Deckenriss - wie dramatisch ist das & was tun?
#11
Vielen Dank für die Veröffentlichung deiner Pflegeanleitung, die ich sehr umfassend und hilfreich finde,  vor allem der Hinweis auf den Feuchtigkeitsmesser für Musikinstrumente.

Meine alte Leier, die ich ebenfalls grundsätzlich im Koffer aufbewahre, hat in diesem Frühjahr auch einen Riss in der Decke bekommen. Der Riss beginnt am Schallloch und endet am Deckenrand mit einer Länge von ca 4 cm.
Die Auskunft von Sebastian Hilsmann ergab: Nicht dramatisch. 
Trotzdem wundert es mich,  dass der Riss jetzt nach ca 30 Jahen erst eingetreten ist.

Besteht die Möglichkeit,  dass wir uns bei Bedarf mal zum Thema Handling austauschen? 

Herzliche Grüße
Armin
[Bild: Startbild_gr.jpg]

Einzige Lautenleier aus der Werkstatt von Sebastian Hilsmann
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#12
Hallo Armin,

zunächst erst einmal vielen Dank für das erfreuliche Feedback. Gerne können wir uns über das Handling der Drehleier austauschen.

Dass dein Instrument nach dreißig Jahren im Koffer noch einen Deckenriss bekommt, ist wirklich rätselhaft. Klanglich wird der Riss wohl wenig bis keine Auswirkungen haben, dafür umso mehr für das Befinden, weil man ihn auch ständig im Blick hat, also ein ständiges Ärgernis.

Es ist schon kurios: Ich habe schon mal eine Nigout gesehen, die stundenlang brüllender Hitze und Sonneneinstrahlung ausgesetzt war und anschließend spätabends in feuchtkalter Luft gespielt wurde, offenkundig ohne Schaden zu nehmen. Hätte ich mich nie getraut! Und ausgerechnet dein Instrument, das pfleglich behandelt wurde, bekommt einen Riss. Auch wenn man damit getrost weiterspielen kann, ich würde das Instrument zum Drehleierbauer bringen, um vor Ort zu entscheiden, ob der Riss verleimt werden kann oder ausgespant werden muss. In jedem Fall hat sie nach so vielen Jahren treuer Dienste eine Reparatur verdient.

Im Lauf der Zeit sind schon einige Drehleiern durch meine Hände gegangen, einen Riss hatte ich nie zu beklagen. Vielleicht nur Glück gehabt und du einfach nur Pech. Jedenfalls sieht man wieder mal, wie unberechenbar sich Tonhölzer verhalten können, selbst unter günstigen Bedingungen.

Viele Grüße
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#13
Wohnst du hier im Rhein-Main-Gebiet, sodass wir uns mal irgendwann zum Austauschen treffen könnten oder wohnst du weiter weg?

Gruß
Armin
[Bild: Startbild_gr.jpg]

Einzige Lautenleier aus der Werkstatt von Sebastian Hilsmann
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#14
Ja, ich wohne im Rhein-Main-Gebiet, bin zurzeit aber noch in der Mobilität stark eingeschränkt. Die weitere Konversation zu einem Austausch dann besser als PN oder E-Mail, damit das Thema nicht ins OT abgleitet.
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#15
Hallo,

ich beziehe mich auf meinen Beitrag in #10. Den dort als PDF angehängten Text konnte und wollte ich so nicht stehen lassen. Ich habe ihn stellenweise überarbeitet, ergänzt und noch mit ein paar Fotos versehen. Zufrieden bin ich zwar immer noch nicht, aber jetzt belasse ich es dabei. Gibt schließlich Wichtigeres...

Also, wen´s interessiert, hier die neue Fassung.


Angehängte Dateien
.pdf   DrehleierPflege.pdf (Größe: 400,87 KB / Downloads: 26)
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