transponieren
#1
Hallo zusammen.

Da man die wenigsten Stücke einfach so vom Blatt spielen kann, kommen wir ums transponieren selten herum.

Was mich mal interessieren würde, nach welchen Kriterien transponiert Ihr Eure Stücke?

Achtet Ihr nur darauf, das der letzte Ton ein C oder G ist, wegen der Schnarre bzw. dem Bordun?

Oder wie macht Ihr es?
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#2
Hallo Lolle,
also eigentlich gehen doch die meisten Stücke vom Blatt.
Zumindest bei den Französischen od. BalFolk Notenmaterial was so im Umlauf ist.
Aber wenn dann doch eins dabei ist wo ich Transponieren muß, richte ich mich entweder danach ob die anderen mitspielen sollen (Akkordeon, Dudelsack...) od. ich setze es in eine Tonart die für mich bequem auf der Leier zu spielen ist, und ich die Schnarre noch dazu laufen lassen kann.
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#3
Hallo Matthias,

da ich nicht so fit in der Harmonielehre bin, habe ich da noch eine Frage.

Woran erkenne ich denn, wann ich die Schnarre noch dazu laufen lassen kann?
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#4
mit Harmonielehre hab ich's auch nicht so arg, aber mit der Schnarre ist das gar nicht so schwer.
Es kommt natürlich auf deine Leier an, ich kann meine Schnarre auf
G, A bzw. auf C, D, E (mit Kapo) umstimmen.
kann damit also damit zu folgenden Tonarten die Schnarre verwenden.
G(m), Am, C(m), D(m), E(m)

Wenn du z.b. ein Stück in G hast (Vorzeichen fis - ein #) kannst du entweder die Schnarre auf G stimmen oder du stimmst sie auf D das geht genauso.
Oder wenn du ein Stück in Am (kein Vorzeichen) hast kannst du die Schnarre natürlich auf A stimmen oder du stimmst sie auf E das passt auch.
Ein Stück in C (kein Vorzeichen) oder auch Cm (Vorzeichen b,es,as - drei b) kannst du natürlich c-Schnarre nehmen oder auch G
mit den Bordunen verhält es sich eigentlich gleich

Ich hoffe ich erzähl dir jetzt nichts falsches aber das müßte die Quinte sein.
Wenn du nun ein Stück in G hast aber du z.b. keine Schnarre/Bordun auf G hast kannst du auch die Quinte nehmen also D.

Besser kann ich's leider nicht erklähren, hoffe du kannst damit was anfangen.

Gruß
Matthias
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#5
Im Grunde ists aber wie mit jedem anderen Borduninstrument auch.
Es kann einzig und allein in der Tonart spielen, in der es gebaut ist, reine Stimmung sei Dank.
Genau dazu passen in der Regel Bordun und Schnarre.
Mit gewisser Kompromissbereitschaft kann man auch noch ein, zwei weitere Tonarten spielen, die sich nicht zu sehr mit dem Rest beissen. Alles wietere wäre dann imho einfach ein zu großer Kompromiss, sowas tut doch auch irgendwann weh...

MfG Björn
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#6
Da kann ich mich nur anschließen.
Wobei die im Mittelalter auch Quartparallelbewegungen ganz toll fanden. Heute mag sowas kein Mensch mehr hören. Das ist unseren Ohren einfach total fremd.
Die Theorie funktioniert immer.
Je nachdem welche Instrumente noch mitspielen, kann eine gesunde Dissonanz manchmal richtig gut wirken. Die Fälle sind aber eher selten (ich erinnere mich an ein Stück, dass ich mit einer Nyckelharpa zusammengespielt habe. Eigentlich hab ich nur vergessen den anderen Bordun zu nehmen. Aber dann klang das ganze mit dem falschen Bordun richtig gut.)
I have three answers to the questions that I know are in the audience.
Answer number one: It's called a hurdy gurdy.
Answer number two: you turn the crank and run your fingers up and down the outside.
Answer number three: No, I do not have a monkey!
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#7
Darum ist eine Drehleier die alles kann (jede Stimmung) das beste für mich, ich bin aber noch längst nicht fertig, da ich derzeit daran arbeite eine Melodiesaite zu bauen die nur dann erkling wenn man diese betätigt.
Die Bordune lassen sich über zwei Oktaven frei stimmen, ebenso die Schnarrsaite. Ich freu mich schon drauf Rolleyes

Gruß Hurdy
Cool The start and stop technology on hurdy-gurdy Cool
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#8
hmmm,

ich habe C & G Schnarre, und auch C & G Bordune.

Heißt das, ich kann nur Lieder spielen, die in C(m) und G geschrieben wurden?

Oder habe ich es immer noch nicht geschnallt?

Hört sich dann nicht alles irgendwie gleich an?
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#9
Prinzipiell ist das richtig. Ohne weitere Kapodaster sind die spielbaren Tonarten G und C und das jeweils in Dur und Moll. Bedingt passen je beim C Bordun noch F und beim G Bordun D.
Aber slebst ohne D und F klingt da noch lange nicht alles gleich. Ich habe Dudelsäcke die nur in einer Tonart spielbar sind und trotzdem klingt da lange nicht alles gleich.
Aber es ist schon richtig, daß man tonal bei Borduninstrumenten immer eingeschränkt ist.
Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden!
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#10
Naja, man muss eben unterscheiden zwischen der Grundtonart des Instruments, nur diese eine Tonart ist wirklich in reiner Stimmung zu spielen. Jede andere Tonart ist immer! nur ein Kompromiss. Bei manchen ist dieser kleiner, bei andren größer. Die jeweilige Abweichung kann man berechnen so man möchte.
Bei G-Dur und C-dur ist beispielswiese der Unterschied beim a schon recht gravierend...
Ist halt eben kein temperiert gestimmtes Instrument, bei dem man wild in den Tonarten springen kann...
Und genau dessen sollte man sich mit einem Borduninstrument immer bewusst sein...

MfG Björn
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