Zwei Fragen
#1
Erste Frage an die Eigenbauer

Bezieht ihr die Wellen und Lager aus einem bestimmten Shop (Wenn ja bitte mal einen Link :-) ) oder habt ihr ein eigenes System entwickelt?

Zweite Frage

Gibt es eine Möglichkeit nach dem Fertigbau noch mal an die Welle zu kommen?

Danke schon mal.
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#2
Hallo Thomas
Meine Wellen und Mittnehmer lasse ich mittlerweile auf Mass anfertigen. Diese können selbstverständlich immer wieder ein- und ausgebaut werden.

Mit besten Grüssen
markus
drehleierwerkstatt.ch
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#3
Was muss man denn so in etwa preislich einkalkulieren für ein komplettes Lager?
[Bild: Startbild_gr.jpg]

Einzige Lautenleier aus der Werkstatt von Sebastian Hilsmann
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#4
Hallo,

Achsen sollte man eigentlich bei jedem Drehleierbauer kaufen können (Schenk, Betz usw.). Bei Pascal Cranga kriegt man alles was man zum Drehleierbau braucht, vor allem auch bestes Holz. Als Drehleier-Eigenbauer sollte man eine Drehbank zur Verfügung haben, also ist es überhaupt kein Problem, eine Achse aus Automatenstahl auf Maß selbst zu fertigen. In diesem Fall Kosten fast null.

Beim Lager kommt's drauf an, was du willst. Im Prinzip tut's ein traditionelles Lager aus Buchsbaum oder auch POM oder ähnlichen Kunststoffen, erhältlich z.B. im großen Auktionshaus. Kosten gleich null.

Will man Kugellager (in der benötigten Dimension Pfennigartikel), ist etwas mehr Aufwand nötig, weil man noch passende Lagerbuchsen braucht. Die kann man sich aus Messing paßgenau selber drehen (s.o., in diesem Fall Kosten fast null) oder auch mal bei den genannten Profis nachfragen.

Bei Interesse kann ich Dir eine genaue Zeichnung für eine doppelt kugelgelagerte Achse schicken (PN an mich)

: Armin
Materialkosten in jedem Fall vernachlässigbar, Aufwand je nach Ausführung 1 - 4 Stunden (wenn ich von mir ausgehe).

Gruß
Michael
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#5
Habe leider keine Drehbank und das Projekt wird wohl an welle und Rad scheitern...schade eigentlich. Gibts auch deutsche Hersteller die Teile verkaufen?
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#6
Nun mal nicht gleich die Flinte ins Korn schmeissen. Sollte der Eigenbau an Welle und Rad scheitern müssen, dann wird er wohl noch an anderen Dingen scheitern - es gibt sicher noch mehr Klippen zu umschiffen. Tatsache ist, daß man eine Drehleier, zumindest wenn man alles selber machen will, nicht mit Opas Werkzeugkasten ordentlich hinkriegt. Man kann sich zwar mit Einfallsreichtum aus mancher Klemme helfen, aber da ist eine gute Anleitung ratsam. Ich empfehle da gerne Michel Pignol "La Vielle à Roue - Decouvrir - comprendre - fabriquer". Ist zwar auf Französisch, aber die zehn 1:1 Baupläne sind das Geld alleine wert. Kann man über's Internet bei Michel bestellen (http://www.michelpignol.com/).

Hier gibt's eine Bilddoku vom Bau einer meiner Leiern nach Pignol.

Wie gesagt, bei Pascal Cranga kann man auch über's Internet bestellen. Er hat fertige Achsen incl. Kleinteile, aber auch viele andere vorbereitete Teile wie z.b. Tangentenkasten-Seitenteile. Die üblichen Schaller-Mechaniken kriegt man u.U. bei ihm günstiger, als hier im Fachhandel.

Die mir bekannten inländischen Instrumentenbauer drehen ihre Achsen meines Wissens alle nicht selbst, sondern haben so ihre Bezugsquellen. Jede Werkzeugmacherei /Maschinenschlosserei /Dreherei (-> gelbe Seiten) sollte für ca. 25 € eine Achse anfertigen können. Das zahlt man auch bei den Instrumentenbauern oder bei Pascal Cranga. Ist das Rad mal auf der Achse drauf, kann man sich irgendeine Vorrichtung basteln, mit der man es auch ohne Drehbank fertigdrehen kann (siehe Pignol). Die Feinabrichtung erfolgt sowieso mit Ziehklinge in eingebautem Zustand.

Viel Erfolg!

Michael
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#7
Ist ja alles fertig bis auf Welle und Rad. von daher liegt es sehr wohl nur am Rad und der Welle Shy

Ich habe mich mit Kurt Reichmann in Kontakt gesetzt.
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