franz. Lautenleier - Kurt Reichmann - ca. 1980 *jetzt mit Fotos*
#21
Stimmschlüssel verlegt?

Mit Hilfe eines am Gurt befestigten Bindfadens, der an der anderen Seite den Schlüssel angeknotet hat, oder einem kleinen "Utensilientäschchen" am Gurt kann man sich schnell (be-)helfen.

Jürgen
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#22
Ich habe Schaller Mechaniken von fachkundiger Hand einbauen lassen.

Jo, mit dem Täschchen etc. das funktioniert, so lange man den Stimmschlüssel da auch wieder rein tut. Smile Ich neige da eher zum verschusseln.

Mir haben die Mechaniken das Leben jedenfalls sehr viel einfacher gemacht.

Gruß
Sabine
spielst du schon
oder
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#23
(12.04.2013, 15:10)Pipila schrieb: Ich habe Schaller Mechaniken von fachkundiger Hand einbauen lassen.

Mir haben die Mechaniken das Leben jedenfalls sehr viel einfacher gemacht.

Magst du mir ein Foto von deinen Mechaniken zeigen?
Gruß,
Kristof
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#24
Sehr hübsch, die Leier. Normalerweise mag ich Lautenleiern nicht so, die haben mir oft viel zu viel Dekoration. Bei dieser Leier find ichs aber sehr angenehm und schön! Nicht zu viel, nicht zu wenig. Fast schon elegant!

Bei deinen technischen Problemchen kann ich dir mangels eigner Drehleiererfahrung zwar noch nicht helfen, aber ich wünsch dir auf jeden Fall viel Spaß mit dem Instrument!

Dein Video fand ich auch nett. Bestätigt meine eigene Erfahrung, dass es einfacher wird neue Instrumente zu spielen/lernen, je mehr Instrumente man schon spielen kann Big Grin
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#25
(12.04.2013, 21:06)Kristof schrieb: Magst du mir ein Foto von deinen Mechaniken zeigen?

Ich versuche das mal

Hmm, klappt auf Anhieb erst mal nicht mit dem hinzufügen des Attachment. Confused Bin wohl zu dusselig....Blush
Ich versuche es später noch mal. Muß jetzt erst mal mit der Tochter zum Leichtathletik-Wettkampf.....

Gruß
Sabine
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oder
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#26
Ich habe gerade eine Email von Kurt Reichman bekommen: Er schätzt, dass die Leier etwa 30 Jahre alt sein dürfte.

Er hat mir auch angeboten, bei den Drehleiertagen in Lißberg einen Blick auf das Instrument zu werfen.

Leider stehe ich in der Zeit aber zwei Mal auf der Bühne - da ist Lißberg mit 3 Stunden Fahrt wohl etwas zu weit zum Pendeln ...
Gruß,
Kristof
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#27
Hallo Kristof,

wirklich ein sehr schönes Instrument, dass Du Dir da ersteigert hast. An Deiner Stelle würe ich es mir allerdings nochmal überlegen die Wirbel durch Mechaniken auszutauschen,
da es (1) je nach "Wirbelkasten" durchaus sein kann, dass die Mechaniken dort gar keinen Platz haben (Das wäre z.B. bei meiner Hahnenkopfleier der Fall gewesen)
und (2) die klassischen Wirbel sehr gut und problemlos funktionieren.

Auf jeden Fall würde ich einen zweiten Aushänger für die Melodiesaiten einbauen. Vielleicht kann dir Kurt Reichmann ja einen schicken den Du dann einbauen kannst. Da die
Saitenaushänger, wie sie an Deiner Leier montiert sind erfahrungsgemäß dazu neigen die Saite mit der Zeit zu beschädigen (bei mir sind sie am Rand relativ scharfkantig)
empfehle ich dir diese mit einem Schrumpfschlauch zu beziehen (erhältlich im Modellbau- oder Elektrohandel).

Du schreibst, dass die Lager etwas schwergängig sind. Bitte sei mit jeder Art von Öl sehr sehr vorsichtig. Ein auch noch so kleiner Tropfen auf der Radoberfläche und Du hast ein
größeres Problem (mit viel viel Glück reicht dann nur ein sorgfältiges Abschleifen/Abziehen, mit viel Pech brauchst Du eine neues Rad). Falls Deine Leier mit Lagern aus Grenadil
ausgestattet ist, so sind diese eigentlich "selbstschmierend". Du könntest das Rad ausbauen (Linksgewinde) und dann die Lager ganz ganz vorsichtig mit mit einer Feile erweitern, aber
vielleicht hat sich mit der Zeit ja auch nur Schmutz im Lager angesammelt. Die beste und sicherste Methode ist jedoch das Ganze von Kurt überholen zu lassen.

Mit dem Kolophonium in Pulverform wäre ich sehr zurückhaltend. Auf jeden Fall bitte nicht so wie einen Salzstreuer verwenden (ja auch das habe ich schon gesehen), da das Zeug sonst mit
der Zeit überall klebt. Besser ein Stoffsäckchen das dann ans Rad gehalten wird.

Deine ersten Versuche auf dem Video hören sich schon vielversprechend an, allerdings würde ich empfehlen etwas mehr auf die Handhaltung der "Kurbelhand" zu achten. Meine
Drehleierlehrerin hat immer ganz besonders darauf bestanden die Hand möglichst nicht im Handgelenk zu bewegen, um nicht Gefahr zu laufen sich eine Sehnenscheidenentzündung
einzuhandeln (obwohl es durchaus sehr gute Spieler mit recht "interessanten" Kurbeltechniken gibt...).
Wenn ich richtig gesehen habe, hast Du beim Spielen alle Bordune gleichzeitig benutzt. M. E. ist das eher unüblich. I.d.R. wird der C-Bordun für Stücke in c-Dur/Moll verwendet
und der G-Bordung für g-dur/Moll (und Schnarre dann auf d gestimmt).

Schade, dass Du für Lißberg keine Zeit hast, die Kurse wären die Anfahr sicherlich wert. V.a. die Gründzüge der Schnarrtechnik lassen sich m.E. am besten unter Anleitung erlernen.
(Aber in drei Stunden von Hildesheim nach Lißberg??? Ich habe von Braunschweig aus immer eher das doppelte gebraucht)
Auch wenn es auf dem Klangrauschtreffen keine extra Drehleierkurse gibt, könnte das Treffen für Dich ebenfalls interessant sein um sich von dem ein oder anderem Drehleierspieler
etwas abzuschauen...

Weiterhin viel Erfolg und Spaß mit der neuen Leier!
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#28
Hi,

die Mechaniken werde ich erst mal nicht angehen, denn so weit komme ich mit den Wirbel einigermaßen zurecht.

Schrumpfschlauch steht tatsächlich auf meinem Plan und der zweite Absteller auch. Es ist sonst auch einfach lästig, immer was unter die Saite klemmen zu müssen, wenn man z. B. Wattiert.

Von dem Kolophonium in Pulverform lasse ich ganz die Finger. Ich bin eh etwas empfindlich, was die Stäube angeht (Sängerkehle ...). Eher mische ich mir flüssiges Kolophonium an. Damit habe ich in der Artistik (vor allem bei meinen kläglichen Versuchen in Luftakrobatik) schon zu tun gehabt.

Da ich im Moment leider krank bin und nicht singen kann, werde ich mir die Zeit nehmen, das Instrument erst mal gründlich zu entstauben. Also - alle Saiten runter und mal in die unzugänglichen Ecken gehen (erst mal mit einem trockenen Lappen bzw. Kamerapustedings).

Und vielleicht ziehe ich auch mal den neuen Satz Saiten auf. Die jetztigen sind recht oll und fühlen sich auch nicht mehr gut an. Wie "neu" die neuen Saiten sind, ist allerdins auch die Frage. Ich glaube, die sind schon eine ziemlich lange Zeit in ihrem Plastiktütchen ... Das Thema Saiten werde ich also auch noch mal auführlich betrachten - ihr habe ja hier schon viele Tips zusammengetragen.

Das Tonbeispiel ist übrigens wenige Stunden nach dem Auspacken entstanden. Es war ja das allererste Mal, dass ich überhaupt eine Leier auf dem Schoß hatte. Ich habe einfach drauflosgespielt. Wenn ich die Leier mal richtig auf Vordermann gebracht habe, werde ich auch richtig anfangen zu üben und auf solche Sachen wie ein gerades Handgelenk achten.

Vielleicht schaffe ich es, zur Sommerbordunale zu fahren. Die ist zwar noch ewig hin, liegt aber in meiner letzten Urlaubswoche!
Gruß,
Kristof
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