transponieren
#21
Das mit den Marktsäcken ist mir auch neu
Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden!
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#22
Ist ja Wiki. Da kann ja jeder mitschreiben. Das heißt ja nicht, dass es richtig ist.

Das Oxford Music online sagt ganz allgemein zu Bordun:
Zitat:[Drones] are usually tuned to the keynote of the melodies and often to its 5th also. Traditionally the term is best known in connection with bagpipes, most of which comprise one or more drones. It has also been used to denote the drone strings of a hurdy-gurdy

-> Quinte

Zu den Dudelsäcken:
Zitat:Each tenor drone is 40 cm long and is tuned an octave below the six-finger note of the chanter (which is named A, i.e. a′, though the actual pitch is closer to b♭) The bass drone is 80 cm and is tuned an octave below the tenors.

-> Oktave

Bei der Uillean Pipe sieht es wie folgt aus:
Zitat:The earliest known form of uilleann pipe was the ‘pastoral or new bagpipe’ (Geoghegan). It had an open-ended chanter without keywork, giving the six-finger note d′ [...] the two drones were set in one stock and tuned a and A. Subsequent developments include lowering the drones to d and D, [...], and the addition of a third, treble, drone (tuned d′) and of what is now known as the tenor regulator.

-> Quinte bzw. Unterquart (wenn das mit den sechs Fingern der tiefste Ton ist? Kenn mich da nicht so aus)
-> bzw. Oktave D

Bei der Musette gestaltet es sich wie folgt:
Zitat:The instrument described by Mersenne and Borjon had a range of ten notes (f′–a″) and drones in F and B♭.
In the early 18th century a second chanter was added, giving the instrument a range to d‴ and allowing the possibility of double stops. The drones in C and G were the most frequently used,

-> das wäre ja dann eine kleine Terz oder eben die Oktave.
-> mit den Entwicklungen im 18 Jhd. ergab sich dann die Quinte und da haben wir dann die große Septime (f' - G), allerdings ist das ja dann die Untere.

Wie das klingt kann ich jetzt nicht sagen, aber normalerweise hat die Septime immer nen großen Hang zur Grundtonart. Kann also durchaus sein, dass es ganz harmonisch klingt. Im 18 Jhd. hat man den Dudelsack ja verfeinert, also sollte das schon nen Sinn haben. Die werden sich ja am franz. Hof kein Instrument angetan haben, was total schrecklich klingt...
I have three answers to the questions that I know are in the audience.
Answer number one: It's called a hurdy gurdy.
Answer number two: you turn the crank and run your fingers up and down the outside.
Answer number three: No, I do not have a monkey!
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#23
(26.03.2010, 01:12)Marc schrieb:
Zitat:Marktsackpfeife: Borduntöne A+e, Melodie auf Grundton D

davon höre ich auch zum erstenmal.

Borduntöne A+e = Grundton A


Sowas kann auch nur einer in die Wikipedia schreiben der so garkein Plan hat...
Die meiste Stücke im CV zum Beispiel sind eben in d-moll(eigentlich dorisch, da h statt b) notiert
Daher kann man das Ganze 1:1 auf eine Spielpfeife in a-moll (auch eigentlich dorisch, fis statt f) übertragen, die Töne sitzen an genau der gleichen Stelle als würde man das Stück mit ner Blockflöte spielen bzw. mit einer Spielpfeife in "d-moll". So einfach kanns sein...
Und genau deswegen gibts ja auch den "tollen" Tipp, die Griffweise für den Marktsack vorab schonmal auf ner Blockflöte zu üben... weils funktioniert... Man kann zwar hinterher noch lange keine Blockflöte spielen, aber es klappt auf dem Sack gleich viel besser^^


MfG Björn
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#24
(26.03.2010, 18:58)BeamHo schrieb: Und genau deswegen gibts ja auch den "tollen" Tipp, die Griffweise für den Marktsack vorab schonmal auf ner Blockflöte zu üben... weils funktioniert...

Wobei ich wirklich viel davon halte neue Stücke erstmal auf der Blocklföte zu üben. Dann klappt es mit dem Nachbarn besser Wink

Aber ich glaube ich verstehe was du sagen willst: Die Nase die den Wiki Eintrag gemacht hat ging davon aus das das Stück in Blockflöte (d-moll) notiert ist auch auf dem Marktsack in d-moll ist. Dabei hat er aber übersehen das es sich hierbei um transponierende Instrumente handelt, spricht der Marktsack a-moll ist, sich aber greift wie eine Blockflöte in d-moll.
Daher dachte er das seine Spielpfeife d-moll ist und irgendwo hat er aufgeschnappt das seine Bordune A/e sind.

Jo, das wäre eine Erklärung dafür. Wink

Aber Elisas Erklärungsversuch gefällt mir auch sehr gut:
Zitat:Kein Wunder, dass ich die Great Highland Pipe nach einem Jahr Schottland nicht mehr hören kann
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#25
Liebe Leierfreunde,

bevor wir langsam zum Dudelsackforum werden, schlage ich vor, dass dieses Thema nicht mehr unter "Transponieren" behandelt wird, sondern eine eigene Rubrik erhält.

Im voraus herzlichen Dank an Marc.


Liebe Grüße
Armin
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#26
Naja letztendlich sind Dudelsäcke und Drehleier aber Borduninstrumente und damit scheinen die Probleme doch relativ ähnlich zu sein.Außerdem geht's laut dem Titel ums Transponieren, bisher ist das doch immernoch alles zum Thema. Ich finde das Thema als Neuling ziemlich interessant, obwohl ich zugeben muß noch nicht soviel davon zu verstehen, aber wenn ich mal gezwungen sollte transponieren zu müssen werde ich mir den Thread als Hilfe heranziehen. Da kommt mir grade die Idee vielleicht hat jemand Lust ein kleines Tutorial als Essenz dieses Threads zu schreiben, wenn das aus eurer Sicht Sinn macht.
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#27
Naja, so sehr off Topic sind wir noch nicht das es Sinn macht den Thread auf zu splitten.

Wie Roland schon richtig bemerkt hat ist das ja ein Borduninstrument übergreifendes "Problem" Wink

Das mit dem Tutrial über transponieren und Bordunstimmung klingt nach einer guten Idee. Wenn sich da jemand die Mühe macht und dafür einen Thread aufmacht bekommt er auch ein Sticky/Wichtig Wink
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