Noten zu Papier bringen?
#1
Da es in einem anderen Thread ganz offensichtlich eben nicht um das Thema "Noten zu Papier zu bringen" ging, dieses jedoch definitiv einen eigenen Thread verdient, eröffne ich nun einen.

Ich selbst bin Drehleier-Anfänger und verbringe meine freie Zeit gelegentlich damit, meine Noten-Sammlung zu vergrößern. Das Internet bietet hier ja einige Möglichkeiten, von daher habe ich schon ein paar nette Sachen zusammentragen können.

Meine derzeitige Leier ist "nur" mit einem C- und einem G-Bordun ausgerüstet und ich habe (noch) keine Kapodaster. Dazu kommt, dass ich die Leier bevorzugt in den tieferen Tonlagen spiele, einfach weil es mir persönlich besser gefällt.

Die Noten, die ich im Internet finde, passen daher oft nicht in mein Beuteschema. Aus diesem Grund habe ich mich nach einem Programm umgeschaut, welches hier Abhilfe schaffen kann. Dabei bin ich auf MuseScore gestoßen, ein Open-Source-Programm, das recht einfach zu bedienen ist und auch einige Möglichkeiten bietet.

Das Programm kann man sich kostenlos hier herunterladen:
http://musescore.org/de

In erster Linie schreibe ich Melodien hiermit ab, lasse sie mir als Midi vorspielen, variiere sie ein wenig, transponiere sie etc. Sehr nette Spielerei! Ich denke, es ist auch ganz gut dafür geeignet, eigene Melodien zu Papier zu bringen.

Sicherlich gibt es für professionelle Spieler bessere Alternativen, aber für mich als Hobby-Musikerin mit ganz guten Notenkenntnissen reicht es vollkommen.

LG, Betty
Antworten
#2
Nach dem, was ich mir gerade auf der MuseScore-Seite angesehen habe, ist das Programm völlig ausreichend für die doch eher einfachen Bedürfnisse von Drehleiher-Noten.

Was braucht man für die Melodien der Drehleier: Notenzeile mit Vorschlagsnoten und Verzierungszeichen, vielleicht noch mal eine Textzeile, Möglichkeiten zum Transponieren, manchmal eine zweite Stimme ...

Finale habe ich mir für's Musikstudium gekauft, um komplette Lieder mit Klavierbegleitung (incl. aller dynamischen und Artikulationszeichen) einzugeben und zu transponieren. Ausserdem habe ich die Dokumentaion für Text- und Kompositionsseminare in der Evangelischen Jugend damit erstellt - zum Teil mit Gitarrenakkorden und Tabulaturen. Wer so was braucht, sollte ein Programm wie Finale oder Capella nehmen.

Für alles "darunter" reichen die Open-Source-Programme völlig.

Was ich für die "Birkenhain"-Noten benutzt habe, ist "Lilypond", ein LaTeX-Programm, in dem man eine Programmiersprache tippt und hinterher ein sehr gutes Druckergebnis bekommt. Das ist ganz interessant, aber (noch) sehr zeitaufwändig und etwas unübersichtlich. Dafür kann man damit auch Notenbeispiele in normalen Text integrieren oder ganze Bücher zusammenstellen. Es ist aber dann doch sehr speziell.
Gruß,
Kristof
Antworten


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste