St. Chartier bzw. La Chatre 2010
#11
Oh man, warum mussten die Klausuren grad da sein? Hört sich alles so ziemlich ähnlich dem letzten Jahr an, das war ähnlich.

@ Armin: Schön, dass du Bourges von der Seite erleben durftest. Ich hab mich vor einem Jahr mordsmäßig in der Stadt verfahren und den schieren Koller bekommen. Bin etwa 2h in Bourges rumgegurkt, was aber auch meiner bescheidenen Wegbeschreibung zuzurechnen war.
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#12
Ja lieber Gerd, so ist das mit den Sch.. Prüfungen, erstmal nervig und zweitens, immer genau dann, wenn was läuftDodgy
Aber es kommen ja noch Jahre ohne Prüfungen, zumindest Schulischer Natur Big Grin
Vielleicht sieht man sich ja in einem Jahr dort, oder im Herbst beim Sebastian, der möchte irgendwie noch mal nen Leierkurs organisieren?!

Grüssle ins Frankenland,
Stefan
Man kann zwar Alles wollen was man will, aber man kann noch lange nicht alles haben was man will!
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#13
Nein, das ist es ja grade. Ich studiere auf Lehramt, das heißt, wenn die Uni rum ist, steh ich im Juli standartmäßig im Klassenzimmer und prüfe andere. In Bayern fangen die Sommerferien der Schüler erst im August an.
Für La Chatre bin ich bis zur Rente gestorben.
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#14
(23.07.2010, 17:40)Gerd schrieb: Nein, das ist es ja grade. Ich studiere auf Lehramt, das heißt, wenn die Uni rum ist, steh ich im Juli standartmäßig im Klassenzimmer und prüfe andere. In Bayern fangen die Sommerferien der Schüler erst im August an.
Für La Chatre bin ich bis zur Rente gestorben.

Hallo Gerd,

nimm's nicht so tragisch und fahre einfach vom 19. bis 22. August zur Fête de la Vielle nach Anost in Burgund. Dorthin ist auch der Anfahrtsweg nicht so weit und die Gegend ist sehr schön. Die Fête hat auch Tradition und findet diesen Sommer zum 33. Mail statt. Was willst Du mehr?

Gruß
Armin
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#15
Smile 
(23.07.2010, 19:38)ArminSchwerdt schrieb: Hallo Gerd,

nimm's nicht so tragisch und fahre einfach vom 19. bis 22. August zur Fête de la Vielle nach Anost in Burgund. Dorthin ist auch der Anfahrtsweg nicht so weit und die Gegend ist sehr schön. Die Fête hat auch Tradition und findet diesen Sommer zum 33. Mail statt. Was willst Du mehr?

Gruß
Armin

Das reicht mir vollkommen. Smile
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#16
(23.07.2010, 17:40)Gerd schrieb: Nein, das ist es ja grade. Ich studiere auf Lehramt, das heißt, wenn die Uni rum ist, steh ich im Juli standartmäßig im Klassenzimmer und prüfe andere. In Bayern fangen die Sommerferien der Schüler erst im August an.
Für La Chatre bin ich bis zur Rente gestorben.


Uiii, damit hab ich natürlich net gerechnet,........mein herzliches Beleid Angel
Aber eben, es gibt ja noch andere Alternativen!!!
Trotzdem, viel Spass in der Schule!!! Tongue

Liebe Grüsse,
Stefan
Man kann zwar Alles wollen was man will, aber man kann noch lange nicht alles haben was man will!
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#17
Das war ja ein schöner Bericht, Danke Armin...
Das klingt alles sehr schön, aber anstrengend.
Mal sehen wie das nächstes Jahr mit den letzten Klausuren bei mir liegt (Gerd, ich leide mit dir, allerdings nebenan in BaWü).
I have three answers to the questions that I know are in the audience.
Answer number one: It's called a hurdy gurdy.
Answer number two: you turn the crank and run your fingers up and down the outside.
Answer number three: No, I do not have a monkey!
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#18
(23.07.2010, 00:00)ArminSchwerdt schrieb: Liebe Leierleute,

hier mein Bericht:

Anfahrt war am Mittwoch, dem 14. Juli. Für die Anfahrt von Wackernheim über Kaiserslautern, Metz, Troyes, Montargis, Gien und Bourge benötigen wir für ca. 780 km ziemlich genau mit zwei Pausen 9 Stunden Fahrzeit.
Wir hatten auf einer Ferme Auberge ein Zimmer mit Frühstück für 42 Euro in La Berthenoux in der Nähe von La Chatre gebucht. Zum Festivalgelände vor dem Chateaux d’Ars waren es von dort ca. 30 km zu fahren.

Das Schloss liegt ca. 3 km nordöstlich von La Chatre.
Wir trafen Sebastian Hilsmann vor dem Festivalgelände am darauffolgenden Morgen und begannen ab ca. 11.30 Uhr mit dem Standaufbau, den wir erst gegen 19.00 Uhr beendeten. Sebastian hatte insgesamt 6 Drehleiern dabei.

Auf dem Gelände der Instrumentenbauer waren ca. 90 Stände belegt, darunter waren u.a. folgende Drehleierbauern vertreten: Boudet, Grandchamp, Kerboeuf, Mousnier, Siorat, Weichselbaumer und natürlich Sebastian Hilsmann. An deutschen Instrumentenbauern waren ferner da: Güntzel, Kernbach, Mossmann und Schlutter.

Am Freitag wurde das Gelände der Instrumentenbauer ab 9.00 Uhr eröffnet. Gleich am Vormittag war Matthias Loibner am Stand von Sebastian und einen Tag später noch einmal mit seinem Sohn, der eine Kinderdrehleier von Sebastian ausprobierte.
Simon Wascher unterstützte Sebastian Hilsmann ebenfalls, indem er gelegentlich die Instrumente neu kolophonierte und einrichtete. Aus dem Drehleierforum hatten wir ebenfalls Gäste am Stand: Stephan aus der Schweiz und Alexander Zwingmann aus der Nürnberger Gegend. Außer ihnen konnte ich noch weitere Bekannte am Stand begrüßen. Außerdem waren Ulrike Fritsch und Beat Schenk zweimal am Stand von Sebastian.

Auf dem Gelände der Instrumentenbauer herrschte tagsüber ein ständiger Klangbrei, da viele Besucher die Instrumente ausprobierten. Es wurde an den Ständen auch richtig in Gruppen musiziert, wie z.B. von Gregory Jolivet und einem weiteren Leierspieler am Stand von Mousnier. Das Treiben auf dem Instrumentenbauergelände war schon eine sehr faszinierende Atmosphäre für mich.

Dem musikalischen Festivalprogramm konnte ich nicht viel abringen. Den Auftritt von Matthias Loibner konnte ich gerade noch ertragen, aber das was Clastrier ablieferte, ermutigte mich am Abend zum direkten Verlassen des Festivalgeländes. Sicher ist es ganz interessant, was man einer Drehleier mit elektronischen Mitteln alles an Geräuschen entlocken kann, aber was da an Musik herauskam, entspricht leider nicht meinem eher traditionellen Verständnis von Drehleiermusik. Blowzabella mit Gregory Jolivet trat in der Nacht vom Samstag auf Sonntag erst ab 1.00 Uhr auf, da lag ich längst im Bett, weil es ab ca. 11.00 Uhr richtig kalt wurde. Sehr schön war der Auftritt von Loibner mit der Sängerin Natasa Mirkowic.
Sehr schöne Musik wurde auch auf den offenen Bühnen gemacht von Gruppen aus der Region. Es gab auch an zwei verschiedenen Stellen Möglichkeiten, das Tanzbein zu schwingen, was von den Besuchern auch reichlich genutzt wurde. Zeitweise gab es auch Tanzanleitungen.

Ich schätze, es waren samstags und sonntags zwischen 5.000 und 10.000 Besucher vor Ort. Meinen Besuch des Festivals möchte ich für mich als einmalig bezeichnen. Ich bin froh, dabei gewesen zu sein, aber im nächsten Jahr fahre ich lieber zum TFF nach Rudolstadt. Da gibt es bei weitem nicht so viele Instrumentenbauer, aber die ganze Stadt ist voller Folkloristen und an jeder Ecke wird musiziert. Ggf. kommt auch in nächster Zeit das Drehleierfestival in Anost (Burgund) in Betracht. Das ist dann auch nicht so weit, wie La Chatre.

Am Sonntagabend ab 18.00 Uhr begann der Abbau der Stände. Wir waren gegen 21.00 Uhr mit dem Abbau fertig und ließen den Abend vor einer Bühne ausklingen, von der aus noch ein wenig zum Tanz aufgespielt wurde.

Den Montag nutzten wir zu einer Fahrt nach Bourges. Die dortige Kathedrale ist sehr sehenswert, aber auch die schöne Altstadt mit den Fachwerk-und den Patrizierhäusern aus der Spätgotik und Renaissance. Am Nachmittag fuhren wir nach Nohant (Spätere Wohnsitz der George Sand) und machten einen Abstecher nach Saint Chartier. Für einen, der es nicht erlebt hat, ist es nicht vorstellbar, dass in diesem kleinen Kaff dreiundreißig mal das Festival stattfinden konnte, bevor es auf das Gelände des Chateaux d’Ars verlegt werden musste, weil der neue Schlossbesitzer in Saint Chartier das Festival nicht mehr auf seinem Gelände dulden wollte.

Das südliche Berry ist eine bezaubernde Landschaft, bestehend aus Wald und Wiesen, kleinen Dörfern und Städtchen, schönen Schlössern, Burgen und Kirchen. Unmittelbar führt hier in der Nähe die Via Limoviscensis, einer der Jakobswege, vorbei.

Am Dienstag fuhren wir über den gleichen Weg, wie wir hingekommen sind, zurück und kamen gegen 18.00 Uhr zuhause an.


Für Fragen stehe ich Euch gerne zur Verfügung.


Euer
Armin


Liebe Leierleute,

für diejenigen, die es interessiert, habe ich auf meiner Webseite unter der Rubrik "Reiseberichte" diverse Bilder und einen Link zu einer Video-Zusammenfassung der Künstler eingestellt.

Gruß
Armin
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#19
Schöne Fotos, das macht große Lust auf mehr! Big Grin
I have three answers to the questions that I know are in the audience.
Answer number one: It's called a hurdy gurdy.
Answer number two: you turn the crank and run your fingers up and down the outside.
Answer number three: No, I do not have a monkey!
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