Rebollo-Leier zum ausprobieren?
#21
Oh, wow, vielen Dank für die ausführliche Erklärung! (Äh, und ja, du hast recht, 2 1/2 Oktaven) Exclamation

Logisch ist das ganze schon, ich muss aber sagen, dass ich aus "Drehleier-Perspektive" die F-Tastatur für die C-Saite sinnvoller finde. Gerade auf der G-Saite würd ichs dann, glaube ich, verwirrend finden, da hier die Tastatur dann ja quasi anders ist, als bei einer C/G Leier. Umgewöhnen kann man sich sicherlich, aber komisch ists schon.

Ich persönlich hätte statt einer C-Saite dann lieber eine D-Saite, die dann wiederum eine G-Tastatur hat. Mein Grund dafür wäre, dass ich fast nur schwedische Musik (häufig in G) und viel mit Nyckelharpa zusammen spiele... da wäre eine solche Saite sehr praktisch. Auch etwas schade, dass dann ganz oben der Halbton fehlt... das war mir bisher nicht bewusst. Meine Überlegung war nämlich auch, dass ich mit einer solchen G-Saite quasi auch den Tonumfang einer normalen G-Saite abdecke und da ich die Leider dann in D - G - d (von 4 Melodiesaiten haben mir jetzt schon zu viele Leute abgeraten und es wär mir auch, glaube ich, zu viel Stress) hätte haben wollen durch die zwei D-Saiten alles, was ich bisher auf meiner C/G Leier oktaviert spielen kann auch weiterhin durch die D-Saiten trotz fehlender hoher G-Saite. Das geht dann ja auch nicht.

Hm, da muss ich dann nochmal überlegen...

Nigel Eaton war übrigens richtig geschrieben, er baut aber keine Leiern, dass macht sein Vater Chris Eaton. Smile

Hast du auch eine Rebollo Leier, oder warum hast du dir da schon so Gedanken drüber gemacht, wenn Rebollo ja scheinbar der einzige ist, der das so baut? Weichselbaumer & Co. bauen bei Tenor-Leiern ja eine F-Tastatur, wenn ich dich richtig verstanden habe.
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#22
Oh Weh, transponierte Instrumente. Ich dachte schon davor sei ich sicher, seit ich keine Great Highland Bagpipe mehr mit dem "A" auf sage und schreibe 478Hz spiele. Big Grin
Ich bin ganz froh, dass alle 2,5 Oktaven Drehleiern die ich bisher gesehen und angespielt habe, einfach nur die Tastatur zum C runter erweitert haben und auch eine C Saite aufgezogen hatten, es macht übrigens viel Spaß darauf Walzer zu spielen.
(16.10.2014, 23:12)Pan schrieb: Weichselbaumer & Co. bauen bei Tenor-Leiern ja eine F-Tastatur, wenn ich dich richtig verstanden habe.
Jup oder war es Fis? Damit man den Tonumfang des französischen Dudelsacks hat, mir fehlt bei einigen Stücken vor allem das Fis. Bei Weichselbaumer kann man die G-Taste aber normalerweise wie einen Kapodaster feststellen, damit man auch gewohnt mit quasi G-"Leer"saite spielen kann.

PS: Meine Lieblingsmelodiesaitenkombination ist G - d - g, kann ich auf meiner Abraxas nur leider nicht machen, bleibe also vorerst notgedrungen bei G - g.
„Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme.“
Thomas Morus (1478-1535)
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#23
Ich hab am Freitag mal Knud Seckels 2,5-Oktaven Leier von Mousnier genauer unter der Lupe nehmen können. Bei ihm war die Fis-Taste auch unten und das F oben, also eine Tastatur in C für die C-Saite. Ob ihm ganz oben das Fis gefehlt hat, kann ich aber gerade nicht sagen, da hab ich nicht mehr dran gedacht.

Also scheint Rebollo doch nicht der einzige Bauer zu sein, der die Tastatur bei den 2,5 Oktaven-Leiern so baut.
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