Rebollo-Leier zum ausprobieren?
#11
Naja ...bis jetzt zu faul gewesen mal Aufnahmen zu machen^^

...ich nehms mir die tage mal vor , versprochen Smile
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#12
Hallo zusammen,
da ich eben erst gesehen habe, dass es hier mittlerweile schon eine "Rebollo" -Gruppe gibt, möchte ich mich auch kurz zu Wort melden.
Wie schon mehrfach geschrieben wurde, muss man einiges an Zeit und Geduld mitbringen, wenn man nähere Infos vom Jaime haben möchte.
Was die Instrumente angeht, bin ich nachwievor hin und weg.
Johannes und ich haben unsere Leiern jetzt seit Sommer diesen Jahres und bis jetzt habe ich zwei Fähnchen leicht verstellen müssen. Ansonsten ist meine Leier absolut wartungsfrei.
Falls Neulinge unter euch sind, so kann ich die Redux-Reihe empfehlen! Auch hier: Alles einwandfrei verarbeitet und ein außergewöhnlicher Klang in dieser Preisklasse!

Wie bereits geschrieben wurde, könnt ihr mich gerne kontaktieren, falls ihr meine Leier einmal probespielen möchtet.
Ich bin gespannt, wer in Zukunft zu den Rebollo-Spielern in Deutschland gehören wird Smile
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#13
Hey Alex , du könntest deine ja auch noch in der Galerie vorstellen Big Grin

Lg Marc
Drehleiern kennen sehr wohl die Gesetze die Physik,
aber sie interessieren sich für diese nicht besonders.
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#14
: Alex

nur die wirklich schlechten Schnarren trüben das schöne (Klang-)Bild ...
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#15
Hallo Michael,

der Neugierhalber würde mich mal interessieren was dir genau an den Rebollo-Schnarren nicht gefällt?

L.G.

Marc
Drehleiern kennen sehr wohl die Gesetze die Physik,
aber sie interessieren sich für diese nicht besonders.
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#16
Hallo Marc,

aus meiner Sicht (wie ich es von Pignol gelernt habe), sind Jaimes Schnarren technisch nicht gerade ideal umgesetzt, was z.B. beim Einstellen des Ansprechverhaltens zu einer Auslenkung der Saite durch den Tirant von 5 bis 7 mm führt (-> irrsinniger seitlicher Zug auf die Saite).
Jetzt könnte man argumentieren, solange die Schnarre funktioniert, ist mir das egal (auch Siorat hat 3 - 5 mm, ich selber liege mit meinen Schnarren bei 1 - 2 mm), es wirkt sich halt auch auf's Ansprechverhalten und sogar auf den Klang aus. Und was mir bei den Rebollo-Leiern definitiv nicht gefällt - sie schnarren nicht, sie scheppern. Das liegt aber in erster Linie auch noch an anderen Faktoren.

Im Winter will ich mit Alex mal drangehen, das hinzubiegen.

LG
Michael
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#17
Hm, Johannes war in Trossin doch mit zumindest der oberen der beiden Schnarren ganz zufrieden - sprach zuerst ganz leise an, und dann so richtig (so wie's sein soll wenn mans kann wurde mir erzählt...).

Habe bei mir die Schnarrsaite kurbelseitig etwas höher gelegt, nämlich bei der Auflage an der Deckenkante ein dickes Papier bzw. ein Stückchen Leder untergeklemmt (bei der oberen Auflage rutschte das leicht ab, flache Kerbe als Saitenführung half, gibt bestimmt auch noch reversiblere Lösungen fürs Abrutschen). Dadurch hebt der Hund leichter ab und die Spannschnur muss nicht so weit seitlich ziehen, man kann die Auslenkung also etwas nachlassen. Ich weiß aber nicht was das in mm ausmacht, da die nötige seitliche Auslenkung auch sehr von meinem Schiebekapo an den Schnarrsaiten abhängt - deshalb war das auch nötig. Ich bild mir ein die Schnarre wird dadurch sanfter und etwas leiser.

Walter Simons hat dort bei dieser Auflage eine Querverstellung über eine Schraube, so wie man bei den Bordunen den Abstand zum Rad regeln kann. Aber ich durfte nicht dran rumschrauben (2013 war das wohl) um die Auswirkung auf den Schnarrenklang zu hören, er meinte die ist schon extra aufs Optimum eingestellt...

Haltet uns gerne auf dem Laufenden über Eure Rebollos - hab ich erwähnt dass im Editor grüne Neid-Smilies fehlen???
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#18
Hm, dass mit den Schnarren würd mich jetzt schon genauer interessieren. Erstmal, weil ich mich auch für die Rebollo Instrumente interessiere, aber andererseits auch, weil ich es ganz generell interessant finden würde, was da Konstruktionsbedingt so alles geht.
Zumindest das eine Mal, als ich die Leier von Alex ausprobieren durfte, haben mir die Schnarren eigentlich ziemlich gut gefallen. Sowohl vom Klang, als auch von der Ansprache (nach seinen Aussagen vor kurzem ist zumindest die Ansprache wohl auch für Alex kein Problem Wink ) Die starke Auslenkung der Saite ist mir auch aufgefallen, weil bei meiner Phoenix die Auslenkung nur sehr gering ist.
Das die Schnarren scheppern statt schnarren ... hmm ... auch das konnte ich nicht wirklich feststellen. Naja, wie gesagt, ich hab sie ja auch nur einmal ausprobieren dürfen und auch nicht gerade unter optimalen Bedingungen (lauter Mittelaltermarkt). Aber zumindest auch bei den (wenigen) YouTube Videos die es so von Rebollo Leiern gibt, gefallen mir die Schnarre eigentlich ganz gut...

@Ursl: Wenn du anrufst und was für mich fragen könntest, wär das schon super nett! Smile

@Johannes: Alex hat mir erzählt, dass du eine Leier mit 3 Oktaven hast, da bin ich auch am Überlegen. Er meinte aber, dass da die Tastatur anders ist und Rebollo das Fis in die untere Tastenreihe/das F in die obere Tastenreihe setzt. Wie kommst du damit klar? Ist das verwirrend für dich, wenn du dann doch mal eine andere Leier spielst? Weißt du, warum er das macht? Alex meinte, er hätte euch da in Frankreich irgendwas erklärt, dass war aber wohl ziemlich konfus...

Bin mir da noch unsicher, was ich davon halten soll... ich glaub, dran gewöhnen könnt ich mich schon, aber es erscheint mir schon merkwürdig.

Kommst du zufällig zum Drehleierkurs nach Bad Homburg?
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#19
Ich habe Alex gefragt, ob er mit hin will nach Bad Homburg. Er fährt nicht, aber ich habe vor, mich noch anzumelden.
Vielleicht kann ich ja auch noch einige Fragen beantworten.
Gruß
Michael
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#20
Tschuldige Johannes, ich beantworte gleich mal die Tastaturfrage von Pan: es sind 2 1/2 Oktaven, 2 Oktaven und eine Quinte, 30 Tasten, nur der letzte Halbton unter der Quinte fehlt (Tritonus).


Zur Tastatur gibt es eine ganz natürliche Erklärung: es handelt sich um eine Tastatur in C für die C-Saite, zur herkömmlichen Tastatur in C ("Ganztontasten" ergeben C-Dur), beginnend beim G darunter, wurden nur die tieferen Tasten vom G bis zum tiefen C ergänzt, UND entsprechend statt der G-Saite eine C-Saite aufgezogen.

Siehe Grafik:
   
Klaviatur_2.5Oktaven-1_klassischeCG(grün)_RebolloTenor(weiß).png

Grün ist der Umfang der Klaviatur einer französischen C/G-Leier mit einer g-Seite, z.B mit 23 Tasten ohne das fis oben (schwarze Taste zwischen f'' und g'', hier gelb verblasst angedeutet)
Dann ist die sichtbare Klaviatur von c bis g'' exakt die Rebollo-Tastatur, ebenfalls ohne Fis. Wusste selber bisher nicht dass es so einfach und logisch ist.


Wer noch weiter reingebohren will ins Thema:
Wenn Nigel Eaton (Schreibweise bitte nicht nachprüfen..) oder Wolfgang Weichselbaumer das F unterhalb des Gs mit anbieten, wird die Saite auf F gestimmt, UND zwei Tasten unten hinzugefügt, so dass sich die Griffe nicht ändern für gleiche Töne: gleiches Prinzip, C-Tastatur mit Halbtönen wie am Klavier angeordnet.

Kompliziert wirds erst, wenn man die Tastatur weiterhin auf der Quart über dem Ton der leeren Saite aufbaut, aber den Ton der leeren Saite ändert (z.B. G nach C): Die Ganztontasten spielen dann eine andere Tonart <=> um in der gleichen Tonart zu spielen, brauch ich andere Griffe, nämlich Tasten aus der anderen Reihe. Heißt, auf gleicher Tonhöhe ändern sich die Griffe / der Fingersatz.
Ich wüßte bisher keinen Drehleierbauer außer Rebollo, der seine C-Saiten-Leier nicht mit Tastatur in F baut. In Graphik 2 und 3 sieht man - hoffentlich - was dabei passiert:

   
Klaviatur_2.5Oktaven-2_klassischeCG(grün)_RebolloTenor(weiß)_+sonstigeTenor(gelb)hb.png

Die klassischen Tastatur (grün) beginnen wir statt mit g (grün) jetzt mit c (gelb) und schreiben denselben Tasten andere Töne zu - die Klaviatur transponiert, und statt dem h haben wir das b auf der weißen Tastenreihe. Mit der G-Saite waren das die Töne fis und f des grünen Balkens, daher die verwirrende Bezeichnung fis-Taste - korrekt wenn man die Leier als transponierendes Instrument in F betrachtet wie eine Trompete, entsprechnede Trompetennoten notieren die grünen Noten und man nennt sie so, absolute Tonhöhe ist aber die gelbe (fis und c sind dann klingend h und eben f).

Wenn ich jetzt die gelbe F-Tastatur der sonstigen C-Leiern statt nach Tastatur nach Tonhöhe auf das Klavier lege, sieht man den Unterschied in der Tastenanordnung zur C-Tastatur, und zwar am leichtesten an der oberen Kante:

   
Klaviatur_2.5Oktaven-3_klassischeCG(grün)_RebolloTenor(weiß)_+sonstigeTenor(gelb)hbAUSGERICHTET.png
Ja, die Graphik ist schon etwas unübersichtlich, ich hoffe es hilft trotzdem was.

__
Ach ja, auf der G-Seite von Rebollo spielt man dann eine G-Tastatur, Fingersatz wie eine klassische Leier mit D-Saite, oder ein Kreuz weniger greifen als dasteht. Nun, der Tonumfang nach oben ist da, dann bräucht ich gar keine dritte Saite mit nem anderen Ton.

LG, Orange
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@ Admin: Marc, kann ich die im Text dargestellte Bildgröße der Attachments auf 50% oder auf [img=277x109] setzen wie bei Web-Bildern? Weder schachteln [[.][.][/.]] noch UND gehen [.&.] mit der [Attachment= ]- Klammer. Danke!
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