Kolophonium
#31
Ich verwende für das Rad festes Kolofonium von Thorwaldsson (Gold & Silber) und poliere nach dem Auftragen das Rad wieder mit Watte auf.
Habe auch schon andere versucht von Kolstein, Tartini… aber die haben mir nicht so recht gefallen.
Flüssiges nehm ich nur für die Saiten/Watte, damit sich die nicht abwickelt und besser beim Wattieren greift.
Mischen tu ich es nach Gefühl mit Spiritus und Kolofonium-Pulver bis es eine Goldene Farbe bekommt und zwischen den Fingern einen leicht „klebrigen“ Widerstand gibt.
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#32
Ich schwöre ebenfalls auf flüssiges Kolophonium. Danke Stephen für den Tipp mit der Zusatz-Flasche Alkohol, werde ich bei Bedarf mal testen Smile
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#33
Hallo allerseits,

Seit einem Workshop bei Simon Wascher nehme ich nur noch Flüssig-Kolophonium.
Der Klang ist einfach absolut überzeugend und das ganze genial einfach.
Wie bereits beschrieben: Normales Kolophonium in erbsengroße Stücke zerteilen und in einem kleinen Fläschchen mit Alkohol auflösen. Normaler Camping-Brennspiritus reicht völlig aus. Mit der Konzentration muss man ein bisschen rumprobieren.
Das ganze dauert ca. 2 Stunden, dann ist das die Kolophoniumlösung fertig.

Das ganze wird dann mit einem Tuch aufgetragen. Vorher müssen natürlich alle Saiten angehoben werden, sonst verklebt es einem sofort die Watte.

Der Vorteil:
Der Alkohol löst des alte Kolophonium auf, und entfernt sämliches Fett auf dem Rad und gleichzeitig wird eine neue Kolophoniumschicht gleichmäßig aufgetragen.

Nach jahrelangem Ärger nehme ich nichts anderes mehr!

Gruß

Peter


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#34
Hallo zusammen

Mich würde das Mischverhältnis noch etwas genauer interessieren. Muss die Mischung dünnflüssig, dickflüssig oder genauer in welchem Verhältnis muss dies sein?
Besten Dank für eure Antworten.

Schöne Grüsse

Markus
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#35
Das ganze ist eine Flüssigkeit. Dickflüssig auf keinen Fall.
Ich selbst habe zur Zeit auf ca. 100ml 3 oder 4 erbsengroße Stücke Kolophonium darin aufgelöst, wobei ich denke, dass das auch noch mehr sein kann.

Gruß

Peter



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#36
Hi,

hier interessiert mich auch dann noch mal im Falle des flüssigen Kolophoniums, wie viel man aufträgt.

2-3 Tropfen mit der Pipette auf einen Baumwolllappen und eine oder mehrere Udmrehungen damit .. trocknen lassen .. ? Oder z.B. nur eine Umdrehung und dann mit einem trockenen Teil des Lappens nachpolieren indem man mehrere (schnelle?) Umdrehungen macht ? ... ?
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#37
Ich war am WE in einem Kurs bei Stefan Straubinger, der hier auf jeden Fall das flüssige Kolophonium empfiehlt, weil es eine gleichmäßigere Schicht ergibt. Den Klotz hat er mit einer Wachsmalkreide verglichen, wo man ja auch mal mehr mal weniger davon auf dem Papier hat. Er hat uns "seine Art" des Kolophonierens gut gezeigt:

Wie schon vorher erwähnt, alle Saiten vom Rad nehmen.
Er hat dann 1-2 Tropfen auf ein Papiertaschentuch gegeben.
Um die Reste des alten Kolophoniums, Staub und Wattereste vom Rad zu bekommen, hat er dann mehrere schnelle Umdrehungen gemacht.
Wichtig ist noch, daß man das Tuch mit dem Kolophonium in der Drehbewegung vom Rad wegnimmt, damit nicht an einer Stelle eine Stelle mit mehr Kolophonium entsteht. Dann das ganze noch etwas trocknen lassen (also in etwa, bis das Kolophonium wieder zugeschraubt und verstaut, Taschentuch entsorgt ist- also keine Ewigkeit Wink )

Bisher hab ich mich an das flüssige Kolophonium noch nicht rangetraut, werd aber sicher darauf umsteigen. Allerdings ist meine Konzentration zu klebrig, brauche also noch etwas Verdünnung. Werde mich da heute mal ranwagen.

Viele Grüße
Claudia
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#38
Ich benutze inzwischen flüssiges Kolphonium von Sebastian Hilsmann und bin recht zufrieden damit (ich weiß jetzt nicht mehr was es genau kostet).

Auftragen tu ich es ziemlich genau so wie Claudia beschrieben hat. Man muss sehr sehr schnell sein, da das flüssige Kolphonium sehr schnell verdunstet - aus diesem Grund sollte man auch recht schnell das Fläschen direkt nach dem Auftragen auf der Leier wieder verschließen.
Drehleiern kennen sehr wohl die Gesetze die Physik,
aber sie interessieren sich für diese nicht besonders.
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#39
ich habs nun auch gewagt Big Grin so 4 Bröckchen in der empfohlenen Größe auf 100ml und noch ein wenig vom Staub der beim zerbröseln übrig blieb.

Das Ergebnis: Sehr laut jetzt Tongue vielleicht hab ich ein paar Tropfen zu viel aufgetragen, aber ich hab dann auch wieder durch sehr schnelles drehen ins Taschentuch wieder einiges abgegeben. Sieht man ja ganz gut.
Der Klang ist echt schöner geworden, aber auch viel lauter. Beide Meoldiesaiten und die Schnarre, das gibt ordentlich was her jetzt Big Grin

Fazit: viel besser im Handling als mit dem Block. Da hatte ich immer angst ich mach mir Kratzer ins Rad o.ä.
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#40
Kann man eigentlich durch die Farbe des Kolophoniums auf seine eigenschaften schliesen? Also ob es härter oder weicher ist.
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