Renaissanceleier - Kurt Reichmann - ca. 1990
#1
2 Melodiesaiten g'
2 Bordunsaiten G und c
1 Schnarrsaite c' (d')
1 Mouche g
Holzfähnchen
Holzrad
Zubehörfach auf der Halsunterseite
Klangbeispiel:
.mp3   Gavotte_Praetorius.MP3 (Größe: 540,69 KB / Downloads: 169)

               
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#2
Juhu, endlich mal ein Drehleier mit Klangbeispiel. Wie hast du denn die Aufnahme gemacht. All meine Versuche endeteten bisher mit ner Katastrophe Wink
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#3
Hübsch. Nur diese Stuhlbeine gefallen mir nicht.
Und mich würde auch mal interessieren womit du die Aufnahme gemacht hast.
Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden!
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#4
Das ist ja ein Nachbau der berühmten Henri III Big Grin
Die "Stulbeine" (hihi so hab ich das noch nie betrachtet) sind da typisch, die hat man für die Statik gebraucht. Sonst lief die Decke wegen dem Gewicht des Tangentenkastend Gefahr zu reißen.
I have three answers to the questions that I know are in the audience.
Answer number one: It's called a hurdy gurdy.
Answer number two: you turn the crank and run your fingers up and down the outside.
Answer number three: No, I do not have a monkey!
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#5
Die Tonaufnahme habe ich mit einem "Handy Recorder H2" von der Fa. Zoom gemacht. Link H2
Das Teil ist etwa so groß wie ein Rasierapparat, erlaubt Stereoaufnahmen in verschiedenen Formaten (wav, mp3) und Auflösungen, externe Mikros können angeschlossen werden und kostet ca. 170 Euro.

Die "Stuhlbeine" gefallen mir persönlich auch nicht so gut, meines Wissens sind sie an der historischen Vorlage - die ich nicht kenne - auch nicht dran, Kurts aktuelles Renaissancemodell hat sie auch nicht mehr, siehe hier: Reichmann Homepage

Marius
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#6
Hier (fromoldbooks) habe ich eine historische Abbildung gefunden, ähnliche Form, 1550, mit "Stuhlbeinen":
[Bild: 377-Vielle,-or-Hurdy-Gurdy-q75-355x500.jpg]
Einen praktischen Nutzen haben die Streben ja: man kann sie als Griffe benutzen, um das Instrument zu tragen.

Marius
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#7
*lach* das ist gut.
Das ist ja die Henri III. Hab mal im Netz gesucht, hier das Original (V&A Museum London):

Henri III

Die Streben waren im 17ten und 17ten Jahrhundert nötig, damit die Decke nicht reißt (so steht es zumindest bei der guten Frau Bröcker)

Diese Leier scheint übrigens die erste (von den Erhaltenen) zu sein, die eine chromatische Tastatur aufweist.
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#8
Warum eigentlich Henri III?
Das von mir zitierte Instrument soll ja wie gesagt von 1550 sein und die Signatur von Catherina von Medici und Henri II tragen. Henri III kam ja erst später. Oder hat er das Instrument geerbt? Oder ist es doch nur ein ähnliches Instrument?
Marius
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#9
Das ist irgendwie ziemlich verworren gewesen. Wie immer weiß heute kein Mensch mehr wem sie wirklich gehört hat. Wink
Antoine Terrasson hat in seiner "Dissertation historique sur la vielle" geschrieben, dass sie allgemein als Henri III bezeichnet wird. Jedoch glaub er, dass sie in Wirklichkeit Henri IV gehört hat. Terrasson hat wohl die Leier persönlich gesehen, zumindest sagt er das. Da er die einzige einigermaßen verlässliche Quelle aus dem 18 Jahrhundert ist und seine detaillierte Beschreibung auf genau diese Leier passt, hat sich der "allgemeine" Name wohl irgendwie eingebürgert.
Manche Forscher gehen davon aus, dass sie niemals einem König gehört hat.
Wie auch immer...
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#10
Bei MIMO habe ich noch ähnliche Instrumente gefunden, der "Advanced" - Modus (Last year < 1700), brachte auch die (vermutliche) Vorlage für mein Instrument zum Vorschein:
Drehleier 1
und weiter
Drehleier 2,
Drehleier 3,
Drehleier 4,
Drehleier 5.


Marius
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