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#11
(10.03.2010, 23:23)Lolle schrieb: hmmm,

ich habe C & G Schnarre, und auch C & G Bordune.

Heißt das, ich kann nur Lieder spielen, die in C(m) und G geschrieben wurden?

Oder habe ich es immer noch nicht geschnallt?

Hört sich dann nicht alles irgendwie gleich an?

Beim Spielen in G musst du aber den C-Bordun abstellen wenn er nicht auf D umgestimmt werden kann.

Bei 2 Bordunen entsteht auch immer noch ein Unterton... (heist das Unterton? mir fällt jetzt kein anderes Wort für diesen akkustisch erzeugten tiefen Ton ein)

Grundsätzlich ist das so:
d + g = akkustisches G (d ist Unterquarte des g)
c + g = akkustisches C (g ist Quinte des c)

Wenn du bei letzterem also in G spielst passt das c und C sozusagen doppelt nicht.
(ich hab jetzt hoffentlich nichts durcheinander gebracht...)

Davon abgesehen passen (falls die Leier rein gestimmt ist) halt ein paar Töne der Melodiesaiten nicht, das wurde aber schon gesagt.

Noch ne Anmerkung allgemein:
Viele Menschen sagen: 'Ich hör da keinen Unterschied.' Wenn sie dann aber eine Weile Instrumente in reiner Stimmung gehört haben und gleich anschließend wieder was in temperierter Stimmung hören, dann fallen auch denen die Ohren ab. Big Grin


Gruß
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#12
Hört sich evtl. blöd an, aber sollte man so einen Fall haben, einfach ein Bier mehr trinken, dann muß man nicht umstimmen und klingt trotzdem gut Big Grin

Gruß hurdy
Cool The start and stop technology on hurdy-gurdy Cool
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#13
Ist natürlich auch ne Methode - aber wenn ein Antialkoholiker zuhören muss...

Jetzt im Ernst: Ich spiele häufig auch auf 'wohltemperierten' Instrumenten.
(eine Leier hab ich noch gar nicht - aber bald)
Zu Hause hab ich z.B. ein uraltes Harmonium, da kann ich sogar eine 2. oder 3. (leichte) Stimme mit den Füßen spielen.

Aber die Borduntöne sollte schon stimmen.

Entweder Grundton alleine, Grundton + Quinte oder Grundton + Unterquarte.
So hab ich das jedenfalls bisher gehandhabt und für nicht schlecht empfunden.

Irgendwo hab ich auch mal gelesen dass die Septime als Bordun gespielt werden kann. Hab aber keine Ahnung was für Musik das dann sein bzw. werden soll. Ständig die Septime - kanns mir einfach nicht vorstellen.

Gruß
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#14
Zwischen Grundton+Quinte und Grundton+Unterquarte besteht kein Unterschied. In welcher Oktave das liegt, ist insignifikant.
Die Quinte zu g ist d, die Unterquarte ebenfalls.
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#15
naja - sicher, die Unterquarte ist die Quinte der tieferen Oktave.

Es macht aber schon einen klanglichen Unterschied ob der tiefere Bordun dem Grundton der gespielten Tonart entspricht - oder ob ein anderer der tiefste des Instrumentes ist, weil ja eben auch noch andere als die direkt angestrichenen Töne entstehen.

Es ging ja auch darum, die Tonart für bestimmte Bordune bzw. auch andersherum zu bestimmen.
Und bei c+g spiel man in C - bei d+g eben in G (g+d' soweit vorhanden, ginge natürlich auch)

Gruß
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#16
Ich weiss nicht so genau, ob wir uns nur nicht richtig verstehen - aber ich sehe keinen wesentlichen Unterschied zwischen d und d'. Natürlich, klanglich ist es etwas anders - Deswegen ist ein 16 pouces-Sack auch kein 30 pouces-Sack (30 ist ne Oktave tiefer). Aber von der Handhabung her oder zur Bestimmung der Tonart (bzw andersrum) machts keinen Unterschied.

Wenn du in c spielst, sind die Standartbordune c und g - gleich welcher Oktave.
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#17
(16.03.2010, 23:05)Ponticulus schrieb: Irgendwo hab ich auch mal gelesen dass die Septime als Bordun gespielt werden kann. Hab aber keine Ahnung was für Musik das dann sein bzw. werden soll. Ständig die Septime - kanns mir einfach nicht vorstellen.

Gruß

In MacEges Lehrbuch für den schottischen Dudelsack findest Du ein Stück in h-moll; dazu klingen die A-Bordune.

Marius
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#18
Uh! Also vorstellen kann ich es mir auch nicht.
Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden!
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#19
Steht zumindest bei Wikipedia unter dem Stichwort "Bordun":

Zitat:Auch andere Töne und Kombinationen von Tönen sind als Bordun möglich und in Gebrauch, so die große und kleine Terz (meist zusammen mit Grundton und Quinte), die kleine Septime (meist allein, z. B. Great Highland Bagpipe: Borduntöne A+a+a, Melodie auf H-äolisch) oder die große None (meist zusammen mit der Quinte, z. B. Marktsackpfeife: Borduntöne A+e, Melodie auf Grundton D).

Kein Wunder, dass ich die Great Highland Pipe nach einem Jahr Schottland nicht mehr hören kann Big Grin

Ne, mal im ernst: Ich glaube das klingt ziemlich gewöhnungsbedürftig.
I have three answers to the questions that I know are in the audience.
Answer number one: It's called a hurdy gurdy.
Answer number two: you turn the crank and run your fingers up and down the outside.
Answer number three: No, I do not have a monkey!
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#20
Zitat:Marktsackpfeife: Borduntöne A+e, Melodie auf Grundton D

davon höre ich auch zum erstenmal.

Borduntöne A+e = Grundton A
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