich Sebastian Hilsmann. An deutschen Instrumentenbauern waren ferner da: Güntzel, Kernbach, Mossmann und Schlutter.

Am Freitag wurde das Gelände der Instrumentenbauer ab 9.00 Uhr eröffnet. Gleich am Vormittag war Matthias Loibner am Stand von Sebastian und einen Tag später noch einmal mit seinem Sohn, der eine Kinderdrehleier von Sebastian ausprobierte.
Simon Wascher unterstützte Sebastian Hilsmann ebenfalls, indem er gelegentlich die Instrumente neu kolophonierte und einrichtete. Aus dem Drehleierforum hatten wir ebenfalls Gäste am Stand: Stephan aus der Schweiz und Alexander Zwingmann aus der Nürnberger Gegend. Außer ihnen konnte ich noch weitere Bekannte am Stand begrüßen. Außerdem waren Ulrike Fritsch und Beat Schenk zweimal am Stand von Sebastian.

Auf dem Gelände der Instrumentenbauer herrschte tagsüber ein ständiger Klangbrei, da viele Besucher die Instrumente ausprobierten. Es wurde an den Ständen auch richtig in Gruppen musiziert, wie z.B. von Gregory Jolivet und einem weiteren Leierspieler am Stand von Mousnier. Das Treiben auf dem Instrumentenbauergelände war schon eine sehr faszinierende Atmosphäre für mich.

Dem musikalischen Festivalprogramm konnte ich nicht viel abringen. Den Auftritt von Matthias Loibner konnte ich gerade noch ertragen, aber das was Clastrier ablieferte, ermutigte mich am Abend zum direkten Verlassen des Festivalgeländes. Sicher ist es ganz interessant, was man einer Drehleier mit elektronischen Mitteln alles an Geräuschen entlocken kann, aber was da an Musik herauskam, entspricht leider nicht meinem eher traditionellen Verständnis von Drehleiermusik. Blowzabella mit Gregory Jolivet trat in der Nacht vom Samstag auf Sonntag erst ab 1.00 Uhr auf, da lag ich längst im Bett, weil es ab ca. 11.00 Uhr richtig kalt wurde. Sehr schön war der Auftritt von Loibner mit der Sängerin Natasa Mirkowic.
Sehr schöne Musik wurde auch auf den offenen Bühnen gemacht von Gruppen aus der Region. Es gab auch an zwei verschiedenen Stellen Möglichkeiten, das Tanzbein zu schwingen, was von den Besuchern auch reichlich genutzt wurde. Zeitweise gab es auch Tanzanleitungen.

Ich schätze, es waren samstags und sonntags zwischen 5.000 und 10.000 Besucher vor Ort. Meinen Besuch des Festivals möchte ich für mich als einmalig bezeichnen. Ich bin froh, dabei gewesen zu sein, aber im nächsten Jahr fahre ich lieber zum TFF nach Rudolstadt. Da gibt es bei weitem nicht so viele Instrumentenbauer, aber die ganze Stadt ist voller Folkloristen und an jeder Ecke wird musiziert. Ggf. kommt auch in nächster Zeit das Drehleierfestival in Anost (Burgund) in Betracht. Das ist dann auch nicht so weit, wie La Chatre.

Am Sonntagabend ab 18.00 Uhr begann der Abbau der Stände. Wir waren gegen 21.00 Uhr mit dem Abbau fertig und ließen den Abend vor einer Bühne ausklingen, von der aus noch ein wenig zum Tanz aufgespielt wurde.

Den Montag nutzten wir zu einer Fahrt nach Bourges. Die dortige Kathedrale ist sehr sehenswert, aber auch die schöne Altstadt mit den Fachwerk-und den Patrizierhäusern aus der Spätgotik und Renaissance. Am Nachmittag fuhren wir nach Nohant (Späterer Wohnsitz der George Sand) und machten einen Abstecher nach Saint Chartier. Für einen, der es nicht erlebt hat, ist es nicht vorstellbar, dass in diesem kleinen Kaff dreiundreißig mal das Festival stattfinden konnte, bevor es auf das Gelände des Chateaux d’Ars verlegt werden musste, weil der neue Schlossbesitzer in Saint Chartier das Festival nicht mehr auf seinem Gelände dulden wollte.

Das südliche Berry ist eine bezaubernde Landschaft, bestehend aus Wald und Wiesen, kleinen Dörfern und Städtchen, schönen Schlössern, Burgen und Kirchen. Unmittelbar führt hier in der Nähe die Via Limovicensis, einer der Jakobswege, vorbei.

Am Dienstag fuhren wir über den gleichen Weg, wie wir hingekommen sind, zurück und kamen gegen 18.00 Uhr zuhause an.


Für Fragen stehe ich Euch gerne zur Verfügung.


Euer
Armin
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#8
Hallo Leute, hallo Armin!

Das ist ja ein Bericht, nicht schlecht Herr SpechtSmile

Also um noch was zu Blowzabella zu sagen, die waren einfach geilBig Grin
Im Waldgelände wurde eine grosse Tanzfläche mit einer Bühne aufgebaut, umgeben von Bäumen und Ständen, dort haben sie gegen 01:00 Uhr gespielt. Am Abend war die Stimmung mega schön, die Leute gut drauf, fast die ganze Fläche wurde zum Tanzen genutz und das live zu Blowzabella!!!! Auch ich habe dort meine Unschuld verloren und habe meine ersten "Balvolk-Tanzerfahrungen" gesammelt.Blush
Das war mein persönlicher Highlight des Festivals.
Sonst war es einfach nur berauschend umgeben von Dudelsäcken, Drehleier und anderen Instrumenten zu sein. Überall jamsessions aus verschiedenen Ecken Europas und natürlich war es klasse einfach mal verschiedene Instrumente, der div. Instrumenten-Bauer zu testen und sich mit Gleichgesinnten auzutauschen.
Und den einzig richtig guten Kaffe, gabs bei Sebastian Hilsmann am Stand, Gott sei dank!!!Wink
Armin, ich kann dir noch 1-2 Aufnahmen von Dir zu schicken, wenn Du willst!

Also mein Fazit, ich bin ein St Chartier Jüngling geworden und gehe definitiv nächstes Jahr wieder.

Schöne Zeit und Grüssle,
Stefan (ohne ph)Shy
Man kann zwar Alles wollen was man will, aber man kann noch lange nicht alles haben was man will!
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#9
Hallo Stefan (ohne ph),

ja das wäre nett, wenn ich die Fotos von dir bekäme. Auf welchem Wege möchtest Du sie mir schicken? Mir wäre per E-Mail am liebsten.

Gruß
Armin
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#10
Mir auch, dann lass mir doch mal deine mailadresse zukommen!
Vielleicht schaff ich das am Wochenende noch, sonst ab nächster Woche!
Gruss,
Stefan
Man kann zwar Alles wollen was man will, aber man kann noch lange nicht alles haben was man will!
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