1400 Seiten barocke Tanzmusik - jetzt online ("Dahlhoff")
#1
Liebe Leirer, wir freuen uns, Euch das Ergebnis einer volksmusikrelevanten Spendenaktion präsentieren zu können :-), in der sich auch viel Borduntaugliches befindet!

Es handelt sich um die Digitalisierung und soeben erfolgte onlinestellung der 10 Tanzmusiknotenbücher des Johann Dietrich Dahlhoff mit Tanzmusik des 18. Jahrhunderts, die Simon Wascher und Wolfgang Meyering "ausgegraben" haben. Das Konvolut liegt in der Staatsbibliothek Unter den Linden Berlin und ist meines Wissens das größte Tanzmusikkonvolut des 18. Jahrhunderts aus Deutschland. Das pdf umfaßt ca. 1400 Seiten.

Die Bände stammen aus Kirch-Dincker, heut Dinker, in Westfalen nahe Bielefeld. Der älteste Band datiert ins Jahr 1767 und enthält bereits einen "Waltzer", der jüngste datiert ins Jahr 1799. Es handelt sich um Noten für eine Tanzbesetzung und bei den Bänden 7 und 8, die teilweise die schönsten Stücke enthalten, um Lehrbücher für (eventuell) Familienmitglieder. Die Bände enthalten häufig Stimmen für 1. und 2. Violine und einige Basstimmen.

Neben nur aus dieser Quelle bekannten, inzwischen ins sessionrepertoire aufgestiegenen bzw. schon auf CDs aufgenommenen Stücken wie die Polonaise nach Blitz oder der Polonaise, die sich auf der Zirp-CD (http://www.zirpmusic.de/) befindet, bergen die Notenbücher noch zahlreiche ungehobene Schätze, erstaunliche Einblicke ins Tanzrepertoire wie Schottische im 3/8-Takt und die frühe Datierung für Waltzer und ganze Tanzkapellenarrangements zum Zusammenbasteln. Nebenbei sind vor allem in Band 8 alte Bekannte zu finden: Schottisch Triller, Preußisch Exerzitium, Vedder Michel und Schartlusie :-), um nur einige zu nennen, viele davon in verschiedenen und neuen Versionen.

Wer mehr über die Geschichte der Entdeckung und das Tanzbuch selbst wissen möchte, kann sich an mich oder die genannten Personen wenden. Einige Stücke sind bereits auf youtube gelandet:

http://www.youtube.com/watch?v=KwTKDRxyAq4
http://www.youtube.com/watch?v=nV4arWK_7EE
http://www.youtube.com/watch?v=Lfz-_-4OVmk
http://www.youtube.com/watch?v=h-cV80i7I...creen&NR=1

Simon Wascher und ich möchten zunächst der Staatsbibliothek Berlin Unter den Linden und dann natürlich ganz herzlich folgenden weiteren Spendern danken:

Thomas Behr, Matthias Branschke, Ralf Gehler, Hermann Haertel, Kristina Künzel, Wolfgang Meyering, Michael Möllers, Anne Schenker, Cordula Schönherr, Christian Tewordt, Johanna Wildhack, Vivien Zeller

UND HIER NUN DER DIREKTE LINK ZUR SCHÖNEN MUSIK:
http://digital.staatsbibliothek-berlin.d...N719868688

Macht was `draus! Liebe Grüße, Simon Wascher und Merit Zloch
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#2
Toll, toll, toll! Big Grin Dankeschön!!!
I have three answers to the questions that I know are in the audience.
Answer number one: It's called a hurdy gurdy.
Answer number two: you turn the crank and run your fingers up and down the outside.
Answer number three: No, I do not have a monkey!
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#3
Liebe "user".... und - ja, das Ding ist so langsam :-). Ich hoffe, noch herauszufinden, wer den Trick mit dem "werksdownload"-button kannte. Sobald ich das herausgefunden habe, schicke ich Euch, wie´s geht, und rate zum download. Liebe Grüße, Merit Zloch
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#4
Das habe ich gerade auch gemerkt... Ein Komplettdownload wäre bestimmt komfortabler ... Smile
I have three answers to the questions that I know are in the audience.
Answer number one: It's called a hurdy gurdy.
Answer number two: you turn the crank and run your fingers up and down the outside.
Answer number three: No, I do not have a monkey!
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#5
Ja sehr cool

oben unter werkzeug gibts nen download als pdf tool aber das dauert auch ewig Smile
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#6
Liebe Interessenten, die Alternative wäre, in die Staatsbibliothek zu fahren und sich da eine Woche einzuschließen :-)

WICHTIG: Die alten "Schmierereien" am Anfang von Band 1 sind spannende Forschungsgeschichte und nicht mehr.

Es handelt sich weder um eine Sammlung im eigentlichen Sinn (die Bücher wurden zum Muggen benutzt!!) noch um Musik aus dem 17. Jh.

Wer der Schreiber war, werde ich noch herausfinden. Ich denke wie einer der Spender an einen spätromantischen Volksmusiksammler.

Liebe Grüße, Merit Zloch
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