Reichmann-Leier - Kurt Reichmann - ca. 1968
#1
So - jetzt auch mal meine Leier hier vorstellen...

Hab eine alte Reichmann-Leier bekommen - Danke auch, Juliane. Wink

Folgende Besaitung momentan - ich hoffe, ich benenne die Saiten richtig.
3 Melodie-Saiten: G / g / g
2 Bordune
1 Mouche
1 Schnarre

1 Tonabnehmer - Klinke an aktive DI Box


Von Kurt Reichmann wurden mir 5 Saiten gewechselt, bzw. wieder neu eingezogen. Dabei hat er mir als Alter der Leier etwa 48 Jahre angegeben - hab da jetzt ma 46 draus gemacht (is damit immer noch älter als ich Big Grin) - und das es sich so in etwa um seine dritte Leier überhaupt handeln dürfte, die er gebaut hat. Also definitiv eine "alte Reichmann-Leier".

Leider hab ich bis jetzt noch nicht wirklich auf ihr gespielt - weil ich mich hier zu Hause noch nicht ganz aufraffen kann - aber dann in Bad Homburg kommt sie definitiv zum Einsatz. Angel

                   
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#2
Bei dem Alter ist das ja schon ein Stück Drehleiergeschichte.
Die Wattemenge sieht etwas überwältigend aus und du solltest dir zum Vermeiden von Frustrationen überlegen, die Fähnchen irgendwann gegen feinjustierbare gummierte Metall/Kunststofftangenten auszutauschen. Tonaufnahmen würden mich mal interressieren.
„Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme.“
Thomas Morus (1478-1535)
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#3
viel Spaß mit der Leier!

...ich würde die Fähnchen nicht austauschen. Ich habe Drehleiern mit Holz- und Metallfähnchen und bin mit beidem zufrieden. Klar, Metallfähnchen lassen sich i.d.R. besser justieren und verstellen sich auch nicht so leicht, aber wenn die Holzfähnchen gut angepasst sind und "fest" sitzen wirst Du auch damit keine Probleme haben...
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#4
(30.10.2014, 09:21)Stefan R schrieb: wenn die Holzfähnchen gut angepasst sind und "fest" sitzen wirst Du auch damit keine Probleme haben...
Bis auf den Anschlagsmoment der verschiedenen Saiten
(tiefenverstellbare/geschraubte Holz-/Kunststofftangenten ausgenommen).
„Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme.“
Thomas Morus (1478-1535)
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#5
Ich schließe mich Stefans Aussage an, auch wenn ich lediglich Drehleier mit traditionellen Holzfähnchen habe und somit natürlich keinen Vergleich zu verschraubten Metallfähnchen machen kann. Ich bin aber mit meinen Holzfähnchen rundum zufrieden.
Man sollte auch bedenken, dass ein Umbau nicht nur ein Riesenaufwand wäre, sondern auch sehr kostspielig.
Gruß
Bridget
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#6
...ich denke, dass sich durch einen Austausch von Holz in Metall auch das Klangbild geringfügig verändern würde...

>> wenn die Holzfähnchen gut angepasst sind und "fest" sitzen wirst Du auch damit keine Probleme haben...

Bis auf den Anschlagsmoment der verschiedenen Saiten <<

Mit gut angepasst meinte ich auch dass die "Breite" der Fähnchen an die entsprechende Saite angepasst wurden. Ja, Ok bei aufziehen anderer Saiten
lassen sich Metallfähnchen besser justieren aber mal ehrlich, i.d.R. verwendet man doch die Saiten die auch vom Instrumentenbauer vorgesehen waren da diese meist
recht gut auf die Leier abgestimmt sind.

Ich habe mehrere Leiern mit Holzfähnchen und bislang gab es damit bei keiner nennenswerte Probleme (auch nicht nach Verwendung anderer Saiten)
Wenn die Leiern mal nicht klangen wie sie sollten dann waren i.d.R. nicht die Fähnchen schuld...

Worauf Du aber bei den Holzfähnchen bei Deiner Leier achten solltest ist, dass die Kanten die die Saiten berühren nicht zu "scharfkantig" sind da sie sonst mit der Zeit die Saite aufarbeiten können. Ich würde daher sehr "scharfkantige" Holzfähnchen vorsichtig mit feinem Schmirgelpapier bearbeiten...

...und sollte ein Fähnchen sich während des Spiels doch mal lockern (z.b. wegen zu trockener Luft etc.), dann einfach "Fuß" anfeuchten und wieder in Tangente stecken damit es wieder festsitzt...

...und wie Bridget schon anmerkte ein Umbau ist i.d.R. recht aufwendig und teuer.
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#7
Hm, da mich das Thema auch interessiert: Was bringen mir denn von vornherein gut eingestellte Fähnchen im Bezug auf "alle Fähnchen einer Taste berühren alle Saiten gleichzeitig"? Holz arbeitet doch, dehnt sich aus etc. und zumindest bei meiner Leier mit Holzfähnchen passiert es auch dadurch immer mal wieder, dass sich Fähnchen die perfekt eingestellt waren, irgendwann so verstellen, dass sie eben nicht mehr alle Saiten gleichzeitig berühren und es da dann eben spielerische Probleme gibt (Triller gehen nicht mehr oder im Extremfall wird eine Saite überhaupt nicht mehr vom Holzfähnchen berührt, womit der Ton dann auf der Saite nicht mehr gegriffen werden kann). Oder irgendwas anderes ändert sich an der Leier und der Saitenabstand verändert sich oder sowas... keine Ahnung, was da alles passieren kann, auf jeden Fall passiert es Wink Und da es da ja echt auf den Millimeter (oder eigentlich noch feiner) ankommt...

Da bin ich dann schon froh, dass ich verstellbare Holzfähnchen habe (verstellbar wie Metallfähnchen). Wie geht man mit sowas bei normalen Holzfähnchen um? "Pech gehabt"? Mich wundert das insbesondere, da ja auch namhafte Drehleierbauer immer noch nicht-verstellbare Holzfähnchen verbauen. Oder gibt es da irgendwelche Tricks, wie man Holzfähnchen das Verstellen abgewöhnt? Würd mich echt mal interessieren...

Übrigens hatte ich vor einiger Zeit mal einen Thread zum Thema "Holz- oder Metallfähnchen?" aufgemacht: Klick
Vielleicht wäre die Diskussion dort besser aufgehoben, als im Thread über Hebus' Instrument?
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